ADAC warnt

Eiskratzen am Auto: Mit diesen Tricks droht ein saftiges Bußgeld

So langsam beginnt für viele Autofahrer wieder die Zeit, in der sie morgens ein paar Minuten früher aufstehen. Denn die Autoscheiben müssen von Eis befreit werden.

Deutschland – Wer nicht das Glück hat, eine Garage zu besitzen, kennt das Problem: Im allmorgendlichen Stress vor der Arbeit müssen die Autoscheiben noch schnell freigekratzt werden. Für das Eiskratzen sollte man sich trotz möglichem Termin-Druck aber genug Zeit lassen – denn wer unsauber arbeitet, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Straßenverkehrs-Ordnung kurz: StVO
GeltungsbereichBundesrepublik Deutschland
RechtsmaterieVerkehrsrecht

Autoscheibe vollständig von Eis befreien – beim „Guckloch“ nach dem Eiskratzen droht ein Bußgeld

Es gibt fast nichts Lästigeres, als morgens müde und gestresst in der klirrenden Kälte am Auto Eis zu kratzen. Viele Fahrer, die es morgens eilig haben, kratzen daher einfach nur ein „Guckloch“ frei, um Zeit zu sparen.

Dieser vermeintliche Trick ist allerdings keine gute Idee: Denn wie der ADAC erklärt, muss die komplette Scheibe von Eis befreit sein – ansonsten droht ein Bußgeld von 10 Euro.

Autoscheibe freikratzen – ein „Guckloch“ reicht nicht. (Symbolbild)

Morgendliches Eiskratzen – das Auto muss auch schneefrei sein

Ebenso muss auch das komplette Auto von Schnee befreit werden. Andere Autofahrer dürfen während der Fahrt nicht nur Schnee behindert werden, der vom Wagen weht. Wie Bußgeldkatalog.org zu entnehmen ist, werden im Winter 2021/22 für diesen Verstoß 25 Euro fällig.

Bekanntlich sollte auch das Kennzeichen unbedingt von Schnee befreit werden. Wer das vor der Fahrt vergisst, muss immerhin noch mit 5 Euro Bußgeld rechnen.

Eiskratzen am Auto – der ADAC empfiehlt einfache Kunststoffeiskratzer

Um nicht ewig an den Scheiben herumzukratzen, gibt es im Handel beispielsweise das übliche Enteiserspray, das die Scheibe relativ schnell von Schnee und Eis befreit.

Wer aus Umweltgründen lieber auf Handarbeit statt Chemie setzt, sollte einen Eiskratzer aus Kunststoff wählen, rät der ADAC. Denn Tools aus Metall könnten die Scheibe zerkratzen. Gleiches gelte auch für die vermeintlich praktischen, elektrischen Eiskratzer, die es mittlerweile gibt (weitere Lifehacks bei RUHR24).

Autoscheiben von Eis befreien – den Motor im Stand laufen lassen kostet 80 Euro

Apropos Umwelt: Um die Scheiben schnell freizubekommen, gibt es den beliebten Trick, einfach den Motor laufen zu lassen. Denn durch die Heizung sowie die Lüftung schmilzt das Eis.

Das klingt praktisch, ist aber nach Paragraf 30 Absatz 1 StVO verboten, mahnt der ADAC. Denn das Warmlaufenlassen des Motors im Stand schade nicht nur der Umwelt, sondern mache auch unnötig Lärm. Laut Bußgeldkatalog müssen Autofahrer bei diesem Verstoß mit einem Bußgeld von 80 Euro rechnen.

Autoscheiben von Eis befreien – ein gewisser Aufwand ist unvermeidbar

Statt auf solche vermeintlich zeitsparende, aber verbotene Tricks zu setzen, kann man dem Problem vorbeugen. Eine einfache Möglichkeit, um vereiste Scheiben zu vermeiden, sind beispielsweise spezielle Abdeckungen für die Windschutzscheibe. Allerdings kosten diese am Vorabend etwas Aufwand.

Daneben gibt es auch einige Lifehacks, die das Ganze erleichtern sollen. Aber auch solche Kniffe kosten Zeit. Bußgeldkatalog.org kommt beim Thema „Auto winterfest machen“ insgesamt zu dem Fazit, dass sich das morgendliche Scheibekratzen als „Begleiterscheinung des Winters“ oftmals einfach nicht vermeiden ließe.

Rubriklistenbild: © Fleig/Eibner-Pressefoto/picture alliance

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