Bei Schnee und Regen sicher fahren

Sicher Radfahren im Herbst: Tipps für die dunkle Jahreszeit

Auch im Herbst und Winter steigen viele Menschen aufs Rad. In der dunklen Jahreszeit sollten einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.

Nordrhein-Westfalen - Die Polizeiwachen in NRW warnen vor Fahrradunfällen in der dunklen Jahreszeit. Deshalb sollten Fahrradfahrer besonders aufpassen. Mit diesen Tipps kommst du mit dem Fahrrad sicher durch den Winter.

Fahrradfahren im Winter: So kommt ihr sicher durch die kalte Jahreszeit

Im Winter lauern aber jede Menge Risiken für die Fahrradfahrer. Neben der Dunkelheit können auch Laub, Regennässe, Schneematsch und Glatteis eine Gefahr sein. Frischer Schnee dagegen ist kein Problem. Wenn sich darunter jedoch eine Eisschicht befindet, kann es schnell gefährlich werden. Aber auch eine festgefahrene Schneedecke kann einen ins Schleudern bringen.

Damit Radfahrer sicher durch den Winter kommen, hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Tipps für die Wintermonate veröffentlicht:

  • Geringeres Tempo als sonst
  • Genügend Abstand zu Autos und anderen Verkehrsteilnehmern
  • Vorsichtig Bremsen: frühzeitig und langsam, nicht abrupt
  • Bremsen und treten in Kurven vermeiden (besonders bei Schnee und Glätte)
  • Bei Glatteis: Wenig lenken und ausrollen statt bremsen
  • Weniger Reifenluftdruck für mehr Halt

Fahrrad mit Winterreifen: Mehr Stabilität, wenn es glatt und rutschig wird

Zudem können Radfahrer ihren Sattel etwas absenken. Dadurch sitzt man sicherer und stabiler auf dem Fahrrad. Über längere Zeit kann dies jedoch zu Knieproblemen führen (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de).

Für mehr Halt auf dem Fahrrad können auch Winterreifen montiert werden. Sie sind meist mit einem gröberen Profil als normale Fahrradreifen ausgestattet. Aber auch sogenannte Spikes können die Reifen stabilisieren. Eine Winterreifen-Pflicht gibt es nicht, jedoch können sie die Fahrt im Winter erleichtern und sicherer machen. Auch beim Kauf eines Fahrrads kann schon auf die Sicherheit im Winter geachtet werden. Hier erfahrt ihr, was ihr beim Fahrradkauf beachten solltet.

Spikes und Winterreifen können die Fahrradfahrt im Winter sicherer machen.

Fahrradfahren im Winter: Ungeräumte Radwege und dunkle Kleidung werden zur Gefahr

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind alle Städte und Gemeinden zwar dazu verpflichtet alle „verkehrswichtigen“ innerörtlichen Radwege zu räumen, jedoch findet man häufig noch ungeräumte Radwege bei Schnee und Eis. Falls ein Radweg nicht geräumt ist, sind Fahrradfahrer von der Pflicht befreit den Radweg zu nutzen.

Im Winter wird es spät hell und früh wieder dunkel. Viele Arbeitnehmer fahren mit dem Rad zur Arbeit. Das kann morgens oder abends in der Dunkelheit gefährlich werden. Deshalb sollten Radfahrer dann auf ihre Ausrüstung achten. Es sollte überprüft werden, ob alle Lampen (vorne und hinten) funktionieren, und ob das Fahrrad auch über Reflektoren verfügt. Helle Kleidung ist aber auch wichtig, sobald es dunkel ist. Neben einer hellen Jacke können auch Reflektoren an Helm und Kleidung für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

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Neue Studie: Rad gefahren wird auch bei schlechtem Wetter ☔️❄️⛅️ - wenn die Infrastruktur gut ist. Weniger als 5% Rückgang in Oldenburg, aber bis zu 30% in Würzburg! Gegner des Radinfrastruktur-Ausbaus nutzen häufig das Argument, dass bei schlechtem Wetter fast alle Radfahrenden ins Auto stiegen. Das ist falsch, wie eine neue Studie der Universität Münster zeigt. Wenn das Radwegenetz gut ausgebaut ist, wird das Rad auch bei Niederschlag genutzt, bei schlechter Infrastruktur hingegen ist das kaum der Fall. Der Fahrradclub ADFC fordert den schnellen Ausbau der Radwegenetze, um das Ganzjahresradfahren zu fördern und die Städte von zu viel Autoverkehr zu entlasten. Aktuelle PM auf: 👉 adfc.de/presse 👈 Bild: © ADFC / Veenstra #MehrPlatzFürsRad

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Winter: Warme Kleidung besonders beim Radfahren wichtig

Neben der Verkehrssicherheit sollten Radfahrer aber auch auf die Gesundheit achten. Denn bei Minusgraden draußen Rad zu fahren, bringt schnell eine Erkältung mit sich. Daher sollten Fahrradfahrer im Winter auf warme Klamotten setzen. Neben warmen Schuhen und winddichten Handschuhen kann die richtige Jacke vor der Kälte und dem Fahrtwind schützen.

In einer dünnen Softshell-Jacke kann man sich noch gut bewegen, gleichzeitig wärmen diese aber gut. Wichtig ist noch eine dünne Mütze oder ein Stirnband unter dem Helm. Denn über den Kopf und die Ohren wird die meiste Wärme abgestrahlt. Für Radfahrer, die besonders schnell frieren, kann ein Nierenschutz die extra Portion Wärme draußen geben. Aber auch wärmende Cremes oder Salben können die Lösung auf dem Fahrrad im Winter sein.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/ dpa

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