Fastenzeit 2021

Fastenzeit 2021: Trotz Corona fasten? Einfache Tipps und Alternativen

Heute beginnt die Fastenzeit. Doch sollte man während Corona überhaupt fasten? Warum und welche Ideen sinnvoll sind, lest ihr hier.

Dortmund – Am Aschermittwoch (17. Februar) beginnt die traditionelle Fastenzeit zwischen Karneval und Ostern. Viele verzichten in dieser Zeit auf Fleisch, Süßigkeiten oder Alkohol. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen die Menschen bereits seit Monaten an vielen Stellen Abstriche machen. Sollte die Fastenzeit 2021 deshalb in diesem Jahr besser ausfallen?

FastenzeitKirchlicher Brauch, bei dem man 40 Tage fastet und betet, um sich auf Ostern vorzubereiten
Zeitraum17. Februar bis 3. April
TraditionVerzicht auf Nahrung, Trinken und Rauchen und sich auf Buße, Besinnung und Umkehr zu fokussieren

Das muss nicht sein. Die Fastenzeit kann auch im Corona-Lockdown sinnvoll genutzt werden und das Leben bereichern. RUHR24 verrät wie und hat ein paar Alternativen bereit. Denn es muss nicht immer der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel sein.

Fastenzeit 2021: Darauf sollte man beim Fasten achten

Grundsätzlich gilt: Ob man Fasten möchte oder nicht, sollte jeder mit sich selbst ausmachen. Auch ein Blick auf die innere Stimmung kann aushelfen. Denn Depressionen, Stress oder andere Krankheiten sind keine gesunde Grundlage für eine erfolgreiche Fastenzeit

Denn Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag bedeutet für viele Menschen Verzicht. Das ist nicht immer leicht und kann das ein oder andere Mal aufs Gemüt schlagen, wenn man vom 17. Februar bis zum 3. April 2021 keine Schokolade, keine feste Nahrung oder kein Fleisch isst. Insbesondere, weil die Corona-Krise bei einigen schon für Verstimmungen sorgt und man bereits seit längerer Zeit auf Dinge und Genüsse des Alltags verzichtet.

Fasten im Corona-Lockdown: Macht Verzicht dieses Jahr wirklich Sinn? 

Laut der Apotheken-Umschau kann Fasten aber gerade jetzt für viele eine gute Idee sein. Bewusster Verzicht kann den Körper, die Selbstwirksamkeit und Wertschätzung gegenüber alltäglichen Dingen kräftigen, was gerade in Zeiten des Lockdowns Halt geben kann. 

Keine Süßigkeiten, kein Fleisch oder kein Weizen – für die meisten geht es beim Fasten um Essen. Und auch im christlichen Glauben – wo die Fastenzeit hierzulande ihre Tradition hat – konzentrieren sich die Gläubigen durch den Verzicht auf Nahrung bewusst auf den Glauben und die Beziehung zu Gott. Aber auch viele Nicht-Christen möchten die Fastenzeit nutzen, um ihrem Körper Ruhe zu gönnen und die Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dafür gibt es allerdings sinnvolle Alternativen für die Fastenzeit.

Fastenzeit 2021 während Corona: Es muss nicht bei Verzicht auf Essen bleiben 

Der Online-Handel boomt noch einmal mehr seit der Corona-Krise. Wenn man fast den ganzen Tag nur in der Wohnung verbringt, landet man schnell auf der Webseite irgendeines Online-Händlers und füllt fleißig den Warenkorb. Aber muss es wirklich das neuste Smartphone sein? Braucht man die nagelneuen Schuhe tatsächlich? Eigentlich quillt der Schuhschrank sowieso schon über. 

Beim Konsumfasten geht es darum, 40 Tage lang nichts anzuschaffen, was nicht wirklich benötigt wird. Gleichzeitig kann man die Zeit dafür nutzen, ungebrauchten Gegenständen neues Leben zu schenken. Mit dem Verkauf der Dinge kann man nicht nur die Gesamtnutzungsdauer verlängern, sondern anderen zeitgleich eine Freude machen. 

Noch ist der Einzelhandel geschlossen. Konsum-Fasten kann aber auch im Online-Shopping praktiziert werden.

Fastenzeit 2021: Warum eine medienfreie Zeit bis Ostern während Corona sinnvoll ist 

In der Fastenzeit geht es darum seinen Geist und Körper zu schonen. Wie Utopia berichtet, stört die „digitale Bedröhnung“ allerdings die Ruhe, die man während des Lockdowns besonders benötigt. Mit dem Verzicht auf Fernseher, Smartphone und Instagram kann man dem Geist Gutes tun. Denn allabendlich auf einen Bildschirm zu starren, kann keinesfalls gesund sein – vor allem dann nicht, wenn man während der Arbeitszeit ebenfalls vor einem PC sitzt.

Stattdessen kann man seinen Abend mit einem guten Buch, einem Brettspiel oder einem ausgiebigen Spaziergang verbringen. So bringt man nicht nur Ruhe in sein Inneres, sondern kann auch Zeit mit seinen Liebsten verbringen. Und das ist in Zeiten von Corona doch viel mehr wert als der neuste Netflix-Film. 

Fasten im Corona-Lockdown: Umweltschonung durch CO2-Verzicht 

Eine weitere sinnvolle Alternative zum Verzicht auf Lebensmittel ist das Klimafasten. Damit tut man nicht nur dem eigenen Körper und Geist etwas Gutes, sondern dem gesamten Planeten. Indem man mehr Fahrrad fährt, auf Fahrten mit dem Auto verzichtet, in kein Flugzeug steigt und richtig heizt, spart man jede Menge CO2 ein.

Und das schützt das Klima und die Umwelt. Gerade im Lockdown ist es besonders einfach das Auto einfach mal stehen zu lassen. Und wer weiß, für manch einen bietet das der CO2-Verzicht während der Fastenzeit 2021 den perfekten Startschuss in eine nachhaltige Lebenseinstellung (mehr Lifehacks bei RUHR24.de).

Fasten bedeutet nicht zwingend Verzicht auf Nahrung. Es gibt zahlreiche Wege und Ziele, die man während der Fastenzeit verfolgen kann. Und gerade in Zeiten des Lockdowns ist es sinnvoll eine Art der Entsagung auszuwählen, die Körper und Seele stärkt. (Autorin: Natalie Mainka)

Rubriklistenbild: © Peter Endig/dpa

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