Ist das Abschrecken ein Muss?

Eier perfekt zubereiten: Einfache Tipps und Rezepte für Spiegelei, Rührei und gekochte Eier

Für viele ist Eier kochen schon fast eine Wissenschaft. Doch eigentlich ist es ganz einfach. Tipps für das perfekte Frühstücksei, Spiegelei und Rührei.

Dortmund – Eine knifflige Frage am Morgen: Der eine isst sein Ei lieber mit einem weichen Eigelb, andere dagegen mögen ihr gekochtes Ei lieber hart. Andere dagegen mögen am Morgen lieber ein Spiegelei oder Rührei. Hier sind alle Tipps und Tricks rund um das Ei zum Frühstück.

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ChefredakteurHans Oppermann

Eier richtig kochen: Tipps und Tricks für das perfekte Frühstücks-Ei

Aber wie lange muss das Ei im Wasser kochen, sodass es die perfekte Konsistenz hat? Dabei spielen die Kochzeit und die Größe des Ei‘s eine wichtige Rolle. Je größer das Ei, desto länger die Kochzeit. Deshalb sollte man beachten, welche Ei-Größe (S, M, L oder XL) auf dem Karton steht. Wer seine Eier beim Bauern kauft, sollte die Größe beim Kauf erfragen oder darauf achten, dass sie auf das Ei gestempelt ist.

Weich oder hart? So lange müssen Eier kochen – Tipps fürs perfekte Frühstücks-Ei

Bei der Kochzeit der Frühstücks-Eier sollte man sich laut dem Verbrauchermagazin Öko-Test bestenfalls an einem Ei der Größe M orientieren. Es gibt drei Zeit-Stufen, wie man ein Ei passend kochen kann:

  • Eier weich kochen (Eiweiß ist gestockt, das Eigelb aber noch flüssig) = 4 Minuten und 30 Sekunden
  • Eier mittelhart kochen (Eigelb ist wachsweich) = 7 Minuten
  • Eier hart kochen (Eiweiß sowie Eigelb sind hart) = 10 Minuten

Tipps fürs perfekte Frühstücks-Ei: Größe und Lagerung spielen wichtige Rolle beim Eier kochen

Diese Zeiten gelten allerdings für ein mittelgroßes Ei. Bei einem S-Ei verkürzen sich die genannten Zeiten um 30 Sekunden. Wer ein L-Ei kochen möchte, muss die angegebenen Zeiten noch einmal um 30 Sekunden verlängern. Dabei ist es wichtig, die Zeiten genau einzuhalten, um ein gelungenes Ergebnis zu bekommen (alle Lifehacks auf RUHR24.de).

Aber auch die Lagerung der Eier spielt eine Rolle – zum Beispiel, ob sie im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur gelagert wurden. Wenn die Eier kurz vor dem Kochen kühlschrankkalt sind, können sie bis zu einer Minute länger beim Kochen brauchen.

Daher sollten Eier vor dem Kochen aus dem Kühlschrank genommen werden, sodass sie sich etwas erwärmen können. Das verhindert auch, dass die Schale des Ei‘s beim Hineinlegen in den Topf platzt.

Tipps fürs perfekte Frühstücks-Ei: Muss man gekochte Eier abschrecken?

Viele piksen ihre Eier vorher mit einer Nadel an, um genau das zu verhindern. Jedoch soll, laut der WDR-Sendung Quarks, völlig egal sein, ob ein Ei angestochen ist oder nicht. Im Schnitt platzt circa jedes zehnte Ei beim Kochen.

Was viele nicht wissen: Das bekannte „Abschrecken“ der Eier ist nicht unbedingt nötig. Es ist umstritten, ob es dabei hilft, dass sich das Ei besser schälen lässt. Es lässt allerdings das Ei so weit abkühlen, dass man es ohne Probleme anfassen kann.

Zudem beendet das kalte Wasser den Garprozess im Ei. Wer also sicher weiche Eier haben möchte, sollte sie abschrecken. Ansonsten könnte sich die gewünschte Konsistenz trotz richtiger Kochzeit verändern. Bei harten Eiern ist das Abschrecken nicht nötig.

Tipps fürs perfekte Frühstücks-Ei: Rührei fix gemacht – das sollte man beachten

Statt einem gekochten Frühstücks-Ei könnte man am Morgen auch mal wieder ein Rührei machen. Doch dabei gibt es auch einiges zu beachten:

  • Eier nicht direkt in die Pfanne schlagen und darin verquirlen. Das ergibt eine eher ungleichmäßige Masse.
  • Stattdessen sollten die Eier in einer Schüssel aufgeschlagen werden. Dazu kann man einen Schneebesen, ein Pürierstab oder eine Gabel nehmen.
  • Anschließend werden die Eier in der Schüssel mit Salz und Pfeffer gewürzt. Wer mag, kann noch andere Gewürze wie Muskat oder auch Frühlingszwiebeln hinzugeben. Ein Schuss Milch oder Sahne ist auch sehr beliebt.
  • Das Rührei kommt nun in die heiße Pfanne – aber Achtung, sie sollte nicht zu heiß sein.
  • Es sollte so lange in der Pfanne bleiben, bis es gar ist. Jedoch sollte das Rührei aus der Pfanne genommen werden, wenn es noch matschig, aber nicht mehr flüssig ist. Das Ei ist so heiß, das es auf dem Teller noch nachgart und so seine perfekte Konsistenz entwickelt. In der Pfanne wird es leider nur trocken und zäh.

Außerdem sollte man nicht wild in der Pfanne herumrühren. Das Rührei braucht nämlich Zeit und eine ruhige Hand. Es reicht völlig aus, das gestockte Ei immer wieder von außen in die Mitte zu schieben. Insgesamt kann es acht bis zehn Minuten dauern, bis das Rührei komplett gestockt ist.

Spiegelei zum Frühstück: So gelingt es am besten – Tipps für die richtige Würze

Das Spiegelei ist vermutlich die einfachste der drei Varianten, ein Ei zuzubereiten. Bestenfalls sollte man frische Eier verwenden. Denn bei älteren Eiern verläuft das Eigelb schneller, wie Utopia berichtet. Einfach das Ei in einem geschmacksneutralen Öl oder Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze braten. Ist die Pfanne zu heiß, kann das Spiegelei schnell anbrennen – anschließend würzen.

Besonders bei Rühr- und Spiegelei kann man beim Würzen kreativ werden. So kann Curry oder Paprika das Ei aufpeppen. Aber auch der klassische gehackte Schnittlauch oder die Frühlingszwiebeln sind sehr beliebt. Hier sind weitere Gewürzideen für die neuen Ei-Varianten zum Frühstück:

  • Kurkuma und Kreuzkümmel
  • Gemischte Kräuter, beispielsweise Rosmarin, Oregano, Fenchel oder Basilikum für den mediterranen Flair
  • Muskatnuss oder Rauchpaprika

Oder eine neue Idee, die noch keiner kennt? Einfach überlegen, was zum Ei passt und anschließend ausprobieren.

Rubriklistenbild: © Eric Lalmand/dpa

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