Garten-Tipp

Eukalyptus überwintern: Richtiger Standort ist der beste Frostschutz

Mit seiner einzigartigen Optik ist der Eukalyptus ein echter Hingucker. Wer sie überwintern möchte, muss die Pflanze in der Regel reinholen – nur wenige Sorten vertragen strengen Frost.

Deutschland – Der Eukalyptus stammt aus Australien, wo er den Koala-Bären bekanntlich als Nahrung dient. Die beliebte Pflanze bevorzugt daher einen sonnigen bis halbsonnigen Standort. Damit der Eukalyptus sicher durch den kalten Winter kommt, ist einiges zu beachten.

Eukalyptenauch: Blaugummibäume
wissenschaftlicher NameEucalyptus
OrdnungMyrtenartige

Eukalyptus überwintern: Ist der Laubbaum winterhart oder nicht?

Der sonnenliebende Eukalyptus kann das Jahr über grundsätzlich im Garten, auf der Terrasse oder auch in der Wohnung stehen. Der Boden sollte durchlässig und mäßig feucht sein. Trockenheit und Staunässe sind unbedingt zu vermeiden.

Wer den Eukalyptus im Topf kultiviert, sollte ein hohes Gefäß wählen – denn die Pflanze bildet lange Wurzeln aus. Als Zimmerpflanze benötigt Eukalyptus grundsätzlich mehr Pflege – wie beispielsweise regelmäßigen Rückschnitt – weiß 24garten.de.

Im Spätherbst stellt sich dann die Frage, ob der Eukalyptus winterhart ist oder nicht. Wie gartenjournal.net erklärt, führt diese Frage oftmals zur Verwirrung. Denn im Handel seien Sorten erhältlich, die mit dem Hinweis „bedingt winterhart“ angeboten werden.

Eukalyptus winterhart oder nicht? Vorsicht vor falschen Angaben

Das Portal mahnt hier zur „Vorsicht vor falschen Angaben“: Denn der Hinweis beziehe sich zumeist nur auf wenige Grade unter dem Gefrierpunkt.

Trotz dieses Labels sollten Pflanzen-Besitzer also nicht den Fehler machen, Eukalypten draußen zu lassen. Wie die Experten verdeutlichen, müssen auch solche Arten, die als bedingt frosthart angeboten werden, im Winter unbedingt ins Haus geholt werden.

Eukalyptus gunnii: Diese Sorte gilt als winterhart. (Symbolbild)

Winterharter Eukalyptus: Zwei Sorte vertragen auch strengen Frost

Wie schöner-wohnen.de erklärt, verträgt lediglich eine Handvoll der über 600 Eukalyptus-Arten wirklich Frost. Darunter sind allerdings auch zwei Sorten, die hierzulande besonders gerne gekauft werden – der Eukalyptus gunnii und der Eucalyptus gunnii ‘Azura’.

Diese Arten vertragen sogar eisige Kälte mit Temperaturen bis -18 Grad Celsius. Ob der Laubbaum winterhart ist oder nicht, lässt sich also nicht pauschal beantworten – es kommt auf die Eukalyptus-Art an.

Fehler beim Überwintern von Eukalyptus: Auch frostresistente Sorten müssen oft ins Winterquartier

Ein weiterer Fehler, der beim Überwintern von Eukalyptus häufig passiert: Trotz ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Frost können selbst Arten wie der Eukalyptus gunnii nicht in jedem Fall draußen bleiben. Im Freien sollte der Baum nur dann überwintern, wenn er im Garten eingepflanzt wurde, erklärt Mein-Schöner-Garten.de.

Wer seinen Eukalyptus gunnii eingetopft und beispielsweise auf der Terrasse oder dem Balkon stehen hat, muss ihn reinholen, verdeutlicht das Gartenmagazin. Auf das Label „winterhart“ sollten Pflanzen-Freunde sich bei der Wahl des Winterquartiers folglich grundsätzlich nicht verlassen – ansonsten drohen Frostschäden. Ebenso wie beispielsweise der Zitronenbaum gehört die Topf-Pflanze ins Haus.

Eukalyptus überwintern: Das Wichtigste zu Standort und Pflege

Wird Eukalyptus zum Überwintern ins Haus geholt, sollte er idealerweise in einem hellen, kühlen Raum stehen. Temperaturen von 13 Grad Celsius sind laut gartenjournal.net optimal.

Frostresistente Sorten wie der Eucalyptus gunnii ‘Azura’ bevorzugen noch niedrigere Temperaturen von 5 Grad. Im Winterquartier muss die Pflanze nur mäßig gegossen werden. Düngegabe ist in dieser Zeit nicht notwendig. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © D. Harms/dpa; Collage: RUHR24

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