Schwere Symptome bei Vergiftung

Achtung vor Efeu: Pflanze auf keinen Fall ohne Handschuhe anfassen

Efeu ist pflegeleicht und blüht das ganze Jahr über. Doch beim Schneiden des Gewächs ist Vorsicht geboten.

Dortmund – Obwohl Efeu keine hohen Ansprüche hat, sollte auch diese Pflanze richtig gepflegt und geschnitten werden. Verbraucher sollten dabei allerdings aufpassen, denn das Gewächs ist giftig.

PflanzeEfeu
FamilieAraliengewächse
OrdnungDoldenblütlerartige

Giftiger Efeu: Wann die Pflanze geschnitten werden soll

Efeu kann nach Angaben von ndr.de problemlos Wände hinaufklettern und ist deshalb ideal zum Begrünen von Fassaden, Sichtschutzwänden, Mauern, Zäunen oder Müllboxen geeignet. Doch auch als Bodendecker, wie beispielsweise am Rand von Beeten, unter Bäumen oder auf Gräbern eignet sich die Pflanze. Einigen Hobbygärtnern wird sie mit den Jahren allerdings zu groß und wird deshalb geschnitten (mehr Garten-News auf RUHR24)

Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten. Obwohl das Gewächs im Gegensatz zu anderen Pflanzen grundsätzlich das ganze Jahr geschnitten werden kann, sollte man es bei Frost und praller Sonne vermeiden. Die tiefer liegenden Pflanzenteile sind durch das dichte Blattwerk keine direkte Sonneneinstrahlung gewohnt und bekommen schnell einen Sonnenbrand. Doch auch auf die eigene Gesundheit sollten Gartenliebhaber aufpassen.

Giftiger Efeu: So sollte das Gewächs geschnitten werden

Nach Angaben von 24garten.de feiert Efeu aktuell ein Comeback und wird immer beliebter. Dennoch sollte bedacht werden, dass jeder Teil des Efeus giftig ist, und zu verschiedenen Symptome führen kann. So kann der Pflanzensaft zu Hautreizungen und Bläschenbildungen führen. Deshalb ist es vorteilhaft, beim Schneiden Gartenhandschuhe zu tragen.

Wer das Gewächs stutzen oder große Teile entfernen möchte, sollte sogar zu einer Atemschutzmaske greifen. Beim Schneiden des Efeus können Pflanzenstücke abgesondert werden, die Hobbygärtner ohne das Tragen einer Maske einatmen. Dadurch können Atemwege gereizt werden oder im schlimmsten Fall Vergiftungserscheinungen ausgelöst werden.

Beim Verzehr der blauschwarzen Beeren können zusätzlich Symptome wie Kopfschmerzen, erhöhte Temperatur, Durchfall und Erbrechen sowie ein beschleunigter Puls auftreten, wie planrura.garden berichtet. Im Akutfall sollen sogar Schockzustände und Atemstillstand die Folge sein.

Efeu ist giftig: So können Vergiftungen behandelt werden

Nach Angaben von utopia.de sollte nach dem Verzehr der Beeren ein Arzt aufgesucht werden. Zusätzlich kann sowohl der Blutdruck als auch die Körpertemperatur des Betroffenen beobachtet werden. Zudem sollte man versuchen, herauszufinden, welche Teile der Pflanze verzehrt wurden. Hyazinthen sind ebenfalls giftig, weshalb auch diese Pflanze mit Vorsicht zu genießen ist.

Die Beeren des Efeus sollten nicht verzehrt werden.

Bei Hautkontakt soll es in der Regel reichen, die betroffenen Stellen mit lauwarmen Wasser und milder Seife gründlich zu waschen. Bei einer starken Reizung soll die Haut zusätzlich mit genügend Feuchtigkeit versorgt werden. Dabei soll allerdings unbedingt darauf geachtet werden, dass nur parfümfreie Produkte verwendet werden. Ansonsten wird die Haut nur noch weiter gereizt.

Rubriklistenbild: © Imago

Mehr zum Thema