Kriminelle sind unterwegs

Betrug beim Online-Shopping: Zoll warnt vor falschen Mails

Beim Online-Shopping und dem Kontrollieren der Mails sollten Kunden wegen Betrügern aktuell vorsichtig sein.
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Beim Online-Shopping und dem Kontrollieren der Mails sollten Kunden wegen Betrügern aktuell vorsichtig sein.

Der Zoll hat eine Warnung vor falschen E-Mails im Zusammenhang mit dem Online-Shopping herausgegeben. Äußerste Vorsicht ist geboten.

  • Wer oft online einkauft, sollte aktuell besonders gut auf seine E-Mails achten.
  • Betrüger verschicken Nachrichten zu versendeten Paketen.
  • Doch das ist nicht die einzige Masche der Kriminellen, vor denen der Zoll nun warnt.

Dortmund/Nordrhein-Westfalen - Wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus bestellen Kunden oftmals online, anstatt im Laden zu kaufen. Doch davor warnt nun der Zoll. Denn hinter scheinbar harmlosen Mails können sich Betrüger verstecken.

Betrug beim Online-Shopping: Betrüger verschicken falsche Paket-Mails

Es hört sich erstmal leicht an: Statt sich über Atemschutzmaske, Mindestabstand und Schlange stehen am Eingang der Geschäfte zu ärgern, sind die benötigten Artikel mit wenigen Klicks online gekauft. Allerdings sollten Kunden bei den Mitteilungen des Lieferdienstes, der die Ware verschickt, genauer hinschauen.

Denn aktuell verschicken Betrüger E-Mails zu einem angeblich bestellten Paket, warnt der Zoll. Die Mailadresse des Absenders soll angeblich zu einem Postdienstleister gehören. Der Betreff der E-Mail lautet: 

  • "Fwd: Paketbenachrichtigung: REGIONAL CUSTOMS DIRECTORATE"

Auch eine Paketverfolgungsnummer soll die Mail enthalten. So haben aufmerksame Personen den Code RS20201990654791 angegeben, der bislang immer von den Betrügern verwendet wurde, wie der Zoll in einer Pressemitteilung schreibt. Das sollen bereits zahlreiche betroffene Personen den Beamten mitgeteilt haben.

Kriminelle aktuell aktiv: Zoll warnt vor Betrug bei Prepaid-Zahlung

In der Mitteilung werden die Kunden dazu aufgefordert Zahlungen von Steuern und Zoll zu tätigen. Doch das ist noch nicht alles. Für die Bezahlung sollen Empfänger der Nachricht anonyme Prepaid-Dienstleister nutzen.

Dass das ein gefährlicher Betrug ist, stellt Ruth Haliti, die Sprecherin des Zollkriminalamtes in Köln klar: "Die deutsche Zollverwaltung fordert niemals die Zahlung von Einfuhrabgaben über Prepaid-Zahlungsdienstleister an!" 

Fiese Betrugsmaschen per Mail - Achtung bei diesen Mitteilungen

Achten sollen Personen aber auch auf angebliche E-Mails vom Zoll, wie es in der Pressemitteilung heißt. Dort sollen die Betroffenen ebenfalls zu "ungerechtfertigten Zahlungen per Prepaid-Zahlungsdienstleister" aufgefordert sein.

Payback-Kunden ärgern sich aktuell über den Diebstahl von gesammelten Punkten durch Betrüger.

Auch die Verbraucherzentrale NRW warnt immer wieder vor Betrügern im Internet. So haben sich zuletzt zahlreiche Kunden über den Diebstahl von Payback-Punkten beschwert. Ihre Punkte wurden gegen keine Ware eingetauscht.

Zudem verschaffe sich die Schadsoftware Emotet Zugriff auf den Mail-Account, um unbemerkt auf Mails zu antworten und Anhänge weiterzuleiten.

Im Video: Polizei warnt: Betrug bei Flugstornierungen im Internet

Auch wer aktuell geplant hat, in den Urlaub zu fliegen, sollte aufpassen. Denn es sind falsche Stornierungen von Flügen im Umlauf.

Abzocke nicht nur per Mail: Auch diese Betrugsmasche ist gefährlich

Doch nicht nur digital, sondern auch auf anderem Wege sind Betrüger im Moment aktiv. Auch per Telefon können Personen ihnen ungewollt in die Falle tappen. Nehmen die Betroffenen den Hörer ab, startet eine automatische Bandansage, in der die Angerufenen zu einer Zahlung aufgefordert werden. Da Grund scheint skurril.

Bei den Personen wird vermittelt, "dass ein Vollstreckungsbeschluss des Zolls vorliege", heißt es in der Pressemitteilung. Um ein Gerichtsverfahren zu verhindern, sollen Zahlungen auf ein Treuhandkonto geleistet werden. Der Zoll stellt aber klar, dass er sich "auch in seinen Vollstreckungsaufträgen niemals solcher Bandansagen bedient". Wer einen Betrugsversuch entdeckt, sollte das umgehend den Beamten mitteilen.

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