Orangen und Selbstbräuner

Rewe gerät wegen Orangen-Posting zu Trump in die Kritik – „Soll das witzig sein?“

Donald Trump kandidiert wieder als Präsident für die USA. Rewe sieht ihn eher an anderer Stelle – bei den Orangen, zumindest in einem Facebook-Post.

Dortmund – „Make America great again!“, schallte es 2017 durch die Vereinigten Staaten. Donald Trump sorgte als Präsident für einige Kontroversen. Die einen feierten ihn für seine unkonventionelle Art, die anderen waren froh, als er letztes Jahr das Zepter an Joe Biden abgeben musste. Ein Posting von Rewe holt ihn in die Köpfe der Menschen zurück.

Rewe erntet Kritik für Trump-Posting auf Facebook – „Saftladen“

Trump dementiert weiterhin den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl 2020 und konzentriert sich nun auf die nächste Gelegenheit. Denn für die Wahlen 2024 will er als Kandidat wieder zur Verfügung stehen. Für Rewe ist das Anlass genug, Trump in einem Facebook-Post zu zeigen. Das kommt nicht bei allen gut an.

In dem Post ist der Rewe-Orangensaft zu sehen. Im Hintergrund liegen einige der Zitrusfrüchte. Eine davon trägt eine Perücke, die sehr an Trumps Frisur erinnert. Eine Amerika-Flagge weht über dem Bild. „Orange, aber bei uns nicht geschmacklos“, tituliert Rewe das Bild (mehr Supermarkt-News bei RUHR24).

Über dem Facebook-Posting schreibt der Discounter: „Trump will 2024 wieder zur Kandidatur antreten. Wenn dir dadurch noch nicht die Lust auf orangene Früchtchen vergangen ist, haben wir die beste Wahl für dich – denn unsere Orangen sind voller Geschmack“.

„Aus der Politik besser raushalten“: Rewe-Kunden kritisieren Trump-Posting

Der Post über Trumps orangen Hautton und seine Person kommt nicht bei allen Facebook-Nutzern gut an. Einer schreibt deshalb: „Jetzt macht Rewe auch schon mit bei der politischen Erziehung“. Ein anderer User sieht es ähnlich und schreibt: „Rewe sollte schauen, billige Preise und ein gutes Angebot zu liefern und sich aus der Politik heraus halten!“

Donald Trump wird wegen seines orangenen Hauttons von Rewe hops genommen.

Andere sehen es weniger eng, kritisieren Rewe aber aus einem anderen Grund. „Jo, die Vorstellung einer Wiederauferstehung dieser personifizierten Dumm- und Blödheit kann einem schon den Appetit verderben. Bis es so weit ist, tun das allerdings erst mal vor allem die Preise“, heißt es in einem Kommentar. Ein anderer wendet sich an Rewe und fragt: „Soll das witzig sein?“

Neben Kritik erhält Rewe auch Zuspruch für Trump-Post: „Coole Werbung“

Doch bei vielen negativen Kommentaren findet sich auch Zuspruch gegenüber der Haltung von Rewe. „Sehr coole Werbung!“, schreibt eine Userin. „Ich liebe Rewe – jetzt noch mehr“, steht in einem anderen Kommentar. Ein anderer Nutzer sieht es ganz nüchtern und meint:

„Leute, was regt, ihr euch darüber auf? Ziel einer Werbung ist es, ein Produkt oder eine Firma im Gedächtnis zu halten und darüber zu reden. Da sage ich nur Ziel erreicht“. Rewe hat dasselbe Posting auch bei Instagram hochgeladen. Hier wurde es ebenfalls zum Gesprächsthema.

Rewe polarisiert häufiger mit ausgefallener Werbung. Diesmal scheint es einigen Kunden zu politisch geworden zu sein. Ein anderes Rewe-Thema regt aktuell die Gemüter: Der Discounter will gedruckte Prospekte einstampfen.

Rubriklistenbild: © Kyodo News, Russian Look/Imago; Collage: RUHR24

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