Kondenswasser vermeiden

Fenster beschlagen: Einfache Tipps gegen die nasse Gefahr

Draußen wird es kälter und drinnen muckelig. Das ist zwar schön, hat aber auch zur Folge, dass Fenster beschlagen und sich Feuchtigkeit sammelt. Das kann üble Folgen haben.

Dortmund – Der Herbst ist da. Nun freuen wir uns auf goldene Oktobertage, Pilze im Wald sammeln und natürlich auf leckeren Kürbis. Schön! Weniger schön sind niedrige Temperaturen und ihre Folgen: Gegen nasse Fensterscheiben und schimmelige Ecken müssen wir jetzt etwas unternehmen.

PhänomenKondenswasser
Wo schlägt es sich nieder?An kühlen Oberfläche von Gegenständen
Problem in der WohnungKondenswasser kann zu Schimmel führen

Beschlagene Fenster im Herbst und Winter: Nasse Scheiben können zum Problem werden

Im Herbst fallen die Temperaturen allmählich und auch schon für den Winter gibt es erste Kälte-Prognosen. Das sorgt einerseits für kuschelige Abende auf dem Sofa. Aber anderseits haben die Temperaturen auch unschöne Nebeneffekte. Nasse Fenster und Schimmelbildung sind leider weniger erfreulich.

Aber wie kommt es eigentlich zu der Kondenswasserbildung an den Fenstern in den kühleren Jahreszeiten? Die Erklärung ist simpel: Ist die Luftfeuchtigkeit in einem Raum hoch, setzt sie sich gerne an kalten Flächen ab und kondensiert. Gerade wenn es draußen kalt ist, sind das eben die Fensterscheiben.

Kondenswasser an Fenstern kann zu schimmeligen Überraschung werden

Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung entsteht ganz nebenbei: Duschen, Kochen, Waschen, Atmen aber auch Pflanzen oder Aquarien sind dafür verantwortlich. Das Kondenswasser an der Scheibe allein wäre ja nur wenig schlimm, wenn es nicht einen fiesen Nebeneffekt hätte.

Im schlimmsten Fall kann sich durch das Wasser an der Scheibe Schimmel in der Wohnung bilden. Besonders anfällig können die Ecken und der Bereich rund um das Fenster sein.

Gegen nasse Scheiben und Schimmelbildung in der Wohnung gibt es einen einfachen Tipp

Das will natürlich keiner, immerhin kann Schimmel in der Wohnung die Gesundheit beeinträchtigen. Schimmelpilze können laut Verbraucherzentrale allergische Reaktionen hervorrufen und bereits vorhandene Atemwegserkrankungen verstärken. Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es ein wahres Wundermittel: richtiges Lüften.

Hört sich wenig spektakulär an, bewirkt aber großes. Die Luftfeuchtigkeit in einem Raum sollte im Idealfall nicht über 60 Prozent betragen, rät die Verbraucherzentrale. Durch regelmäßiges Stoßlüften – am besten morgens und abends – kann überschüssige Luftfeuchtigkeit nach draußen abtransportiert werden (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Nicht nur für das ideale Raumklima wichtig: Stoßlüften hat gerade in der Corona-Pandemie immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Hausmittel gegen Kondenswasser an den Fenstern im Herbst

Außerdem ist es wichtig, alle Räume der Wohnung oder des Hauses auf mindestens 16 Grad aufzuheizen – auch wenn sie im Winter unbenutzt sind. So vermeiden Verbraucher, dass sich Kondenswasser an kalten Wänden absetzen kann.

Darüber hinaus gibt es noch einige Hausmittelchen, die die Luftfeuchtigkeit in einem Raum senken können:

  • Eine Schüssel mit Salz entzieht der Luft die Feuchtigkeit und bindet sie.
  • Luftentfeuchter arbeiten ähnlich. Mithilfe eines speziellen Salzgranulats entziehen sie der Luft die Feuchtigkeit.
  • Den gleichen Effekt soll Katzenstreu haben. Dieses können Verbraucher in eine Socke füllen und vor ein Fenster legen.
  • Ebenfalls wirksam – aber auch weniger ökologisch: Spezielle Fensterheizungen, die die Scheiben konstant erwärmen.

Kondenswasser an der Scheibe ist nicht immer ein schlechtes Zeichen

Sind die Scheiben übrigens von außen beschlagen, gibt es keinen Grund zur Sorge. Ganz im Gegenteil: Bildet sich Kondenswasser außen an den Fenstern, spricht das für eine gute Isolierung. Denn auch hier gilt das Prinzip der Temperaturunterschiede.

Gut isolierte Fenster halten die Wärme in der Wohnung, somit ist die äußerste Schicht des Glases relativ kalt. Erwärmt sich die Außenluft nach einer kalten Nacht wieder, kann die Fensterscheibe den Temperaturunterschied nur langsam aufholen und bleibt kühler als die Außenluft. Somit entsteht Kondenswasser außen an der Fensterscheibe und das Glas beschlägt.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa, Victor Lisitsyn/dpa; Collage: RUHR24

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