Wadenwickel und Dampfbad

Erkältung schnell loswerden: Tipps, wie man die Symptome bekämpfen kann

Kalt, dunkel, nass: Der Herbst ist da und mit ihm auch die Erkältungszeit. Aber mit einigen Hausmitteln kann man seine Erkältung schnell loswerden.

Dortmund – Der Herbst hat es sich inzwischen gemütlich in Deutschland gemacht und das nasskalte Wetter begünstigt schnell mal eine fiese Erkältung. Hat man sich die erst einmal eingefangen, kann es teilweise Tage dauern, bis es einem wieder besser geht. Doch es gibt einige Tipps, um den Genesungsvorgang zu beschleunigen.

KrankheitGrippaler beziehungsweise viraler Infekt
SymptomeHalsschmerzen, Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen
BehandlungRuhe, ausreichend Flüssigkeit

Erkältung: Entzündung der oberen Atemwege am besten vorbeugen

Der beste Tipp ist natürlich, erst gar nicht krank zu werden. Tatsächlich kann man das beeinflussen, indem man sein Immunsystem schon vor der Erkältungszeit gezielt stärkt. Das geht am besten mit ausreichend Schlaf, frischer Luft, Wechselduschen und vitaminreicher Ernährung.

Doch auch mit viel Vorbereitung kann es passieren, dass man sich einen nervigen Schnupfen einfängt. Bei einer Erkältung – oder auch grippaler Infekt genannt – handelt es sich um eine Entzündung der oberen Atemwege, sie geht mit Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Heiserkeit einher.

Erkältung, Grippe oder Covid-19 – Infektion mit Coronavirus erkennen

Bevor Patienten mit einer Behandlung beginnen, sollte unbedingt abgeklärt werden, ob es sich um eine Erkältung, eine echte Grippe oder gar um eine Infektion mit dem Coronavirus handelt. Die Erkrankungen können laut Kassenärztlicher Bundesvereinigiung so unterschieden werden:

SymptomCovid-19Grippe (Influenza)Erkältung (grippaler Infekt)
Fieberhäufighäufigselten
Hustenhäufig (trocken)häufigwenig
Müdigkeitmanchmal häufigmanchmal
Kurzatmigkeitmanchmal--
Schnupfenseltenmanchmalhäufig
Halsschmerzenmanchmalmanchmalhäufig
Gleiderschmerzenmanchmalhäufighäufig
Durchfallseltenmanchmal-
Kopfschmerzenmanchmal häufigselten

Erkältung bekämpfen: Gegen die verstopfte Nase hilft ein Dampfbad

Haben sich die verstopfte Nase und die Schmerzen im Hals nun als waschechte Erkältung herausgestellt, können einige Hausmittel die Wehwehchen lindern. Besonders gegen die verstopfte Nase gibt es einfache Hausmittel.

Ist die Nase zu, hilft inhalieren mit warmem Dampf. Öko-Test empfiehlt dazu heißes Wasser mit einem Teelöffel grobkörnigen Salz und einigen Kräutern. Demnach soll Thymian den Schleim lösen, Kamille und Salbei sollen entzündungshemmend wirken. Die Apotheken Umschau hingegen meint, dass die Zugabe von Salzen oder ätherischen Ölen lediglich Geschmackssache sei – Beweise für eine verbesserte Wirkung fehlen demnach.

Erkältung behandeln: Thymiantee gegen trockenen Husten

So oder so, warmer Dampf hilft dabei, Nasensekrete zu lösen und die Schleimhäute abschwellen zu lassen. Dazu einfach – wenn man mag – Salz und Kräuter in einer Schüssel mit heißem Wasser übergießen, den Köpf darüber halten. Am besten ist die Wirkung, wenn man den Kopf und die Schultern mit einem Handtuch bedeckt.

Trockener Husten ist wohl mit einer der nervigsten Symptome einer Erkältung, besonders dann, wenn er uns vom erholsamen Schlaf – der besodners jetzt so wichtig wäre – abhält. Ein einfaches Mittel gegen hartnäckigen Husten soll Thymiantee sein.

Hausmittel bei Erkältung: Thymian, Eukalyptus und Efeu können helfen

Abgesehen davon, dass eine ausreichende Flüssigkeitszunahme besonders bei einer Erkältung wichtig ist, hilft Thymian dabei, den Hustenreiz zu lindern. Thymian oder andere pflanzliche Wirkstoffe wie Eukalyptus oder Efeu können aber auch in Form von Medikamenten eingenommen werden. Entsprechende Mittel gibt es in der Apotheke.

Mit dem Husten kommt oft auch die Heiserkeit. Die Stimme kratzt oder verschwindet irgendwann vollkommen. Wie die Apotheken Umschau berichtet, ist das die Folge einer entzündungsbedingten vorübergehenden Anschwellung der Stimmbänder.

Heiserkeit und Halsschmerzen während einer Erkältung behandeln – Stimme schonen!

Um seine Stimme wiederzufinden, kann es helfen Eiswürfel zu lutschen oder den Kehlkopf mit einem kalten Waschlappen – aber nur kurz – zu kühlen. Das kann helfen, die Stimme wieder zu aktivieren, allerdings nur für eine kurze Zeit.

Damit es nicht zu langfristigen Schäden der Stimmbänder kommt, sollte bei Heiserkeit die Stimme geschont werden. Außerdem sollte der Hals während der Erkältung warm gehalten werden.

Die verhassten Halsschmerzen können während einer Erkältung mit Salbei bekämpft werden. Entweder als Tee oder als Lutschpastillen hilft das Kraut gegen den kratzenden Hals. Auch bei Halsschmerzen wie auch bei Heiserkeit hilft es, so wenig wie möglich und leise wie möglich zu sprechen.

Fieber während einer Erkältung: Nicht angenehm, aber auch nicht immer schlecht

Fieber kann ziemlich unangenehm sein, ist aber nicht immer gleich schlecht. Denn erhöhte Temperatur gehört zu den sinnvollen Abwehrprozessen des Körpers. Steigt die Temperatur allerdings auf über 39 Grad, sollten fiebersenkende Maßnahmen eingeleitet werden.

Hat der Patient oder die Patientin keine kalten Beine oder Hände und auch keine Kreislaufprobleme, sind Wadenwickel eine einfache Möglichkeit, um das Fieber zu senken. Dazu werden Leinen- oder Baumwolltücher mit zimmerwarmen Wasser durchtränkt und leicht ausgewrungen.

Fieber ist nicht immer schlecht, aber wenn es zu hoch ist, muss gehandelt werden.

Fieber bei einer Erkältung mit Wadenwickeln senken

Damit werden die Beine vom Fußgelenk bis zu den Knien eingewickelt. Haben sich die Tücher nach zehn bis zwanzig Minuten erwärmt, sollten die Wadenwickel gewechselt werden. Wadenwickel dürfen nicht zu kalt sein, damit das Blut seine gespeicherte Wärme in die Tücher abgeben kann. Andernfalls ziehen sich die Blutgefäße zusammen.

Darüber hinaus rät die Apotheken Umschau zu Lindenblüten- oder Holundertees. Sie sollen schweißtreibend wirken, allerdings sei das in Studien bislang noch nicht getestet worden (weitere Service-News bei RUHR24.de).

Ist das Fieber sehr hoch, bestehen Atemnot oder starke Schmerzen, treten Krämpfe oder Bewusstseinsverlust auf, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Das gilt auch, wenn der Patient oder die Patientin eine chronisch kranke Person oder ein Kleinkind ist.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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