Oster-Reste aufbrauchen

Hart gekochte Eier: Überraschender Fehler führt zu kürzerer Haltbarkeit

Ostereier
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Ostereier schmecken auch noch nach Ostern – man sollte aber einiges beachten. (Symbolbild)

Nach den Osterfeiertagen haben die meisten Menschen noch bunte, hart gekochte Eier im Kühlschrank. Doch wie lange sind diese eigentlich jetzt noch haltbar?

Deutschland – Neben Schoko-Hasen und dem Rest vom selbst gebackenem Osterlamm haben viele Verbraucher derzeit auch noch bunte Ostereier von den Feiertagen übrig. Wenn die Eier vor dem Färben hart gekocht worden sind, können sie auch nach Ostern noch eine Weile verwendet werden. Allerdings muss man ein paar Dinge beachten.

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Hart gekochte Eier: So lange sind sie nach Ostern noch haltbar

Grundsätzlich hält sich ein hart gekochtes Ei rund zwei Wochen. Bewahrt man die übrig gebliebenen Ostereier aber im Kühlschrank auf, kann man sie sogar nach vier Wochen noch genießen, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Es gibt allerdings eine Voraussetzung, geben die Verbraucherschützer zu bedenken: Die Schale muss absolut unversehrt sein. Denn ansonsten können Keime durch die Eierschale eindringen. Das gilt auch bereits bei ganz kleinen Rissen.

Dabei gilt: Je höher die Lagertemperatur ist, desto eher haben Keime eine Chance. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät daher, hart gekochte Ostereier grundsätzlich gekühlt aufzubewahren.

Hart gekochte Eier: So kocht man sie richtig

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist es für die Haltbarkeit hart gekochter Eier neben der Lagerung auch ganz erheblich, wie sie zubereitet wurden. Die Eier sollten in siedendem Wasser vollständig durchgekocht werden.

Damit auch das Eigelb hart wird, benötigt man dafür ca. 10 Minuten Kochzeit. Die Zeit ist natürlich auch immer abhängig von der Ei-Größe.

Hart gekochte Eier zubereiten: Das sollte man auf keinen Fall tun

Ganz wichtig bei der Zubereitung hart gekochter Eier: Sie sollten auf keinen Fall mit kaltem Wasser abgeschreckt werden. Zumindest dann nicht, wenn sie länger halten sollen und nicht sofort gegessen werden (Tipps und Lifehacks auf RUHR24.de).

Denn durch das Abschrecken können Spannungsrisse in der Eierschale entstehen. Dadurch könnten das Wasser und eventuell enthaltene Keime in das Ei gelangen, erklärt das BfR. Dadurch verkürzt sich die Haltbarkeit auf ein paar Tage. Gleiches gilt auch dann, wenn die Eier vorher angepikst werden.

Video – Haushaltstipp: EASY gekochte Eier schälen

Überbleibsel von den Festtagen: Gekaufte Ostereier aus dem Supermarkt halten länger

Es spricht einiges dafür, die bunten Eier zu Ostern selbst zu färben. Beispielsweise ist beim Kauf im Supermarkt die Kennzeichnung der Ostereier weniger streng geregelt, als die frischer Eier. Für den Verbraucher ist dementsprechend oft nicht ersichtlich, woher die Eier eigentlich stammen und wie die Tiere gehalten wurden.

Dennoch: In Sachen Haltbarkeit haben industriell gefertigte Ostereier die Nase vorn. Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verdeutlicht, sind diese Eier in der Regel mit einem Schutzlack versehen, der sie noch haltbarer macht, da er das Eindringen von Keimen verhindern kann.

Daher sind solche gekauften, hart gekochten Ostereier laut BfR auch bei Raumtemperatur mehrere Wochen haltbar (vorausgesetzt, sie haben keine Risse). Wer auf Nummer sicher gehen will, solle aber auch die Supermarkt-Eier besser im Kühlschrank aufbewahren, meint das Bundesinstitut.

Gekochte Eier: Ein grüner Rand hat sich um das Eigelb gebildet – ist das Ei jetzt schlecht?

Oftmals bildet sich um das Eigelb bei hart gekochten Eiern ein grünlicher bis bläulicher Rand. Dieser sagt nichts darüber aus, ob das Ei noch gut ist oder nicht. Der Rand entsteht, weil das Eigelb Eisen enthält, das mit dem Schwefelwasserstoff aus dem Eiklar reagiert und Schwefelsulfid bildet, das für die Verfärbung verantwortlich ist.

Das Ei kann trotzdem noch gegessen werden. Denn diese Verfärbung ist gesundheitlich unbedenklich, stellt die Verbraucherzentrale Bayern klar. Ob ein Ei schlecht ist oder nicht, erkennt man vielmehr beispielsweise am unangenehmen Geruch.

Ein weiterer Hinweis: Bei älteren Eiern verlagert sich der Dotter in Richtung Schale und die Luftkammer ist deutlich vergrößert. Auch, wenn ein hart gekochtes Ei einen faserigen Geschmack hat, sollte es nicht mehr verzehrt werden.

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