Sorge vor Winter

Elektroheizungen kaufen ist wenig sinnvoll – großer Nachteil trotz Gas-Krise

Die Sorge vor Gasknappheit im Winter treibt bereits jetzt schon viele Menschen in die Baumärkte. Unterschiedliche Heizgeräte landen dabei im Wagen.

Dortmund – Eigentlich ist bei den sommerlichen Temperaturen gegenwärtig Schwitzen angesagt. Doch Ventilatoren sind aktuell nicht die gefragtesten Artikel im Baumarkt. Wie die Tagesschau berichtet, ist der Ansturm auf mobile Heizgeräte groß. Allerdings stellen die Elektro-Heizungen keine sehr kostengünstige Alternative dar. Im Notfall können sie jedoch für warme Raumtemperaturen sorgen.

HeizgeräteMobile Elektro-Heizungen
Verkäuferu.a. Baumärkte
GrundSorge vor Stopp der Gaslieferungen aus Russland

Gasheizung-Alternative: Elektro-Heizungen gefragter denn je – Wie funktioniert das Heizen mit Strom?

In vielen Baumärkten sind mobile Heizungsgeräte bereits ausverkauft. Mitten im Sommer treffen viele schon Vorsorge für den kommenden Winter und einem möglichen Lieferungsstopp von Gas aus Russland. Zwar können die mobilen Heizgeräte für Wärme sorgen, sie haben allerdings auch einen Nachteil – sie gelten als Stromfresser. Doch welche Modelle von Elektro-Heizungen gibt es genau?

  • Radiatoren erwärmen die Luft und geben Strahlungswärme ab. Mithilfe eines Aggregators sind sie mobil einsetzbar und funktionieren je nach Typ durch die Erhitzung von Öl, Wasser oder Gas im Inneren des Geräts. Radiatoren haben eine längere Aufheizphase und geben die Wärme an nahliegende Möbel und Gegenstände im Raum ab. Damit besteht zwar kein elektrisches Luftgebläse, jedoch fällt die Wärmeabgabe eher punktuell in der Umgebung aus.
  • Heizlüfter geben Wärme durch ein integriertes Gebläse ab und sind dadurch häufig deutlich lauter. Allerdings bietet eine durch die Luft verteilte Wärme den Vorteil, dass sich Räume recht schnell erwärmen lassen. Sie wirbeln jedoch auch mehr Staub auf als Radiatoren.
  • Konvektoren erwärmen kalte Luft durch Strömung, auch Konvektion genannt. Die Luft im Raum wird vom Gerät eingesogen und im Inneren erwärmt. Die warme Luft wird anschließend abgegeben und steigt aufgrund der Thermik nach oben. Das Gerät heizt den Raum also dauerhaft auf, indem kühle Luft aus dem unteren Bereich des Raumes eingesaugt und erwärmt wird.
ie Angst vor Gas-Engpässen im kommenden Winter sorgt mitten im Sommer für einen Nachfrageboom bei Heizlüftern.

Gasheizung-Alternative: Mobile Elektro-Heizung haben einen klaren Nachteil

Das Vergleichsportal Verivox gibt an, dass das Heizen mit einer Elektro-Heizung um ein vielfaches teurer ist als die Nutzung von Gasheizungen. Die Kosten für eine Kilowattstunde Erdgas lag laut Verivox im ersten Halbjahr 2022 durchschnittlich bei etwa 14 Cent. Der Strompreis hingegen fällt mit 40 Cent je Kilowattstunde deutlich teurer aus (mehr Service-Themen bei RUHR24).

Anhand eines Beispiels lässt sich dieser Unterschied festmachen: Die durchschnittlichen Stromkosten belaufen sich bei einem Einfamilienhaus jährlich auf etwa 1.206 Euro. Wenn eine Familie mit Strom heizen würde, fielen die Stromkosten mit 4.810 Euro im Jahr um ein vielfaches höher aus, so der Tagesspiegel. Damit würden sich die Stromkosten eines Einfamilienhauses mit Stromheizungen nahezu vervierfachen.

Heizen mit Elektrogeräten sollte nur eine Notlösung sein. Es ist derzeit rund drei Mal so teuer wie das Heizen mit Gas.

Das Heizen mit Elektro-Heizungen ist daher deutlich teurer als Heizen mit Gas. Gegenwärtig befindet sich der Strompreis in Deutschland allerdings zusätzlich auf einem hohem Niveau. Mobile Heizungen bieten für begrenzte Wohnflächen zwar Wärme, Verbraucher müssen jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen, um die Stromkosten zu decken. Damit sich die Kosten am Jahresende nicht weiter erhöhen, empfiehlt es sich Strom einzusparen.

Wer überlegt von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umzusteigen, sollte einige Hinweise beachten. Denn nicht für jedes Haus ist eine Wärmepumpe geeignet.

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