Auch für Rentner

Energiepauschale ab September: Dank Trick bekommt jeder die 300 Euro

Die Energiepauschale ist Teil des Entlastungspakets. Wann wird sie ausgezahlt? Und: Mit einem Trick können sich auch Rentner die 300 Euro sichern. 

Berlin/München – Voraussichtlich im September sollen einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen eine sogenannte Energiepreispauschale erhalten. Im Rahmen eines Energie-Entlastungspakets hat die Bundesregierung beschlossen, dass jeder, der auch Einkommensteuer zahlt, 300 Euro erhalten soll.

Maßnahme der BundesregierungEntlastungspaket 2022
UrsacheU.a. Belastungen durch Inflation, Ukraine-Krieg und Corona-Krise
Inhaltz.B. 9-Euro-Ticket, Tankrabatt, Energiepauschale, Kinderbonus

Energiepauschale: Rentner gehen im Normalfall leer aus

Nach dem 9-Euro-Ticket und dem Tankrabatt nun auch die Energiepauschale: Ausgezahlt werden soll der Bonus über das Gehalt und wird auch entsprechend versteuert, berichtet Merkur.de. Doch so toll das auch klingt – der Vorschlag zur Extra-Zahlung ist hochumstritten. Denn die meisten Rentner sind nicht steuerpflichtig und gehen bei den Plänen zur Energiepreispauschale leer aus.

Doch es gibt einen Lifehack, wie sich auch Ruheständler die Energiepauschale sichern können. Eigentlich ist der ganz einfach: Betroffene Rentner müssen nur einen einzigen Tag im Jahr 2022 zum Beispiel als Minijobber arbeiten.

Die CDU-Finanzexpertin Antje Tillmann erklärt Bild, wie der Trick funktioniert: „Es reicht aus, dass zum Beispiel ein Rentner einmal im Jahr 2022 eine Stunde auf seinen Enkel aufpasst und dafür von seinen Kindern 12 Euro Mindestlohn im Rahmen eines Minijobs oder aus selbständiger Tätigkeit erhält. Im Anschluss gibt er diese Einkünfte in der Steuererklärung an, bekommt die Energiepreispauschale im Mai 2023 ausbezahlt.“

Energiepauschale ab September: Dank Trick bekommt jeder die 300 Euro

Wer also trotz Rente bei der Minijob-Zentrale für einen 450-Euro-Job gemeldet war oder „selbstständige Arbeit“ in der Steuererklärung angibt, erhält auch die 300 Euro. Selbst das Finanzministerium bestätigt, dass so auch Ruheständler an das Geld kommen können.

„Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung eines Arbeitsverhältnisses zwischen Angehörigen ist aber in jedem Fall, dass es ernsthaft vereinbart und entsprechend der Vereinbarung tatsächlich durchgeführt wird“, heißt es in der Stellungnahme gegenüber Bild.

Noch 2022 soll im Rahmen des Entlastungspakets die Energiepreispauschale ausgezahlt werden.

Wichtig ist also, dass nachgewiesen werden kann, dass das „Gehalt“ auch wirklich ausbezahlt wurde. Am besten wird also per Überweisung gezahlt, somit kann dann ein Kontoauszug vorgelegt werden. Das gilt auch, wenn lediglich auf die Enkel aufgepasst und dies als Minijob bezahlt wurde.

Rubriklistenbild: © Fotostand/K. Schmitt/Imago

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