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Erkältung: Fünf Hausmittel, die wirklich gegen Symptome helfen

Wenn Taschentücher zum Tagesbegleiter werden, ist klar: Die Erkältungswelle rollt wieder über das Land. Fünf Hausmittel, die wirklich helfen.

Deutschland – Mehr als ein Jahr war Corona die allumfassende Krankheit. Nach den Lockerungen in der Corona-Pandemie erwarten Experten im Herbst ebenfalls mehr Erkältungs- und Grippe-Infektionen. Was man tun kann, wenn es einen erwischt hat.

ErregerViren, Bakterien
KlassifikationLebewesen
KrankheitenErkältung, Grippe, Covid-19

Erkältung im Herbst und Winter: Hausmittel, die gegen Husten, Schnupfen und Fieber helfen

Dabei ist es gar nicht so einfach, eine Erkältung von einer Corona-Infektion zu unterscheiden. Doch ist es dann doch eine Erkältung, helfen einfache Hausmittel, um die ersten Symptome zu lindern.

Hierbei muss man allerdings einiges beachten. Denn nicht jedes Hausmittel hilft bei unterschiedlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber gleichermaßen.

Erkältung: Wadenwickel bei Fieber – bei einigen Symptomen ist aber Vorsicht geboten

Ein Wadenwickel ist ein bewährtes Mittel gegen Fieber. Sie soll die Körpertemperatur des Erkrankten mittels Verdunstungskälte senken: Der Körper soll mehr Wärme abgeben und dadurch soll das Fieber gesenkt werden, wie Stiftung-Gesundheitswissen.de erklärt.

Wichtig dabei ist, dass die Wadenwickel in Wasser getunkt werden, das circa zehn Grad kälter als die aktuelle Körpertemperatur ist. Sie müssen dann alle zehn bis fünfzehn Minuten gewechselt werden – immer, wenn sie die Körpertemperatur annimmt. Aber aufgepasst: Friert der Erkrankte oder hat kalte Hände und Füße, ist ein Wadenwickel nicht geeignet.

Wer an einer Erkältung leidet, dem ist zu raten, zu Honig zu greifen. Das Hausmittel ist eine Wunderwaffe.

Erkältung: Honig als Allrounder – Hausmittel schmeckt nicht nur auf dem Brot, sondern hilft bei Symptomen

Honig schmeckt nicht nur auf dem Brot, sondern ist auch ein echter Hustenlöser. Das zeigt auch die Studie eines Forscherteams um Hibatullah Abuelgasim von der Oxford University Medical School. Es prüfte die Wirksamkeit von Honig bei Erkältung und Husten im Vergleich zu Standardmedikamenten. Das Ergebnis: Das Hausmittel linderte die Symptome oft wirksamer – insbesondere was Häufigkeit und Schwere betrifft, indem er sich über die gereizten Schleimhäute legt.

Eines muss aber beachtet werden: Kinder, die jünger sind als ein Jahr, sollten keinen Honig bekommen. Das Naturprodukt kann Bakterien enthalten, die giftig für Säuglinge sein können. Erwachsene und ältere Kinder hingegen können Honig bedenkenlos konsumieren, um schwere Hustenanfälle zu verhindern.

Nasendusche bei Erkältung hilft bei voller Nase im Winter: Eines gilt es zu beachten

Nicht nur Husten und Fieber machen einem bei einer Erkältung zu schaffen. Die Nase sitzt zu und infolgedessen häufig auch der Kopf. Damit der Schleim flüssig wird, bietet sich eine Nasendusche mit Kochsalzlösung an. Hierfür etwa einen Liter Wasser zum Kochen bringen und zwei gestrichene Teelöffel Koch- oder Meersalz unterrühren.

Die Lösung dann auf 37 Grad herunterkühlen lassen und anschließend durch die Nase einziehen und das Wasser wieder durch die Nase herauslaufen lassen. Um die Schleimhäute nicht gefährdend zu reizen, sollten solche Nasenduschen nur eine Woche lang einmal täglich angewendet werden.

Tee und Hühnersuppe bei Erkältung: Neben Geschmack auch noch anderen Pluspunkt

Die Nase sitzt zu, der Hals ist gereizt und schmerzt. Wirklich Lust auf Essen hat man bei einer Erkältung eher nicht. Eine Hühnersuppe hingegen tut mal ganz gut: Die Hitze sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße weiten und das Gewebe besser durchblutet wird. Auch Sekrete lösen sich dadurch besser und fließen leichter ab. Einen gleichen Effekt hat logischerweise auch ein heißer Tee.

Labortests eines Forscherteams der Universität in Nebraska geben Hinweise darauf, dass Hühnersuppe bei einer Erkältung eine antientzündliche Wirkung habe. Welcher Wirkstoff des Hausmittels jedoch dafür verantwortlich ist, ist noch unklar.

Knoblauch ist eine echte Wunderknolle. Bei einer Erkältung soll er die Atemwege freimachen.

Knoblauch: Wunderknolle lindert Symptome und wirkt vorbeugend

Knoblauch kann entzündungshemmend wirken und ist ein wahres Wundermittel bei Bakterien und Pilzen. Die Krux: Am besten wirkt die Knolle roh – also unverarbeitet. Wer tapfer ist, beißt einmal ab. Das Brennen wird schnell belohnt und die Nasennebenhöhlen werden wieder frei.

Wer proaktiv einer Erkältung vorbeugen will, sollte also regelmäßig frischen Knoblauch verzehren. Und wenn es nicht immer im Salat oder auf der Bruschetta sein soll, kann sich auch eine Suppe oder Soße mit Knoblauch machen.

Welche Hausmittel bei der Erkältung wirklich nützlich sind, hängt von den Symptomen ab. Aber immerhin gibt es bei Erkrankung viele kleine Helfer, die jeder ohnehin im Haus hat.

Rubriklistenbild: © Remy Gabalda/Said Khatib/AFP

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