Beeinträchtigungen beim Einkaufen

Edeka überrascht mit irrer Aktion: „Warnung“ an Kunden vor Corona-Impfung

Die aktuelle Corona-Krise ist für wahr kein Zuckerschlecken. Eine Edeka-Filiale hat das zum Anlass genommen, seine Kunden etwas aufzumuntern. Mit Erfolg!

Friedberg – Verschwörungstheorien erleben besonders seit Beginn der Coronavirus-Pandemie immer mehr an Aufschwung. Gerade um die sehr schnell entwickelte Corona-Impfung ranken sich viele Mythen – die beliebteste ist wohl, dass den Menschen mit der Impfung ein Chip implantiert wird. Auf den Zug ist auch eine Edeka-Filiale aufgesprungen und „warnt“ seine Kunden.

SupermarktEdeka
HauptsitzHamburg
Gründung1898, Berlin

Edeka Wollny „warnt“ Kunden vor fehlerhaften Chips in Corona-Impfung

Der Facebook-Post der Edeka-Filiale Wollny in Bayern wurde inzwischen über 14.000 Mal geteilt, hat bisher mehr als 4.000 Kommentare und rund 21.000 Reaktionen erhalten (Stand 7. Januar). Das sind fast so viele Reaktionen wie die Stadt Friedberg, in der der Edeka zu Hause ist, Einwohner (29.000) hat.

„Liebe Kunden, wir mussten leider feststellen, dass es offenbar bei einigen Impfchips der ersten Generation zu Beeinträchtigungen beim Einkaufen kommen kann, da diese gelegentlich mit unseren Warensicherungsanlagen interagieren und dabei Fehlalarme auslösen können“, schreibt das Edeka-Team in seinem Post. Schnell wird klar: Dieser Post ist nicht wirklich ernstgemeint und Edeka Wollny erlaubt sich einen kleinen Scherz auf Kosten der Verschwörungstheoretiker.

Edeka „in Kontakt mit RKI und Gates Foundation“ – Gutschein für jeden Fehlalarm

Aber damit nicht genug. Weiter erklärt Edeka, man hätte schon Kontakt zum Robert Koch-Institut und zur Gates Foundation aufgenommen, um das Problem zu klären. „Da der Fehler direkt durch das Funkmodul (hardwareseitig) verursacht wird, kann bei diesen Modulen leider das Frequenzband nicht angepasst werden, da der verbaute Funkchip nur einen begrenzten Frequenzbereich abdeckt.“

Edeka treibt den Spaß mit seinen Kunden an dieser Stelle noch weiter und empfiehlt: „Der Impfchip kann beim Hausarzt oder in jedem Krankenhaus ausgelesen werden. Falls euer Hausarzt gerade Urlaub haben sollte, können auch Tierärzte den Chip auslesen.“ Außerdem biete der Supermarkt noch einen Einkaufsgutschein oder wahlweise eine Microsoft Guthabenkarte für jeden ausgelösten Fehlalarm an.

Edeka nimmt Verschwörungstheoretiker auf den Arm – das kommt gut an

Die humorvolle Anspielung auf Verschwörungstheoretiker, die in den vergangenen Monaten immer lauter wurden, kommt gut an. Die Facebook-Nutzer treiben die Szenerie sogar noch weiter:

  • Eine Userin schreibt: „Göttlich! Jetzt weiß ich, warum es am Ausgang immer piept und ich dann wie angewurzelt stehen bleibe... Abgestürzt...“
  • Eine Kommentatorin hat sogar Lob für den Chip übrig: „Ich brauche keine Brille mehr, da der Chip jetzt die Augen auf 4K justiert hat. Sehr praktisch!“
  • Eine andere Userin schreibt: „Wir können von Glück sagen, dass es bei uns Chips sind. Unsere Eltern wurden noch mit Disketten geimpft“

Edeka ist überwältigt vom Feedback und lobt Facebook-Nutzer

Die Resonanz auf die kleine Einlage von Edeka ist riesig und zum großen Teil positiv. Viele Schreiber bedanken sich für die Aufmunterung im tristen Corona-Alltag. Und der Edeka-Markt wiederum ist überwältigt von der großen Resonanz. In einem neueren Post bedankt sich das Supermarkt-Team für das gewaltige Feedback und freut sich, dass es den Menschen „den Corona-Alltag ein bisschen versüßen“ konnte. und warnt die Kunden.

Der Supermarkt muss sich allerdings auch mit dem Alltagsgeschäft auseinandersetzen - Edeka hat aktuell einen Rückruf von Baby-Nahrung und warnt die Kunden.

Darin betont Edeka zudem, dass es sich um einen echten Supermarkt in Friedberg handelt und nicht um eine Satire-Seite. Der Edeka-Markt bittet um „Verständnis, dass wir in dieser Sache keine Medienanfragen entgegennehmen“. Weiter heißt es: „Lasst uns gemeinsam Freude an diesem Post haben, der erst durch die Antworten vieler gutgelaunter User zu dem spaßigen Gesamtwerk wurde.“

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa, Screeshot Edeka Wollny; Collage: RUHR24

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