Kleine Maden

Engerlinge bekämpfen: Hausmittel helfen gegen die Larven im Garten

Engerlinge im Beet sind der Albtraum eines jeden Gärtners. Das kann man bei einem Befall der Erde gegen die Schädlinge tun.

Dortmund – Im Frühjahr werden im Hochbeet wieder kräftig neue Pflanzen ausgesät. Doch man sollte genau aufpassen, was sich in der Erde tummelt, denn bei Larven von Mai- und Junikäfern drohen großen Pflanzenschäden. Wie man Engerlinge identifiziert und wie man die Erde retten kann, berichtet 24garten.de*.

KäferlarvenEngerling
KäferartenMai- und Junikäfer, Gartenlaubkäfer, Rosenkäfer und Nashornkäfer.
Biologische BekämpfungPilze wie Beauveria und Metarhizium

Engerlinge bekämpfen: Vor dem Einpflanzen die Erde nach Schädlingen durchsuchen

Ob an Rosen, Obstbäumen*, Topfpflanzen oder sogar am Gras: Engerlinge sind bei ihrer Nahrung nicht wählerisch. Doch während die Larven der Rosenkäfer laut dem „Mitteldeutschen Rundfunk“ (MDR) besonders im Kompost nützlich sein können, da sie zusätzlich von Pilzen zersetztes Holz fressen und Humus herstellen, sieht es bei den jungen Mai- und Junikäfern anders aus.* Letztere ernähren sich ausschließlich von Pflanzenwurzeln und sollten daher aus der Erde im Hochbeet weichen.

Daher sollte man in einem ersten Schritt, die Larvenart identifizieren: Rosenkäferengerlinge sind hinten dicker als vorne und drehen sich beim Wegkriechen auf den Rücken.

Sie bewegen sich ähnlich wie eine Raupe*. Stattdessen krabbeln Mai- und Junikäferengerlinge in Seitenlage oder auf dem Bauch. Zudem sind sie hinten und vorne gleich dick. Alle Arten haben die typisch C-förmige, gelblich-weißliche Erscheinungsform mit drei geknickten Brustbeinpaaren.

Engerlinge im Garten loswerden: Das hilft gegen die Larven des Mai- und Junikäfers

Nicht nur aufgrund des hohen Ekel-Faktors, sondern auch weil die Maden den Blumen und Stauden Schaden zufügen, sollte man die Engerlinge entfernen. Einzig wenn man im Komposthaufen* Rosenkäferengerlinge findet, kann man diese getrost dem Humus überlassen. Bei allen anderen gilt:

  • Ein dunkler Garten* ist uninteressant für Käfer und sie legen ihre Eier womöglich im beleuchteten Nachbargarten ab.
  • Lockere Erde ist ebenfalls uninteressant für Käfer* und ihre Larven.
  • Ist das Beet jedoch bereits befallen, muss man die Tiere mit der Hand einsammeln. Dafür lockt man diese wie folgt an die Erdoberfläche: Die Erde stark gießen – das simuliert Regen und die Engerlinge bewegen sich nach oben.
  • Alternativ kann man die Erde auch vorsichtig umgraben und so auf die Suche nach den Larven gehen.
Engerlinge sind unliebsame Schädlinge im Garten. So wird man sie los.

Auch um den Engerlingen vorzubeugen, gibt es einige Tipps, Tricks und Hausmittel im Garten*. So sollen die Larven beispielsweise einige Pflanzen nicht besonders gerne haben. Die Wurzeln von Knoblauch, Rittersporn und Geranien sind giftig für Engerlinge. Wer sie im Garten pflanzt, hält Engerlinge auf natürliche Weise fern.

Engerlinge im Garten nicht töten: Bekämpfung laut Gesetz verboten

Man sollte die Larven nicht zwangsläufig töten, sondern auf einer weit entfernten Wiese aussetzen. Auch Gartenbewohner wie der Igel, Vögel, Mäuse, Maulwürfe, Waschbären* und Fledermäuse fressen liebend gerne Engerlinge.

Denn Achtung, es ist außerdem verboten, einige Arten der Schädlinge im Garten* zu töten. So gelten die Engerlinge der Rosen- und Nashornkäfer gemäß der Bundesartenschutzverordnung als „besonders geschützte“ Arten. Sie dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nicht gefangen, verletzt, getötet werden. Sonst kann mitunter ein Bußgeld für die Gartenarbeit* drohen.  *24garten.de ist wie RUHR24 ein Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Blickwinkel/Imago

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