Gelbsucht und Fieber möglich

Rückruf bei Edeka und Lidl: Warnung vor bekanntem Gewürz - giftiger Stoff gefunden

Rückruf bei Edeka und Lidl: In dem beliebten Oregano-Gewürz der Händler wurde Gift gefunden. Es drohen Gesundheitsprobleme - Gelbsucht und Fieber sind möglich!

  • Ein bundesweiter Rückruf betrifft unter anderem Lidl und Edeka.
  • Kunden sollten das von dem Rückruf betroffene Produkt nicht mehr verzehren.
  • Laut Angaben des Herstellers bestehe Gefahr für die Gesundheit.

Dissen/Niedersachsen - Achtung Vergiftungsgefahr! So warnen aktuell die Hersteller eines Oregano-Gewürzes, das bundesweit in Form von verschiedenen Marken unter anderem bei Lidl und Edeka verkauft wird, ihre Kunden. Die Teuto Markenvertrieb GmbH und die Fuchs Foodservice GmbH rufen das Produkt aus Gründen des "vorbeugenden Verbraucherschutzes" jetzt zurück. Das berichtet das Verbraucherportal produktwarnung.eu.

Rückruf bei Lidl und Edeka: Gift im Oregano gefunden

Konkret handelt es sich um das Produkt "Oregano gerebelt" in verschiedenen Artikelausführungen. "Im Rahmen von Eigenkontrollen wurden in einzelnen Proben erhöhte Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden (PA) festgestellt", heißt es von den Herstellern in einer gemeinsamen Pressemitteilung zum Nachweis giftiger Pflanzeninhaltsstoffe. Es könne demnach nicht ausgeschlossen werden, dass das Oregano-Gewürz mit Pflanzengift belastet ist.

"PA sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die in verschiedenen Pflanzen natürlicherweise vorkommen, und können über die Ernte unbeabsichtigt in Lebensmittel wie Kräuter gelangen. In höheren Mengen können PA beim Verzehr die Gesundheit schädigen", heißt es in der Erklärung der Hersteller.

Oregano-Gewürz war bundesweit im Verkauf - nicht nur bei Lidl und Edeka

Von dem Rückruf betroffen ist das Oregano-Gewürz verschiedener Marken, die bundesweit bei unterschiedlichen Supermarktketten, teilweise aber jedoch nur bei Lidl, Edeka und Marktkauf verkauft wurden. Diese Produkte rufen die Unternehmen deshalb konkret zurück:

  • Ostmann im 25 g-Vorteilsbeutel (MHD 12/2023, Losnummer: 9157CB)
  • Ubena in der 150 g-Dose (MHD 12/2023, Losnummer: 9176BB)
  • Fuchs Professional im 250 g-Beutel (MHD jeweils 2023, Losnummern: 9177BE, 9176BA)
  • Gut&Günstig im 12 g-Glas (MHD jeweils 06/2022, Losnummern: 9175CA, 9176AA, 9176AB) > überwiegend bei Edeka und Marktkauf angeboten
  • Kania im 7,5 g-Glas (MHD jeweils 06/2022, Losnummern: LB91682, LA91682, LC91652, LB91652, LA91652, LC91641, LC91642, LB91641, LA91641, LC91631, LB91631, LA91631, LC91621) - angeboten bei Lidl Deutschland
  • Columbia im 15 g-Nachfüllbeutel (MHD jeweils 06/2022, Losnummern: 9158BA, 9158CA)

Rückruf bei Lidl und Edeka: Kunden können Oregano-Gewürz problemlos umtauschen

Die Unternehmen haben laut den Angaben der Hersteller umgehend reagiert und die Ware bereits vorsorglich aus dem Sortiment genommen. Aufgrund der möglichen Gesundheitsgefahr sollten Kunden den Rückruf des "Oregano gerebelt" unbedingt beachten und betroffene Produkte keinesfalls konsumieren. Aus denselben Gründen ruft die Handelskette Tedi derzeit ebenfalls ein Oregano-Gewürz zurück.

Auch ohne Vorlage des Kassenbons haben Kunden, die das Gewürz bereits gekauft haben, die Möglichkeit, dieses in den jeweiligen Supermärkten zurückzugeben. Bei Lidl ist das übrigens derzeit nicht der einzige Rückruf. Der Discounter warnt vor dem Verzehr von Käse. Auch hier können die Kunden den Artikel in allen Filialen zurückgeben. 

Pflanzengift in Produkt von Lidl und Edeka? - Vergiftungsgefahr für Kunden

Wer das Oregano-Gewürz bereits zu sich genommen hat, sollte vorsichtig sein und unbedingt auf mögliche Symptome achten. Laut des Bundesamts für Ernährungssicherheit seien Schmerzen im Oberbauch, Bauchwassersucht, Übelkeit und Erbrechen charakteristisch für eine Vergiftung.

Nun hat eine Untersuchung beim Gewürz Oregano gezeigt, dass häufig Schadstoffe in Form von Pflanzengift vorhanden sind. Auch bei anderen Sorten. 

"Seltener können Gelbsucht und Fieber auftreten. Nach wenigen Wochen ist in der Regel eine Lebervergrößerung und -verhärtung feststellbar. Eine akute Vergiftung kann tödlich enden. Da Vergiftungserscheinungen auch erst Tage später auftreten können, wird die Ursache der Vergiftung selten erkannt", heißt es dort weiter. Aus ähnlichen Gründen gibt es auch einen Käse-Ruckruf bei Edeka und Rewe.

Edeka hat sich etwas Neues fürs Einkaufen während der Coronavirus-Pandemie überlegt. Mit einem Ampelsystem werden Kunden nun in den Markt gelassen.

Edeka und Rewe testen neuen Schutzfilm für Obst und Gemüse

Auch die Supermarkt-Kette Rewe hat einen Rückruf verkündet. Es wird vor dem Verzehr eines Kuchens gewarnt - eine Gefährdung für die Gesundheit kann laut Hersteller nicht ausgeschlossen werden. Bei den ständigen Produktrückrufen der verschiedenen Supermärkte, wie zum Beispiel erst kürzlich bei Netto, gehen andere Schlagzeilen oftmals unter. So hatte Edeka zusammen mit Rewe erst kürzlich für viel Aufsehen gesorgt. 

Beide Ketten wollen dem Plastikmüll in Zukunft den Kampf ansagen. Dafür testen die Unternehmen einen neuen Schutzfilm für Obst und Gemüse, der ganz besondere Eigenschaften hat. Zudem liegt Edeka im Clinch mit einem Weltkonzern: Nachdem Edeka sich mit Coca-Cola uneinig war, droht nun ein Boykott.

Rubriklistenbild: © Foto: dpa/Kollage: RUHR24

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