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Steuer-Trick für Stromkosten: Bis zu 600 Euro lassen sich absetzen

Vor allem Strom und Energie werden teurer. Doch Verbraucher können sich Geld bei der Steuer zurückholen.

Dortmund – Angesichts der Gaskrise und der steigenden Energiepreise machen sich derzeit wohl viele Gedanken, wie sie Kosten einsparen können. Tricks können bei Elektrogeräten, wie beispielsweise dem Kühlschrank, schon helfen. Besonders effektiv kann es aber sein, die Kosten für Energie einfach bei der Steuererklärung zurückzuholen.

Energiekosten sparen und zurückholen: Was bei der Steuer möglich ist

Allerdings kann man nicht einfach die Stromrechnung zum Finanzamt schicken und darauf hoffen, dass dieses die Kosten übernimmt. Auch nicht alle Arbeitnehmer können auf eine Rückzahlung hoffen. Betroffen sind vor allem diejenigen, die im Homeoffice arbeiten und demnach auch zu Hause Strom und andere Energie für die Arbeit verbrauchen.

Möglich macht das die sogenannte Homeoffice-Pauschale oder ein Arbeitszimmer, das steuerlich geltend gemacht werden kann. Erstere gibt es seit 2020, wie Chip berichtet. Dabei können für insgesamt 120 Homeoffice-Tage jeweils 5 Euro Werbungskosten angesetzt werden. Schöpft man diese 120 Tage komplett aus, würden sich so schon 600 Euro ergeben.

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass diese Homeoffice-Pauschale dann zu der Werbungskostenpauschale von 1000 Euro zählt. Für die Steuererklärung kann es außerdem sinnvoll sein, sich eine Bescheinigung vom Arbeitgeber aushändigen zu lassen. Hier sollte erfasst sein, an wie vielen Tagen im Homeoffice gearbeitet wurde. Freiberufler, Auszubildende, Studierende und Selbstständige können die Pauschale übrigens auch nutzen.

Kosten von der Steuer absetzen: Bei Energie und Strom kann es sich richtig lohnen

Noch mehr lohnen soll es sich allerdings, wenn man ein komplettes Arbeitszimmer steuerlich geltend machen kann. Hier sind bis zu 1.250 Euro möglich. Hier müssen aber auch mehrere Voraussetzungen passen.

So muss das Arbeitszimmer Teil des Hauses beziehungsweise der Wohnung sein und ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt werden. Es sollte räumlich abtrennbar sein, etwa durch eine Tür.

Außerdem muss das Arbeitszimmer der „Mittelpunkt“ des Arbeitsalltags sein. Das bedeutet, dass es für Lehrer und Außendienstler nicht infrage kommt, das Zimmer steuerlich geltend zu machen (mehr Lifehacks bei RUHR24 lesen).

Wer im Homeoffice arbeitet, kann sich einige Kosten über die Steuererklärung zurückholen.

Arbeitszimmer steuerlich geltend machen: So funktioniert es

Wer die Bedingungen für ein häusliches Arbeitszimmer erfüllt, kann sogar noch mehr Kosten geltend machen. Anteilig nach Fläche im Verhältnis zur restlichen Wohnung können dann Miete, Wasser, Strom, Heizung, Reinigung, Versicherungen, Reparatur und generelle Instandhaltung steuerlich geltend gemacht werden.

Komplett abgesetzt werden können sogar Kosten für Büromöbel, Lampen, Teppiche oder Renovierungen des Arbeitszimmers. Teurere Arbeitsgeräte wie etwa Laptops werden über die Nutzungsdauer angerechnet, also meistens auf mehrere Jahre gesplittet.

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago

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