Nach Preiserhöhungen im Sommer

Coca-Cola wird 2023 noch teurer – Edeka will das verhindern

Die Preise für Getränke von Coca-Cola sollen Anfang 2023 erneut steigen. Schon im Sommer gab es Streit mit Supermärkten um Preiserhöhungen.

Dortmund – Dass die Produkte im Supermarkt durch die anhaltend hohe Inflation immer teurer werden, ist inzwischen keine Überraschung mehr. Auch Coca-Cola hatte im Sommer 2022 eine Preiserhöhung durchgesetzt. Nun denkt der Konzern innerhalb kürzester Zeit erneut darüber nach, seine Preise weiter anzuheben.

Coca-Cola kündigt erneute Preiserhöhung an: Getränke sollen ab Mitte 2023 teurer werden

Bereits ab Mitte nächsten Jahres müssen Kundinnen und Kunden damit rechnen, für Produkte von Coca-Cola tiefer in die Taschen zu greifen. Dass die beliebten Softdrinks erneut teurer werden, fordert der Konzernchef des britischen Coke-Abfüllers Coca-Cola Europacific Partners, Damian Gammell, nach Informationen der Lebensmittelzeitung. Er soll angekündigt haben: „Wir werden im ersten Quartal wieder an den Handel herantreten.“

Damian Gammelt will die Preise der Coca-Cola Produkte in verschiedenen Ländern noch einmal erhöhen. In Deutschland gab es bereits im September 2022 einen großen Aufschrei im Handel und bei Kundinnen und Kunden über die in Supermärkten und Discountern um rund sechs Prozent angehobenen Preise.

Edeka wehrte sich gegen Preiserhöhungen von Coca-Cola im Sommer

Die Supermarktkette Edeka wollte die Preiserhöhungen nicht akzeptieren. Sie warfen dem Konzern vor, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen. Deshalb hat Coca-Cola im September einen Lieferstopp gegen die Supermarktkette verhängt.

Jetzt stehen erneut steigende Preise im Raum. Dabei ist der Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen noch immer in vollem Gange.

Über viele Jahre hatte Coca-Cola seine Preise immer im November mit Supermärkten und Discountern neu verhandelt. Das Unternehmen hatte angekündigt, das wegen der Preisänderungen im Sommer für dieses Jahr ausfallen zu lassen.

Entsprechend wenig begeistert dürfte sich der deutsche Einzelhandel über die Ankündigungen von Damian Gammell über Verhandlungen im ersten Quartal 2023 zeigen (mehr Service-News bei RUHR24).

Zum 1. Oktober 2022 sind die Preise bei Discountern für Soft-Getränke von Coca-Cola in der 1,25-Liter-Einwegflasche laut Lebensmittelzeitung um 10 Cent auf 1,35 Euro pro Flasche gestiegen. Das entspricht einer Preiserhöhung von rund 8 Prozent.

Coca-Cola will höhere Preise ab 2023: Supermärkte und Discounter müssen wieder verhandeln

Auch der deutschen Landesgesellschaft von Coca-Cola in Berlin scheint die noch immer angespannte Stimmung bewusst sein. Sie sind für die Preisverhandlungen in Deutschland verantwortlich. Zu den im Raum stehenden Forderungen von dem britischen Abfüllunternehmen äußern sie sich gegenüber der Lebensmittelzeitung nur vorsichtig.

Man würde Preisgespräche mit Kunden nur dann aufnehmen, wenn „ein Abfedern der höheren Kosten alleine durch unser Kostenmanagement nicht mehr möglich ist“, hieß es von einer Sprecherin. Wann und in welcher Höhe auch in Deutschland die Soft-Getränke von Coca-Cola teurer werden, bleibt also abzuwarten. Druck, auch in Deutschland die Preise mit Supermärkten und Discountern neu zu verhandeln, wurde von britischer Seite durch die Forderung von Gammell aber bereits aufgebaut.

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