Wie lange haltbar?

Eierlikör-Rezept mit rohen Eiern? Keim-Gefahr mit einer Zutat reduzieren

Eierlikör ist ein echter Klassiker an den Feiertagen. Aber wie sicher ist das Getränk, das unter anderem aus rohen Eiern besteht? Wer ein Detail beachtet, muss sich keine Sorgen machen.

Dortmund – Egal ob pur, zum Eis oder als heißer Punsch: Eierlikör geht immer – insbesondere zu festlichen Anlässen. Wer sich und seinen Liebsten ein Gläschen kredenzen will, kann dabei entweder auf die fertige Variante aus dem Supermarkt zurückgreifen oder den Eierlikör ganz einfach selber machen. Dabei stellen sich jedoch viele zwei entscheidende Fragen: Wie sicher ist das Getränk aus rohen Eiern? Und wie lange ist Eierlikör haltbar? RUHR24 kennt die Antworten.

GetränkEierlikör
ZutatenEigelb, Zucker und Alkohol
Aufbewahrungdunkel und kühl

Eierlikör selber machen: Einfaches Rezept aus acht frischen Eiern

Zunächst einmal muss geklärt werden, was man für einen selbstgemachten Eierlikör alles benötigt. Das sind in der Regel folgende Zutaten: 8 frische Eigelb, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker, 250 Gramm Puderzucker, 300 Milliliter Kondensmilch oder Sahne und 250 Milliliter weißen Rum.

Wer alle Zutaten für den Eierlikör gekauft hat, kommt nun bereits zum ersten wichtigen Schritt bei der Herstellung, der für eine Keimreduktion des Getränks wichtig ist. Und zwar sollte man das Eigelb mit dem Alkohol vermischen und dann drei Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Das ist ein Tipp des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Wie die Behörde angibt, verringert sich dadurch die Gefahr einer Salmonellen-Infektion durch rohe Eier, da der Alkohol die Keime abtötet.

Nach den drei Tagen müssen lediglich noch der Vanille- und der Puderzucker sowie Sahne unter die Ei-Alkohol-Mischung gerührt werden. Anschließend schlägt man die Masse mit dem Rührgerät über einem heißen Wasserbad fünf Minuten auf, bis sie eine cremige Konsistenz annimmt. Danach muss der fertige Eierlikör nur noch in die sauberen Flaschen abgefüllt werden – und fertig ist der Klassiker.

Eierlikör: Mit diesem Trick besteht keine Gefahr durch Salmonellen

Das BfR und das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebenssicherheit (Laves) haben noch einen weiteren Rat, wie man Eierlikör sicher genießen kann, ohne eine Salmonellen-Infektion zu riskieren. Und zwar kommt es auch auf den Alkoholgehalt an.

So sollte selbstgemachter Eierlikör mindestens 10 Prozent oder besser noch 14 Prozent Alkohol beinhalten. Wie die beiden Behörden angeben, ist bei dieser „Alkohol-Endkonzentration“ die Abtötung der Keime gewährleistet. Das Laves rät deshalb bei der Herstellung des Eierlikörs, handelsübliche Spirituosen wie Kornbrand, Rum oder Wodka mit mindestens 37,5 Prozent Alkoholgehalt zu verwenden – denn dann hat das Endprodukt ebenfalls den entsprechenden Alkoholgehalt, um sicher getrunken werden zu können (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Vorsicht bei Eierlikör: Das selbst gemachte Getränk ist nicht ewig haltbar.

Eierlikör selber machen: Wie lange ist das Getränk mit den rohen Eiern haltbar?

Wer zu Weihnachten oder Silvester nun einen Eierlikör angesetzt hat, sollte das Getränk trotz Alkoholgehalt nicht zu lange aufbewahren. Das Laves gibt an, selbstgemachten Eierlikör dunkel und kühl zu lagern und ihn „möglichst zügig“ zu verbrauchen.

Stefan Buggle, Leiter Produktentwicklung und Qualitätsmanagement bei vomFASS, hat Merkur.de* jedoch verraten, dass es beim Eierlikör kein klassisches Ablaufdatum gibt. Aufgrund des hohen Alkoholgehalts und des Zuckers könnte man den Eierlikör bis zu sechs Monate im Kühlschrank aufbewahren und bedenkenlos genießen.

Die beiden Zutaten haben eine konservierende Wirkung und verringern gleichzeitig die Gefahr einer Salmonelleninfektion. Wer also zur Weihnachtszeit Eierlikör macht, kann es im besten Fall auch noch an Ostern trinken. *Merkur ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Lena Zschirpe/RUHR24, Collage: RUHR24