Vitamin-Bombe ist empfindlich

Erdbeeren richtig lagern: So bleibt das Obst lange frisch

Endlich wieder Erdbeer-Zeit! Doch die kleinen Früchtchen sind wahre Diven, wenn es um die Lagerung geht. Mit diesen Tipps bleiben sie lange frisch.

Dortmund – Es ist wohl die schönste Zeit des Jahres, wenn ab Mai wieder regionale Erdbeeren in den Supermärkten und Discountern zu haben sind, oder direkt vom Feld selber geerntet werden können. Doch Vorsicht: Auch wenn es verlockend ist, die roten Früchtchen in großen Mengen zu kaufen, sollten Verbraucher und Verbraucherinnen bedenken, dass die Erdbeeren nicht einfach zu lagern sind. Wir haben die besten Tipps für lange Beeren-Freude.

PflanzeErdbeere
Wissenschaftlicher NameFragaria
FamilieRosengewächse (Rosaceae)

Erdbeeren lagern: Schon beim Kauf oder der Ernte auf die richtige Beere achten

So schmackhaft sie auch sind, so zickig sind sie was die Lagerung angeht. Erdbeeren kaufen, sich tagelang daran erfreuen und immer mal wieder zugreifen? Fehlanzeige! Die roten Biester sind sehr empfindlich. Einmal nicht richtig aufgepasst, zahlen sie es einem mit unschönen Druckstellen heim und fangen im schlimmsten Fall einfach an zu schimmeln.

Das gilt für Erdbeeren, die aus dem heimischen Garten geerntet wurden wie auch für Beeren, die an einem Erdbeerstand oder im Supermarkt gekauft wurden. Daher ist es noch vor der Lagerung wichtig, überhaupt die richtigen Beeren auszuwählen. Die Erdbeeren sollten gleichmäßig rot, glänzend und prall sein, berichtet unter anderem der NDR. Beeren mit Druckstellen lieber liegen lassen und zu Früchten mit kurzen grünen Stielen und grünen Kelchblättern (ohne weiße Spitze) greifen.

Erdbeeren: Besser zu regionalen Produkten greifen oder gleich selber anbauen

Generell ist es ratsam, zu regionalen Produkten zu greifen. Denn Erdbeeren aus Spanien, Marokko oder Italien haben bereits Ernte- und Transportzeit auf dem Buckel – somit werden sie auch schneller verderben, berichtet Mein schöner Garten. Darüber hinaus kann Importware mit Pestiziden belastet sein – eben um sie für eine längere Zeit haltbar zu machen. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung können dann drei bis zehn Tage zwischen Ernte und Verzehr liegen. Das geht meistens auf Kosten des Geschmacks.

Werden Erdbeeren geschichtet, bekommen sie schnell Druckstellen.

Wer Erdbeeren im eigenen Garten wachsen lässt, hat den Vorteil, die Beeren nach Bedarf pflücken zu können. Denn am Strauch halten die Früchte am längsten frisch. Zudem reifen die Früchte nicht mehr nach, sollten sie zu früh geerntet werden.

Erdbeeren richtig lagern: Sieben goldene Regeln für frische Früchtchen

Sind die Erdbeeren – woher sie nun auch kommen mögen – erstmal in der Küche angekommen, sollten Verbraucher und Verbraucherinnen unbedingt folgende Tipps zur Lagerung beherzigen:

  • Bei Zimmertemperatur verlieren Erdbeeren ihr Aroma und werden schrumpelig. Die roten Früchte sollten daher im Gemüsefach des Kühlschranks bei etwa sechs Grad Celsius gelagert werden.
  • Früchte mit Schäden oder Faulstellen direkt aussortieren.
  • Erdbeeren am besten flächig lagern. Liegen sie in mehreren Schichten, entstehen schnell unschöne Druckstellen.
  • Wichtig: Die Beeren vorher nicht waschen. Die ohnehin schon sehr wasserhaltigen Früchte, werden durch die zusätzliche Feuchtigkeit schnell matschig. Sie verlieren an Aroma und faulen schneller. Daher erst direkt vor dem Verzehr waschen.
  • Die Erdbeeren sollten ihren Blütenstiel bis kurz vor dem Verzehr behalten.
  • Damit die Beeren nicht vorzeitig faulen, sollten sie so trocken wie möglich gelagert werden. Dafür eignet sich eine Pappschale oder ein anderes Gefäß, welches mit Küchenpapier ausgelegt wird. Auch ein Sieb bietet sich an – allerdings können je nach Beschaffenheit die Abtropflöcher zu Druckstellen führen.
  • Sind die Früchte in Plastik verpackt, sollte das direkt entfernt werden – denn unter Frischhaltefolie sammelt sich schnell Feuchtigkeit und die Beeren beginnen schneller zu schimmeln.

Erdbeeren lagern: Einfrieren ist auch eine Möglichkeit

Erdbeeren sind empfindlich, doch für dieses Geschmackserlebnis betreiben wir doch gerne etwas mehr Aufwand, oder? Nach etwa zwei Tagen sollten Verbraucher dann auch zugreifen und die Früchte verspeisen. Ist das nicht möglich, gibt es natürlich noch die Möglichkeit, die Beeren einzufrieren.

Darum lieben wir Erdbeeren

Erdbeeren sind nicht nur süß, aromatisch und erfrischend, sondern auch eine wahre Vitamin-Bombe – noch dazu mit wenigen Kalorien. Also der perfekte Snack. Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt, dass 100 Gramm Erdbeeren sogar mehr Vitamin C enthalten als Zitronen oder Orangen. Eine Schale mit 150 Gramm der Beeren deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Darüber hinaus enthalten sie Folsäure, Vitamine B1 und B2 sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Eisen und Magnesium. Auf 100 Gramm haben Erdbeeren nur 32 Kalorien.

Werden Erdbeeren als ganzes allerdings eingefroren, sind sie nach dem Auftauen meistens matschig. Dennoch können Verbraucher und Verbraucherinnen sie als Eiswürfel im Prosecco oder alkoholfreiem Sommer-Drink nutzen, oder sie zu einem erfrischenden Smoothie pürieren. Natürlich bietet es sich auch immer an, die übriggebliebenen Früchte zu Marmelade einzukochen.

Rubriklistenbild: © Francis Dean/Dean Pictures/Imago

Mehr zum Thema