Längere Haltbarkeit

Gemüse im Kühlschrank lagern: Zehn Sorten dürfen nicht gekühlt werden

Einige Gemüsesorten vertragen die Kälte, die Feuchtigkeit und das Licht im Kühlschrank nicht. Sie sollten lieber bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Dortmund – Die Einkäufe nach dem Besuch im Supermarkt oder Discounter zu Hause einzuräumen, ist eine lästige Aufgabe. Oft landen dabei viele Gemüsesorten im Kühlschrank, die dort eigentlich nicht hingehören. Einige Arten vertragen die Feuchtigkeit und Kälte dort nämlich gar nicht. Sie sollten lieber anderweitig gelagert werden.

Einige Gemüsesorten gehören nicht in den Kühlschrank: Bei Raumtemperatur schmecken sie besser

Im Kühlschrank sind Lebensmittel länger haltbar. Diese Regel stimmt aber nicht immer. Es gibt auch kälteempfindliche Lebensmittel, die besser anderweitig gelagert werden. Dazu gehören zum Beispiel Gemüsesorten, die noch nachreifen.

Die Kälte im Kühlschrank sorgt dafür, dass sich das Aroma nicht weiterentwickeln kann. Richtig gelagert schmecken Tomaten, Avocado, Gurken und mehr deshalb besser und bleiben außerdem länger frisch.

Gemüse länger haltbar machen: Tipps für Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch

Bei einigen Gemüsesorten ist es allgemein bekannt, dass sie lieber nicht in den Kühlschrank gehören. Für Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln gibt es in vielen Küchen separate Töpfe zur Aufbewahrung. Im Trockenen und Dunklen halten sie sich am besten. Im Kühlschrank würden Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln bei der hohen Feuchtigkeit anfangen zu sprießen und zu schimmmeln.

Bei Kartoffeln verändert sich durch die Kälte zusätzlich ihr Geschmack und ihre Farbe – sie werden grünlich und mehlig. Die veränderte Farbe kommt durch die schwach giftige Substanz Solanin, die entsteht, wenn Kartoffeln Licht ausgesetzt sind. Hinter der Geschmacksveränderung steckt ein chemischer Prozess, bei dem die Stärke in dem Gemüse in Zucker umgewandelt wird. Es gibt einige Tipps, um die Knolle länger haltbar zu machen.

Gemüse richtig lagern: Gurken und Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank

Zu den Gemüsesorten, die öfter fälschlicherweise im Kühlschrank laden, gehören Tomaten. Dabei lieben sie die Wärme. Das ist schon beim Heranwachsen so und gilt auch für die geernteten Früchte. Im Kühlschrank geht die Tomate ein: Die Haut wird schrumpelig und der Geschmack geht verloren. Am besten bewahrt man sie in einer Schüssel bei Raumtemperatur auf.

Gurke, Zucchini und Paprika gehören nicht in den Kühlschrank, wenn sie länger frisch bleiben sollen.

Gurken bestehen zu 95 Prozent aus Wasser. Die Kälte im Kühlschrank tut ihnen deshalb gar nicht gut: Sie schrumpeln, werden wässrig und matschig. Darauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin. Im Dunkeln bei acht bis fünfzehn Grad sind optimale Bedingungen für das Gemüse.

So halten Gurken sich bis zu drei Wochen. Wer keinen Lagerraum hat, muss im Sommer gegebenenfalls doch auf den Kühlschrank zurückgreifen. Dann sollte die Gurke jedoch in ein Tuch eingeschlagen werden. Außerdem ist es wichtig, dass sie nicht neben Gemüse wie Tomaten, Paprika, Brokkoli, Kartoffeln oder Blumenkohl liegt, die Ethylen produzieren. Dieses Reifegas lässt die Gurken weich werden.

Kalte Temperaturen sind für viele Gemüsesorten schädlich

Auch Basilikum gefallen niedrige Temperaturen gar nicht. Er geht in der Kälte schnell ein. Außerdem kann er Essensaromen von anderen Lebensmitteln aus dem Kühlschrank aufnehmen. Dann schmeckt er plötzlich nicht mehr so, wie er sollte (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Auch für noch harte Avocados ist Zimmertemperatur optimal, damit sie nachreifen können. Hier funktioniert aber auch das gegensätzliche Prinzip: Ist die Avocado schon sehr weich, soll aber noch ein paar Tage halten, legt man sie am besten in den Kühlschrank. Die Kälte verlangsamt den Reifungsprozess und macht sie so länger haltbar. Avocado kann man auch in Sekunden nachreifen lassen.

Gemüsesorten bei richtiger Temperatur lagern: Paprika, Aubergine und Zucchini vertragen keine Kälte

Auch Paprika, Auberginen und Zucchini bleiben langfristig besser außerhalb des Kühlschranks. Wenn sie nur wenige Tage nach dem Kauf verarbeitet werden sollen, können sie bedenkenlos im Gemüsefach gelagert werde. Über längere Zeit vertragen die Kälte im Kühlschrank nicht.

Sie fangen sie an zu schrumpeln, werden gummiartig und bekommen schlechte Stellen. Durch ihre dicke Schale sind sie auch ohne niedrige Temperaturen bereits gut gegen Keime geschützt. Ideal lagern sie im Keller bei zehn bis 15 Grad, berichtet Utopia.

Auch die Frage, wo welche Lebensmittel im Kühlschrank gelagert werden, beeinflusst ihre Haltbarkeit. Jedes Fach ist nämlich unterschiedlich kalt und hat eine bestimmte Funktion.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Oleksandr Latkun/Imago

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