Tipps für Covid-19-Schutz

Coronavirus und Einkaufen: Ansteckungsrisiko im Supermarkt - diese fünf Fehler können zu einer Infektion führen 

Beim Einkaufen ist eine Ansteckung mit dem Coronavirus bei mangelnder Hygiene möglich. So schützt man sich vor Covid-19 im Supermarkt.

  • Wegen des Coronavirus müssen Supermärkte strenge Hygienevorschriften beachten.
  • Doch Kunden können sich durch die Vermeidung von Fehlern auch gut selbst schützen.
  • Wir sagen euch, worauf ihr beim Einkaufen während der Covid-19-Pandemie achten müsst.

Dortmund - Wegen der Coronavirus-Pandemie* müssen Supermärkte derzeit auf wichtige Hygienevorschriften achten und gesetzliche Vorgaben einhalten. Doch wie sieht es mit dem Eigenschutz aus? Auch beim Einkaufen kann man Fehler machen, die es aufgrund des Infektionsrisikos zu vermeiden gilt, berichtet RUHR24.de*.

Coronavirus: Einkaufen unter strengen Hygiene und- Sicherheitsvorschriften

In den vergangenen Wochen wurden die Maßnahmen zum Infektionsschutz in deutschen Supermärkten immer strenger. Mittlerweile darf man Läden nur noch mit Einkaufswagen betreten, muss Sicherheitsabstand an den Kassen halten und, wenn es geht, bargeldlos bezahlen (alle Artikel zum Coronavirus in NRW bei RUHR24*).

Diesen Regeln muss nachgekommen werden, um eine gesunde Ernährung in der Coronavirus-Zeit und im Homeoffice sicherzustellen. Wer dem nicht nachkommt, muss damit rechnen, den Supermarkt verlassen zu müssen. Klingt eigentlich simpel - doch reichen die Maßnahmen der Einzelhändler aus? Nein, findet die Online-Plattform Utopia und hat fünf Fehler herausgesucht, die jeder beim Einkaufen vermeiden sollte, um sich und andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus* zu schützen.

Coronavirus: Einkaufen mit Gummihandschuhen ist nicht sinnvoll

Fehler Nummer eins: Gummihandschuhe tragen. Viele Menschen denken während der Coronavirus-Pandemie, dass sie mit Einmalhandschuhen besonders vor dem Erreger Sars-CoV-2* geschützt sind. Immerhin würden Ärzte und Krankenschwestern sie ebenfalls tragen.

Doch falsch gedacht. Laut dem Arzt Dr. Marc Hanefeld werden die Gummihandschuhe im Alltag schnell porös und damit durchlässig für Keime aller Art. Bakterien und Viren können sich zwischen Plastik und Haut besonders schnell vermehren. Die Folge: eine höhere Infektionsgefahr als vorher. 

Wer sich wirklich vor Krankheitserregern schützen will, wäscht sich vor und nach dem Einkaufen die Hände. Ins Gesicht fassen und das Berühren des Handys (Achtung Keimschleuder!) sind Tabu.

Coronavirus: Einkaufen zur falschen Zeit vermeiden

Fehler Nummer zwei: In überfüllten Läden einkaufen. Vor allem zur Mittagszeit und nach dem Feierabend (zwischen 16 und 18 Uhr) ist es in den Supermärkten besonders voll, auch wenn die Supermärkte in der Coronavirus-Krise digitale Einlasskontrollen testen, damit nicht zu viele Kunden auf einmal einkaufen. Oft ist es schwierig, ausreichend Abstand zu halten.

Wer das vermeiden möchte, kauft in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend ein.Das gilt auch für volle Einkaufs-Center wie dem Centro oder die Thier-Galerie, die seit dem 20. April wieder die Massen anlocken. Viele Läden haben heutzutage bis 22 Uhr auf - das kann man während der Coronavirus-Pandemie gerne mal ausnutzen.

Coronavirus: Hygieneregeln selber nicht einhalten

Fehler Nummer drei: Man selbst hält die Hygienevorschriften nicht ein. Das passiert schnell, vor allem wenn man im Stress ist. Sollte es aber nicht, wenn man Infektionen vermeiden will. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt fürs Einkaufen folgende Regeln:

  • Mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen halten.
  • Nicht einkaufen gehen, wenn man Atemwegssymptome wie Husten hat. Besser andere darum bitten, für einen einkaufen zu gehen.
  • Vor und nach dem Einkaufen die Hände waschen. Nur so werden Krankheitserreger nachhaltig abgetötet.
In Zeiten der Coronavirus-Pandemie haben Supermärkte Regeln eingeführt, damit nicht zu viele Kunden auf einmal im Laden sind.

Coronavirus: Pfandbon an der Kasse in den Mund nehmen

Fehler Nummer vier: der falsche Umgang mit Pfandbons. Kunden lösen sie in der Regel erst an der Kasse ein.

Und hier fängt das Problem an: Kunden könnten den Bon zwischen ihre Zähne klemmen, während sie nach Geld oder ihrer EC-Karte suchen. Supermarktmitarbeiter sind dadurch einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt, da das Coronavirus über den Speichel an sie weitergegeben werden könnte.

Zudem setzen sich Kunden selbst einer möglichen Infektion aus, da sich auf dem Pfandbon bereits Erreger befinden könnten. Die würden dann im Mund landen.

Coronavirus: Nur verpacktes Obst und Gemüse einkaufen

Fehler Nummer fünf: Obst und Gemüse nur noch verpackt kaufen. Die Überlegung liegt nahe: Durch Niesen, Husten oder Anfassen könnten Lebensmittel im Supermarkt kontaminiert sein. Doch selbiges gilt auch für Verpackungen. 

Bis heute ist nicht gänzlich geklärt, wie lange das Coronavirus auf Lebensmitteln oder Verpackungen überleben* kann. Infektionen über Obst und Gemüse sind bislang nicht bekannt. 

Was hingegen sehr wohl feststeht: Dass verpackte Lebensmittel deutlich mehr Müll verursachen. Dadurch sollte sowieso darauf verzichtet werden. Wer dennoch Angst hat, sich mit Erregern zu infizieren, beachtet die folgenden Regeln:

  • Hände vor und nach dem Einkaufen waschen.
  • Gleiches gilt für die Lebensmittel - unter anderem auch, um Pestizide abzuwaschen.
  • Lebensmittel ausreichend kochen. So kann das Infektionsrisiko laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verringert werden.

Um die Ausbreitung des Coronavirus nachzuvollziehen, will die Bundesregierung sogar auf die Kontrolle einer App* setzen. Das ist bei Experten allerdings umstritten.

Coronavirus: Hamstern und unnötige Vorräte anschaffen

Dieser Fehler hat nichts mit einem erhöhten Infektionsrisiko zu tun, sollte aber trotzdem vermieden werden. Denn in Zeiten der Coronavirus-Pandemie geht es auch um Solidarität.

Viele Supermärkte haben Produkte wie Toilettenpapier, Seife, Hefe oder Mehl kaum noch vorrätig. Der Grund: Menschen machen wegen der Coronavirus-Pandemie etliche Hamsterkäufe*. Dass die nicht nötig sind, steht bereits länger fest. "Die Lieferketten funktionieren und wir haben genügend Vorräte", erklärte der Pressesprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels.

Das Gute: In vielen Supermärkten dürfen Produkte wie Toilettenpapier oder Hefe nur noch einmal pro Kunde und Einkauf verkauft werden. So wird sichergestellt, dass für alle genug da ist. Ahi

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/Patrick Pleul

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