Preisstreit mit Lieferant

Leere Regale bei Edeka: Waschmittel und weitere Drogerie-Artikel betroffen

Bei Edeka gibt es den nächsten Streit um Preiserhöhungen mit einem Lieferanten. Die Regale leeren sich bei Drogerieprodukten wie Windeln oder Rasierern.

Dortmund – Produkte von Gillette, Meister Propper, Pampers, Oral-B und vielen weiteren Hygiene- und Putzartikeln sollen für Kundinnen und Kunden teurer werden. Bei Hygieneprodukten, Windeln und Putzmitteln klaffen schon jetzt die ersten Lücken in den Regalen. Die Lage könnte sich weiter verschärfen, denn es gibt Streit zwischen Edeka und einem Lieferanten.

Streit um Preis für Produkte: Edeka stellt sich Herstellern entgegen

Im vergangenen Jahr ist es besonders oft vorgekommen, dass es zwischen dem deutschen Einzelhandel und großen Konzernen Streit um Preise für Produkte gab. Hersteller begründen die von ihnen geforderten Preissteigerungen durch die Inflation und dadurch entstehende Zusatzkosten. Die Supermärkte, Discounter und Drogerien möchten die Preise für sich und ihre Kunden und Kundinnen möglichst gering halten.

Jetzt will auch der US-Konzern Procter & Gamble höhere Preise verlangen, berichtet die Lebensmittelzeitung. Dabei treten sie gleichzeitig mit Edeka und Rossmann in Verhandlungen. Betroffen sind typische Drogerieprodukte von vielen Marken, die alle von Procter & Gamble vertrieben werden.

Marken wie Gillette, Meister Proper, Ariel, Lenor, Pampers und viele mehr sollen teurer werden

Insbesondere die Supermarktkette Edeka wehrt sich zuletzt oft gegen Preissteigerungen. Zum Beispiel im Fall von Coca-Cola. Der Konzern wollte ab September seine Preise um einen hohen einstelligen Prozentsatz anheben.

Edeka empfand das als überzogen und warf Coca-Cola vor, ihre marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen. Der Rechtsstreit ist noch immer vor Gericht. Auch Mars hat aus denselben Gründen Lieferungen an Edeka und Rewe gestoppt.

  • Marken von Procter & Gamble
  • Windeln: Pampers
  • Pflegeartikel: Gillette und Braun, Oral-B, blend-a-med und blend-a-dent, Head and Shoulders, Panten Pro-V, Herbal Essences, Bear Fruits, Olay
  • Putzmittel: Meister Proper, Swiffer, Antikal, Febreze und Fairy
  • Textilpflege: Ariel und Lenor
  • Damenhygiene: Always und Always discreet
  • Gesundheit: Clearblue, Persona, Wick

Edeka: Leere Regale bei Rasierern, Windeln, Putzmitteln und mehr

Nach Spekulationen der Lebensmittelzeitung war es Absicht, dass der Konzern sich mit Preiserhöhungen in Deutschland bisher zurückzuhalten. Während alle anderen Wettbewerber die Preise schon angezogen hatten, blieben die Marken des Unternehmens günstig. Henkel hatte beispielsweise seine Wasch- und Spülmittelmittelpreise schon im Frühjahr 2022 deutlich erhöht.

Durch die im Vergleich günstigeren Preise hat man sich eine Dominanz in vielen Kategorien gesichert und den eigenen Marktanteil erhöht. Die durch diese Strategie ausbleibenden Einnahmen sollen durch die jetzt geforderten Preiserhöhungen wieder reingeholt werden (mehr Supermarkt-News bei RUHR24).

Procter & Gamble schränkt Lieferungen an Edeka ein: Streit um Preiserhöhungen

Nach Informationen der Lebensmittelzeitung sollen diese üppig ausfallen. Branchenmanager sollen von einem Plus von bis zu 40 Prozent sprechen. Offenbar laufen zu diesen Forderungen zwischen Edeka und Procter & Gamble harte Verhandlungen.

Marken wie Lenor werden von Procter & Gamble weltweit vertrieben. In Deutschland blieben die Preise trotz Inflation bisher konstant. Das soll sich laut Hersteller nun ändern.

Nach Informationen der Fachzeitschrift beliefert der Hersteller Edeka aktuell nur noch eingeschränkt, weshalb in einigen Märkten erste Produkte schon jetzt knapp werden. Der Konzern weist diese Behauptung zurück.

Ein gänzlicher Lieferstopp könnte eintreten, wenn die Supermarktkette und der Lieferant sich weiterhin nicht einig werden. Wie schnell das gehen kann, haben die erwähnten Auseinandersetzungen mit Coco-Cola und Mars dieses Jahr bereits gezeigt.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Carsten Milbret/Michael Gstettenbauer/Imago/Collage: RUHR24

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