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FFP2-Masken bei Stiftung Warentest: Ergebnis zeigt – nur drei sind zu empfehlen

Eine erneute Maskenpflicht in Innenräumen könnte bald Realität werden. Die Stiftung Warentest hat die Qualität von zwölf Masken getestet.

Dortmund – Wenn die Zahl besetzter Krankenhausbetten weiter in die Höhe schnellt, könnte es bald wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen geben. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW laut dem Landeszentrum für Gesundheit bei 651,6 (Stand: 21. Oktober). Welche Masken vor einer Ansteckung am besten schützen, hat jetzt ein Testbericht der Stiftung Warentest offengelegt.

VerbraucherorganisationStiftung Warentest
Gründung1964
SitzBerlin, Deutschland

FFP2-Masken im Test: Stiftung Warentest zeichnet keine getestete Maske mit Bestnote aus

In Geschäften und Supermärkten gilt aktuell keine Maskenpflicht. Doch mit der kälteren Jahreszeit und steigenden Infektionszahlen tragen viele Menschen bereits freiwillig wieder den Mund-Nasen-Schutz. Seitdem die Diskussion über die Wiedereinführung der Maskenpflicht wieder entfacht ist, lohnt es sich einen näheren Blick auf verschiedene FFP2-Masken zu werfen. Halten sie wirklich, was sie versprechen?

Bei einem Test von zwölf FFP2-Masken hat die Stiftung Warentest keine Maske mit Bestnote bewertet. Nur drei Masken wurden als empfehlenswert eingestuft. Sie konnten allerdings aufgrund Allergierisiken nur die zweite Bewertungsstufe erreichen. Zu den Bestplatzierten gehören:

  • „FFP2 NR D YSK-P2D“ von DK
  • „Siegmund FFP2 NR Atemschutzmaske JFM02“ von Jifa
  • „FFP2 NR D silv-Air 2200“ von Uvex

FFP2-Masken im Test: Nachhaltige Masken konnten Tester nicht überzeugen – Infektionsrisiko höher

Der Masken-Vergleich ergab, dass zwei der getesteten Masken nicht angemessen filtern. Insbesondere wiederverwendbare Mund-Nasen-Schutze schnitten dabei schlecht ab. Denn nach 50 Handwäschen gelangen drei Mal mehr Aerosole durch den Stoff der Maske als es der FFP2-Standard verlangt. Der Schutz vor einer Corona-Infektion wird dadurch erheblich verringert.

Dieses Defizit konnten die Tester auch bei einer gewöhnlichen Einmal-Maske feststellen. Die „Air Queen Breeze Mask FFP2 NR“ von Toptec hielt Partikel aus der Luft ebenfalls nicht ausreichend ab, sodass sie als „wenig geeignet“ bewertet wurde (mehr Testberichte bei RUHR24).

Die Stiftung Warentest testet und vergleicht zwölf FFP2-Masken.

Sowohl durch zwei wiederverwendbare Masken als auch durch eine getestete Einmal-Maske bekamen die Tester schlechter Luft. Aufgrund dieser Qualitätseinbuße werden sie auch als „wenig geeignet“ eingestuft. Welche Masken schlecht abschnitten, lässt sich im Testbericht der Stiftung Warentest nachlesen.

FFP2-Masken im Test: Gesundheitsschädigende Stoffe in Masken gefunden

Als „besonders ungeeignet“ schnitt eine wiederverwendbare Maske der Marke Unica ab. Sie wies eine hohe Belastung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf. PAKs entstehen laut Informationen des Umweltbundesamts bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle oder Öl. Die Stoffe können krebserregend sein und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Neun der getesteten Masken wiesen zudem lösliche Latexproteine auf. Sie können zu allergischen Reaktionen führen, wie einem Hautausschlag.

Insgesamt fiel das Urteil der Verbraucherorganisation zu den FFP2-Masken also ernüchternd aus. Wer auf Nachhaltigkeit setzen will, muss mit Einbußen in der Qualität rechnen. Doch keiner der getesteten Masken kann die Tester voll und ganz überzeugen.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Spitzbart/Panthermedia/Imago

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