Für Pasta-Gerichte

Käse-Rückruf bei Edeka: Bei Verzehr drohen ernste Verletzungen

Neuer Tag, neuer Rückruf. Diesmal trifft es einen Käse von Edeka. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich gefährliches Plastik im Produkt befindet.

Hamburg – Er wird gerne zum Überbacken oder zum Verfeinern von herzhaften Pasta-Gerichten verwendet: Reibekäse. Ob als Mozzarella, Gouda oder Emmentaler ist er fast in jedem Kühlschrank zu finden. Aber Achtung: Aktuell ist ein ganz bestimmter Reibekäse von einem Rückruf betroffen.

SupermarktEdeka
ZentraleHamburg
LeitungMarkus Mosa

Rückruf bei Edeka: Käse ist mit schwarzen Plastikteilen verunreinigt – auch in NRW verkauft

Konkret geht es bei dem zurückgerufenen Produkt um den „GUT&GÜNSTIG Gratinkäse würzig 46,5% Fett i. Tr.“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 12. Oktober 2021. Wie die DMK Deutsches Milchkontor GmbH, kurz DMK Group, mitteilt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Käse schwarze Plastikteile befinden könnten. Eine Gesundheitsgefahr beim Verzehr des Produkts ist daher möglich.

Der zurückgerufene Reibekäse wurde bei Edeka und Marktkauf in Teilen von Hessen und Thüringen sowie in angrenzenden Gebieten von Süd-Niedersachsen und dem östlichen Nordrhein-Westfalen verkauft.

Kunden können den vom Rückruf betroffenen Käse in jeder Filiale zurückbringen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist bei dem fehlerhaften Reibekäse auf der Verpackung zu finden. Das Identitätszeichen ist die DE-NI 086 EG und die Menge an Käse in der Tüte beträgt 250 Gramm.

Kunden, die den Reibekäse gekauft haben, können ihn auch ohne Vorlage des entsprechenden Kassenbons zurückgeben. Das Geld wird selbstverständlich erstattet. Der Verzehr des Reibekäses ist gefährlich, weshalb er auf keinen Fall gegessen und in den Handel zurückgebracht werden sollte (mehr Warnungen und Rückrufe bei RUHR24).

Plastik in Lebensmitteln: Deshalb ist die Verunreinigung für Kunden so gefährlich

Beim Verschlucken von Plastikteilen oder anderen Fremdkörpern aus Glas, Metall oder Holz können ernsthafte Verletzungen im Mund- und Rachenraum entstehen. Im schlimmsten Fall drohen innere Blutungen und Verletzungen.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Rückrufen, bei denen Plastikteile in den betroffenen Produkten gefunden wurden. So wurde beispielsweise erst Ende Juli bei Aldi und Lidl Hackfleisch zurückgerufen, weil es Plastik enthalten haben soll.

Dieser Reibekäse wird derzeit von Edeka zurückgerufen.

Gesundheitsschädigendes Ethylenoxid in Käse gefunden – viele Rückrufe in Deutschland

Darüber hinaus kam es sogar erst vor Kurzem noch zu einem anderen Rückruf von Käse: Bei Lidl wurde in mehreren neuen Mozzarella-Produkten gefährliches Ethylenoxid gefunden. Das Pflanzengift steht in Verdacht, nicht nur giftig, sondern auch erbgutverändernd zu sein.

In der Europäischen Union ist Ethylenoxid deshalb schon seit den 90ern nicht mehr zugelassen. Trotzdem befindet es sich heutzutage in vielen Lebensmitteln, weshalb es in Deutschland schon bald zu einem wahren Massen-Rückruf kommen könnte.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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