Pandemie-Tipps

Neue Corona-Regeln beim Einkaufen: Was Kunden jetzt beachten müssen

Durch die neue Coronaschutzverordnung kann es wieder zu langen Schlangen vor den Supermärkten kommen. Worauf Kunden jetzt achten sollten.

Dortmund – Lange Schlangen vor den Supermärkten und Drogerien, leere Regale, panische Kunden – so sah es im Frühjahr in vielen NRW-Städten aus, nachdem der erste harte Lockdown verkündet wurde. Aktuell herrscht in NRW und den anderen Bundesländern der Lockdown Light. Doch die Situation könnte sich wieder zuspitzen, denn seit dem 1. Dezember gelten schärfere Regeln für große Geschäfte wie Supermärkte.

VirusCoronavirus Sars-CoV-2
KrankheitCovid-19
SymptomeHusten, Fieber Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn

Coronaschutzverordnung in NRW: Situation in Supermärkten verschärft

Seit Dienstag (1. Dezember) dürfen einige Händler nur noch weniger Kunden in ihre Geschäfte lassen. Denn es gilt die neue Coronaschutzverordnung. Sie besagt nicht nur, dass der Mund-Nasen-Schutz auch vor Geschäften und Einkaufszentren sowie Parkplätzen getragen werden muss, sondern sieht auch weniger Kunden in den Geschäften vor (alle News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

Davon sind vor allem große Geschäfte betroffen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern dürfen weiterhin pro 10 Quadratmeter einen Kunden hereinlassen. In größeren Geschäften wie Supermärkten oder Baumärkten allerdings gelten schärfere Regeln. Dort muss laut neuer Coronaschutzverordnung ein Kunde mindestens 20 Quadratmeter Platz haben, diese Regel gilt ab einer Verkaufsfläche von 801 Quadratmetern.

Coronavirus: Weniger Kunden in den Supermärkten – Händler führen Einlasssysteme ein

Das wird auch viele Supermärkte wie Edeka und Rewe sowie Discounter wie Lidl oder Aldi betreffen. Lange Schlangen vor den Supermärkten sind damit fast vorprogrammiert, wenn es nach Rewe-Chef Lionel Souque geht. Er rechnet besonders vor den Weihnachtsfeiertagen mit einem regelrechten Einkaufs-Chaos. Denn zu Weihnachten wird erfahrungsgemäß mehr eingekauft.

Die Supermärkte setzen die neuen Corona-Regeln unterschiedlich um. Teilweise gehen sie wieder dazu über, nur noch Kunden mit einem Einkaufswagen oder -korb in das Geschäft zu lassen, um einen Überblick darüber zu behalten, wie viele Menschen derzeit im Laden sind. Andere Märkte wie Lidl oder Aldi setzen teilweise wie schon im Frühjahr auf digitale Einlasskontrollen – einer Art Ampelsystem. Doch auch wenn das Einlasssystem noch so gut ist, ob es nun zu langen Schlangen vor den Geschäften kommt oder nicht, hängt vom Einkaufsverhalten der Kunden ab.

Coronavirus: Weihnachtseinkäufe besser nicht am Wochenende erledigen

Schon bei Bekanntgabe der neuen Maßnahmen haben Bund und Länder die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Weihnachtseinkäufe möglichst unter der Woche zu machen und nicht am Wochenende vor den Feiertagen. Denn dann ist besonders hohes Kundenaufkommen zu erwarten. Doch vor allem für Arbeitnehmer oder Alleinerziehende dürfte das eher schwierig sein.

Wer es also nicht vermeiden kann am Wochenende einzukaufen, kann versuchen, seine Lebensmittel gleich online zu shoppen oder zumindest einen Teil der Einkäufe. So entgehen Kunden den langen Schlangen vor Aldi, Edeka und anderen Märkten. Gerade in der Corona-Zeit haben viele Supermärkte ihr Online-Angebot ausgeweitet. Auch Shops, die ihre Ware ausschließlich online anbieten, weiten ihr Liefergebiet immer weiter aus.

Zwar ist der Drogeriemarkt dm nicht oft von der neuen 800 Quadratmeter-Regel betroffen, allerdings rät auch der dm-Chef Christoph Werner gegenüber Focus Online zu Internet-Käufen. Auch Käufe via „Click & Collect“ können lange Warteschlangen entzerren und Menschenaufläufe vor den Geschäften verhindern.

Einkaufen in der Corona-Krise: Nicht in Gruppen und geplant

Generell sollten Kunden, wenn sie sich dann noch auf den Weg zu Edeka oder Lidl machen, sich vorher gut überlegen, was sie einkaufen wollen. Denn besonders, wenn viele Menschen vor dem Supermarkt warten, sollten Kunden im Geschäft nicht trödeln und noch lange überlegen, was sie jetzt eigentlich zum Abendessen brauchen. Das kann auch vor ungeplanten Hamsterkäufen schützen, wer einen guten Überblick über den Vorrat zuhause hat, kauft nicht unnötig zu viel ein.

Darüber hinaus sollten Menschen vermeiden in Gruppen einkaufen zu gehen, denn so vermindert sich die Kapazität für weitere Kunden. Im Idealfall sollte pro Haushalt auch nur eine Person einkaufen gehen, um anderen Kunden nicht den Platz wegzuschnappen.

Einkaufen in der Corona-Krise: Zu diesen Uhrzeiten ist es am leersten

Ein Pro-Tipp für Kunden, die Menschenansammlungen partout vermeiden wollen: Es gibt Tage und Uhrzeiten, an denen es tendenziell leerer ist in den Supermärkten und Discountern. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) sagt, dass es morgens früh und abends spät relativ ruihig in den Geschäften ist.

„Der späte Dienstagvormittag gegen 11 Uhr ist der Zeitpunkt, wo die geringsten Umsätze gemacht werden, auch der Mittwoch ist ein eher ruhiger Tag“, sagt Christian Böttcher, Pressesprecher vom BVLH gegenüber RTL. Menschen, die sich ihre Zeit flexibel einteilen können, wie Studierende oder Rentner, sollten auf diese Zeiten ausweichen und nicht gerade zur Feierabend- oder Mittagspausenzeit ihren Wocheneinkauf erledigen.

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