Hersteller erneut insolvent

Einzelhändler eigentlich pleite – jetzt erwartet Kunden plötzliche Rettung

Der nächste Einzelhändler hat Insolvenz angemeldet. In diesem Fall soll es allerdings Hoffnung für die Produkte geben.

Dortmund – Für Unternehmen und Hersteller ist es offenbar keine einfache Zeit. So steht derzeit eine traditionelle Bier-Brauerei vor dem Aus. Auch ein Lebensmittelhändler hat sich überraschend insolvent gemeldet. Mit Leysieffer trifft die Zahlungsunfähigkeit einen weiteren Händler, doch es gibt offenbar Hoffnung.

UnternehmenLeysieffer GmbH & Co. KG.
Gründung1909
MitarbeiterKnapp 200 (Juli 2022)

Leysieffer ist insolvent: Firma könnte trotzdem erhalten bleiben

Denn nach Angaben des Insolvenzverwalters des Unternehmens, Stefan Meyer, könnte die Marke erhalten bleiben. Denn der Logistikdienstleister Zeitfracht hat Leysieffer übernommen, wie die Lebensmittel Zeitung berichtet. Dabei seien auch alle knapp 180 Angestellten an den Standorten Sylt, Hamburg und Bremen übernommen worden. Der Kaufpreis und weitere Details sind allerdings nicht bekannt.

Grundsätzlich sei es Zeitfracht aber ein Anliegen, die Marke zu erhalten. „Leysieffer hat sich über Jahrzehnte mit einer geschickten Produktauswahl, liebevoller Manufaktur-Produktion und einem exzellenten und kundennahen Service einen sehr guten Namen erarbeitet“, meint Maren Wolters, Vorstandsmitglied bei Zeitfracht. Die beiden Unternehmen hätten vor allem die Gemeinsamkeit, dass beide auf eine lange Tradition zurückblicken.

Der Schokoladenhersteller Leysieffer ist eigentlich insolvent.

Einzelhändler vor der Pleite bewahrt: Zeitfracht übernimmt Leysieffer

Leysieffer hatte erst im Frühjahr 2020 nach einem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung neu gestartet – wegen der coronabedingten Einschränkungen seien die Ausgangsbedingungen dafür aber schlecht gewesen. Das Unternehmen stellt neben Schokolade und Pralinen auch Fruchtaufstriche her und betreibt insgesamt zwölf Geschäfte.

Die Zeitfracht-Gruppe ist ein Familienunternehmen im Bereich Logistik und Handel in der dritten Generation. Sie beschäftigt mehr als 6300 Beschäftigte.

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