Energiepreispauschale

200 Euro Einmalzahlung kommt 2023 – Studenten müssen Antrag stellen

Auch Studenten und Fachschüler sollen eine Einmalzahlung von 200 Euro erhalten. Erste Details zur Umsetzung stehen nun fest.

Update: Montag (21. November), 8.30 Uhr: Wie das Bundesbildungsministerium am Freitag (18. November) mitteilte, hat das Bundeskabinett den entsprechenden Gesetzentwurf zur Energiepreispauschale für Studierende und Fachschüler jetzt beschlossen. Anders als beispielsweise bei der Pauschale für Rentner muss die Zahlung allerdings beantragt werden.

200 Euro Energiepauschale für Studenten: Wer Anspruch hat

Anspruch auf die steuerfreie Einmalzahlung von 200 Euro haben laut Ministerium sämtliche Studierende, die zum 1. Dezember an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind. Das gelte ebenso für ausländische Studierende, die in Deutschland studieren.

Zudem können auch Teilzeitstudierende, Promotionsstudierende oder Studenten im Urlaubssemester die Energiepauschale beantragen. Ebenso anspruchsberechtigt sind darüber hinaus Fachschüler und Berufsfachschüler, wenn sie einen mindestens zweijährigen Abschluss anstreben und zum 1. Dezember an einer Ausbildungsstätte in Deutschland gemeldet sind.

Einmalzahlung für Studenten: Wann und wie wird das Geld ausgezahlt?

Wie bereits erwartet, wird die Auszahlung aber nicht mehr im Dezember erfolgen. Laut Bundesbildungsministerium solle sie Anfang 2023 starten und „noch im Winter“ umgesetzt werden. Ein genauer Termin steht dabei weiterhin nicht fest.

Ganz wichtig zu wissen: Wer die Zahlung erhalten will, muss einen entsprechenden Antrag stellen. Bund und Länder planen dazu eine digitale Plattform, die allerdings noch nicht fertiggestellt ist.

Wie Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) erklärt, arbeite man „mit Hochdruck an der Umsetzung“. Bislang (Stand 21. November) ist die Beantragung der 200 Euro aber folglich noch nicht möglich. 

Einmalzahlungen erst Anfang 2023: Studenten müssen sich gedulden

Die Herausforderung bei der Umsetzung: Anders als bei anderen Personengruppen, kann die Energiepauschale nicht einfach überwiesen werden, da die Bankverbindungen vieler Studenten, die kein BAföG beziehen, nicht bekannt sind. Das Portal studis-online.de hatte bereits im September auf diesen Umstand hingewiesen.

Studenten hatten allerdings ebenfalls auf den Heizkostenzuschuss von 230 Euro warten müssen, der automatisch überwiesen wurde, aber nur den BAföG-Empfängern zugutekam. Studierende, die BAföG beziehen, werden übrigens voraussichtlich Anfang 2023 doppelt profitieren. Denn sie sollen dann neben der Energiepauschale einen zweiten Heizkostenzuschuss in Höhe von 345 Euro erhalten.

Erstmeldung: Freitag (9. September), 9.30 Uhr: Deutschland – Mit insgesamt 65 Milliarden fällt das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung üppiger aus als die beiden Pakete zuvor. So kamen das erste und zweite Entlastungspaket zusammen nur auf eine Gesamtsumme von 30 Milliarden Euro. An den bisherigen Maßnahmen war kritisiert worden, dass Rentner und Studierende bei der Energiepauschale nicht berücksichtigt wurden. Das soll sich mit dem dritten Paket nun ändern: Auch diese Personengruppen werden eine Einmalzahlung erhalten.

Drittes EntlastungspaketMaßnahmenpaket des Bundes zur Sicherung einer bezahlbaren Energieversorgung und zur Stärkung der Einkommen
Koalitionsausschuss3. September 2022
Gesamtvolumen65 Milliarden Euro

Drittes Entlastungspaket: Rentner und Rentnerinnen erhalten einmalig 300 Euro

Laut Beschlusspapier des Koalitionsausschusses sollen Rentner eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro erhalten. Der Betrag wird zum 1. Dezember 2022 ausgezahlt.

Die Auszahlung erfolgt über die Deutsche Rentenversicherung. Die Ampelregierung erklärt dazu, es werde sichergestellt, dass keine Doppelzahlungen erfolgten.

Weiter heißt es im Beschlusspapier, der Bund werde eine entsprechende Zahlung „auch für die Versorgungsempfänger und -empfängerinnen des Bundes leisten“. Bedeutet: Beamten und Beamtinnen im Ruhestand erhalten die Energiepauschale ebenfalls.

Energiepauschale auch für Rentner und Rentnerinnen steuerpflichtig

Wichtig zu wissen: Ebenso wie für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ist die Energiepauschale auch für Rentner und Rentnerinnen einkommensteuerpflichtig.

Senioren, die nur wenig Rente bekommen, profitieren dementsprechend mehr. Denn niedrigere Renten werden geringer besteuert (mehr Service-News bei RUHR24).

Drittes Entlastungspaket – Studierende erhalten Einmalzahlung von 200 Euro

Auch Studentinnen und Studenten sowie Fachschülerinnen und Fachschüler werden im dritten Entlastungspaket berücksichtigt. Sie sollen eine Einmalzahlung von 200 Euro erhalten. Der Bund will die Kosten dafür tragen.

Bei der Auszahlung im September im Zuge des zweiten Entlastungspaketes waren zuvor nur Werkstudenten sowie Studierende mit einem Nebenjob berücksichtigt worden. Darüber hinaus hatte es für BAföG-Empfänger einen Heizkostenzuschuss gegeben.

Einmalzahlung für Studenten: Deutsches Studentenwerk sieht Luft nach oben

Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Matthias Anbuhl, nannte die jetzt beschlossenen Zahlungen an sämtliche Studierende einen „wichtigen Baustein“. Es müssten aber weitere Unterstützungen folgen, denn „das Ende der Fahnenstange“ sei noch nicht erreicht.

Stellen das Entlastungspaket vor: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, 2.v.l.), Omid Nouripour (l), Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Saskia Esken (r), Bundesvorsitzende der SPD, sowie Christian Lindner, FDP-Bundesvorsitzender und Bundesminister der Finanzen.

Zugleich betonte das DSW, die Zahlungen müssten nun „rasch auf den Konten“ der Studenten ankommen. Insbesondere Studierende mit eigener Wohnung bräuchten das Geld „so schnell es geht“.

Einmalig 200 Euro für Studenten – Bundesregierung lässt Fragen offen

Konkrete Details zur Auszahlung an Studierende stehen dabei noch gar nicht fest. Die Bundesregierung erklärt dazu lediglich, man werde mit den Bundesländern besprechen, „wie die Auszahlung schnell und unbürokratisch vor Ort erfolgen kann.“

Das Portal studis-online.de weist in diesem Zusammenhang bereits darauf hin, dass die Bankverbindungen vieler Studenten, die kein BAföG beziehen, nicht bekannt seien. Die genaue Umsetzung sei daher noch fraglich und höchstwahrscheinlich „gar nicht so einfach“. Denkbar sei beispielsweise, dass Studierende vorab einen Antrag stellen müssten, um die Zahlung zu erhalten.

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