E-Scooter: Warnung - Stiftung Warentest muss Probefahrt abbrechen

E-Scooter stehen in Dortmund auf der Kampstraße. Stiftung Warentest und der TÜV warnen Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
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E-Scooter stehen in Dortmund auf der Kampstraße. Stiftung Warentest und der TÜV warnen Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

E-Scooter erfreuen sich aktuell in Dortmund und Bochum großer Beliebtheit. Doch Stiftung Warentest und TÜV warnen vor den Rollern. Hier alle Infos.

E-Scooter haben sich mittlerweile in Dortmund und Bochum zu einem beliebten Fortbewegungsmittel etabliert. Doch Stiftung Warentest und der TÜV-Verband kritisieren nun die Roller.

  • E-Scooter sollen vor allem im Winter auch in Dortmund und Bochum gefährlich für die Nutzer sein.
  • Davor warnen Stiftung Warentest und der Verband des TÜV.
  • Vor allem bei der Benutzung und der Speicherung der Daten schneiden die Roller von Circ, Lime, Tier und Voi schlecht ab.

E-Scooter: Achtung Verletzungsgefahr! Stiftung Warentest bricht Test ab

Innerhalb kurzer Zeit durch die City von Dortmund düsen oder noch rechtzeitig die Bahn erwischen - egal für welchen Zweck. Die E-Scooter erfreuen sich im Ruhrgebiet großer Beliebtheit. Doch bei einem Vergleich der Anbieter wie Circ und Lime hat Stiftung Warentest einige Gefahren festgestellt.

So können Nutzer sich leicht verletzen, wenn sie mit dem Roller über unebenen Grund wie Kopfsteinpflaster düsen. Daher mussten die Tester von Stiftung Warentest ihre Probefahrten sogar teilweise wegen Sicherheitsbedenken abbrechen. "Sobald man über Kante, Kopfsteinpflaster oder Huckel fährt, ist der Fahrspaß vorbei", kritisieren sie.

Untersucht wurden die bekannten Marken der E-Scooter Lime, Tier, Circ, und Voi. Außerdem haben die Tester neben der Sicherheit, die Nutzerfreundlichkeit der Apps sowie den Datenschutz und die Arbeitsbedingungen, unter denen die Roller eingesammelt werden, untersucht.

TÜV warnt vor Benutzung der Roller im Winter

Unterschiede gibt es etwa bei den Bremsen. Denn während Tier und Circ über zwei Handbremsen verfügen, müssen Nutzer von Lime und Voi mit einer Handbremse und einer Fußbremse fahren.

Die Sicherheitsbedenken teilt außerdem der TÜV-Verband. Gerade im Herbst bei nassem Laub und im Winter bei Schneefall sei es gefährlich, die E-Scooter zu nutzen.

Daher fordert der TÜV-Verband, dass die elektrischen Roller bei schlechtem Wetter nicht zur Verfügung stehen sollen.

Ein großer Kritikpunkt ist für Stiftung Warentest, die auch Spülmaschinentabs getestet hat, der Preis, den Kunden für die Nutzung der Roller zahlen müssen. Dieser sei insgesamt zu hoch. So kosten zehn Minuten Fahrt beispielsweise bei Lime zwei Euro. In Berlin, wo Stiftung Warentest getestet hat, lag der höchste Preis sogar bei 3,50 Euro für zehn Minuten. Hinzu kommt eine Entsperrgebühr pro App von einem Euro.

Stiftung Warentest kritisiert Datenschutz der E-Scooter-Anbieter

Als weiteres Problem sieht Stiftung Warentest - neben weiteren Datenschützern in Deutschland - den Datenschutz. Denn die Apps, über die Nutzer die E-Scooter mieten können, sollen mehr Daten als nötig verarbeiten. Wer auf den Spaß nicht verzichten möchte, der muss neben neben den nötigen Zahlungs- und Standortdaten auch Handynummer, E-Mail-Adresse oder einen sogenannten Device-Fingerprint an die App senden. Der Fingerabdruck dient normalerweise zur Identifizierung des Smartphones.

Daher kommt Stiftung Warentest zu dem Urteil "Die Apps [...] sind auch darauf ausgelegt, viele Nutzerdaten einzusammeln." Ähnliches fanden die Tester auch bei aktuellen Smartwatches: Die Hersteller fragen viele Nutzerdaten ab. Fitnessdaten würden aber nicht an Dritte weitergegeben.

Wer auch zur ungemütlichen Jahreszeit mit einem E-Scooter durch Dortmund düsen möchte, der soll in jedem Fall die Möglichkeit dazu haben. Denn trotz der Forderung vom TÜV-Verband, die Roller im Winter nicht anzubieten, wollen die Unternehmen die Roller ganzjährig zur Verfügung stellen.

Wer einen E-Scooter nicht leihen, sondern lieber kaufen will, der sollte diese Tipps der Polizei beachten.

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