Strom sparen leicht gemacht

Strom sparen beim Fernsehen: So viel kostet eine Stunde TV schauen

Fernseher verbrauchen zwar nicht so viel Strom wie andere Haushaltsgeräte, doch auch hier kann man bares Geld sparen. Das zeigt eine einfache Rechnung.

NRW – Die Energiepreise explodieren und die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen nicht nur Gas, sondern auch Strom sparen. Neben Stromfressern wie Kühlschränken oder Waschmaschinen kann man im Haushalt auch bei der Unterhaltungselektronik den Verbrauch reduzieren. Denn auch der Fernseher kann sich als echter Energiefresser erweisen.

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Immer mehr Haushalte haben keinen Fernseher – Vor allem jüngere Verbraucher verzichten

Jeder Haushalt verfügte laut dem „Digitalisierungsbericht Video 2020“ der 14 Landesmedienanstalten im Jahr 2020 statistisch über 1,57 Fernseher. Doch jüngere Menschen unter 30 Jahren verlieren immer mehr das Interesse an einem Fernsehgerät.

Statistisch gesehen hat bereits jeder Sechste der 20- bis 29-Jährigen keinen Fernseher mehr. In Haushalten mit Fernseher trägt dieser doch einen beträchtlichen Teil zu den jährlichen Stromkosten bei (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Um den tatsächlichen Stromverbrauch zu berechnen, müssen laut Chip mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Einerseits sei der technologische Stand des Fernsehers entscheidend. Schließlich seien Plasma-TV-Geräte sowie Röhrenfernseher echte Stromfresser.

Ältere Fernseher sind echte Stromfresser – lieber auf Standby-Modus verzichten

Insbesondere diejenigen Modelle, die vor 2010 gekauft wurden, fressen laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) „auch im Stand-by-Modus Strom“. Sie sollten im ausgeschalteten Zustand „möglichst vollständig vom Netz“ getrennt werden. Demgegenüber punkten LCD- oder LED-Fernseher laut Chip mit einem „deutlich moderateren Stromverbrauch“.

Generell sollte man die Standby-Funktion nicht nutzen, denn in diesem Zustand verbrauche der Fernseher weiterhin Strom, was sich laut Chip „übers Jahr gerechnet durchaus“ auswirken kann. Wer über den Fernseher zudem Radio hört, solle dafür wegen des höheren Stromverbrauchs des TVs lieber auf ein klassisches Radio ausweichen.

Bildschirmgröße entscheidet auch über Energieverbrauch – LCD-Displays verbrauchen viel Strom

Andererseits sei auch die Größe des Fernsehers entscheidend. Wer ein besonders großes Exemplar für ein echtes Heimkino-Erlebnis zu Hause stehen hat, sollte für andere Sendungen eventuell über die Anschaffung eines kleineren und damit deutlich energiesparenderen Fernseher nachdenken.

Denn je größer der Fernseher und die Bildschirm-Auflösung, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Wie Chip erklärt, sei dies besonders bei den mit Hintergrundbeleuchtung ausgestatteten LCD-Displays spürbar.

Vom Energielabel bis hin zur Größe – Verbraucher sollten schon beim Fernsehkauf aufpassen

Wer also Strom sparen will, sollte laut beim BMWK beim Kauf auf die Größe und auch das Energieeffizienlabel sowie auf den Stromverbrauch, der für 100 Nutzungsstunden angegeben wird, achten. Bei der Wahl der richtigen Größe sei die Entfernung zum Fernseher entscheidend.

Demzufolge sollte die Bildschirmdiagonale bei HD-Empfang „etwa einem Drittel der Entfernung zum Gerät entsprechen“. Das BMWK rät bei einem Abstand von 1,5 Metern zum Fernseher zum Kauf eines Geräts mit einer Bildschirmdiagonale von rund 50 Zentimetern (ca. 20 Zoll).

Beim heimischen Fernseher lässt sich dank einfacher Tricks Strom sparen.

Beim Fernsehkauf sollte man „prüfen, welche Zusatzfunktionen tatsächlich benötigt“ werden

Das BMWK empfiehlt, „beim Kauf genau zu prüfen, welche Zusatzfunktionen tatsächlich benötigt“ würden. Sofern beispielsweise mehrere Receiver oder auch eine sehr hohe Bildwiederholrate nicht gebraucht werden, könne man getrost auf diese verzichten.

Bei der Berechnung des Stromverbrauchs für 1000 Betriebsstunden im Jahr, was 2,7 Stunden pro Tag entspricht, hat das BMWK folgende Beispielrechnung aufgestellt:

BMWK-Rechnung: Stromverbrauch des Fernsehers unterscheidet sich je nach Bildschirmgröße

Wenn der Bildschirm eines TV-Geräts 65 Zoll misst, so betrage ein geringer Verbrauch etwa 80 Kilowattstunden, das wären circa 24 Euro und laut Chip 2,9 Cent in der Stunde. Voraussetzung ist ein Strompreis von 36 Cent pro kWh.

Beträgt die Bildschirmdiagonale 50 bis 55 Zoll, so liege ein sehr geringer Stromverbrauch bei etwa 60 Kilowattstunden, was ungefähr 18 Euro Stromkosten im Jahr entspreche. So käme man laut Chip am Ende auf Kosten in Höhe von etwa 2,1 Cent pro Stunde.

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