Viele Zusatzstoffe

Eklige E-Nummern in Lebensmitteln: Inhaltsstoffe, die den Appetit echt verderben können

Schmelzkäse E-Nummer Supermarkt
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Was steckt hinter den E-Nummern in Lebensmitteln?

Hinter den E-Nummern stecken verschiedenste Stoffe. Dabei können manche den Appetit verderben, auch wenn sie komplett unbedenklich sind.

NRW – E338, E339 oder E340: Die Liste der E-Nummern ist lang. Doch die meisten Verbraucher wissen gar nicht, was wirklich dahinter steckt. Hinter einigen von ihnen stecken nicht wirklich appetitliche Inhaltsstoffe.

StaatenverbundEuropäische Union
Gründung1. November 1993, Maastricht, Niederlande
HauptstandortBrüssel, Belgien

E-Nummern: Was hinter den Zusätzen in Lebensmitteln steckt – ob in Schoko-Bons oder Kartoffelbrei

Ob in Süßigkeiten, Kartoffelbrei-Pulver oder auch einfach nur Aufbackbrötchen: Auf der Rückseite vieler Produkte sind die sogenannten E-Nummern als Inhaltsstoffe aufgelistet. Hinter ihnen verstecken sich Stoffe, die nicht jeder unbedingt in seinen Lebensmitteln haben möchte.

Aber wofür steht die E-Nummer eigentlich? Diese Nummern werden von der Europäischen Union für Stoffe vergeben, die als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen sind. Die Zulassung der Stoffe ist in allen Mitgliedsstaaten gültig. Dabei steht das „E“ gleichzeitig für „Europa“ und für „edible“, also essbar.

Eklige Zusätze in Lebensmitteln: Diese Stoffe stecken hinter den E-Nummern

Einer der kuriosesten Inhaltsstoffe ist die Nummer E904. Dieser Lebensmittelzusatzstoff ist auch bekannt als Schellack. Klingt an sich schon nicht lecker, ist aber noch nicht alles. Diese Art Lack oder Harz kommt von der Lackschildlaus und ist im Prinzip der Kot der Läuse – daher ist der Zusatz auch nicht vegan (alle Lifehacks auf RUHR24).

E904 wird unter anderem bei Kinder Schoko-Bons und anderen Süßigkeiten fürs Dragieren genutzt, kommt aber auch als Überzugmittel für Äpfel und Birnen zum Einsatz. Dadurch sollen Produkte schöner aussehen und glänzen – das, was ein Lack eben macht. Und auch wenn Schellack nicht gesund klingt, ist es laut Utopia.de häufig eine bessere Alternative zu synthetischen Stoffen, da es keine giftigen Dämpfe bei der Behandlung absondert. Zudem ist der Verzehr des Stoffes komplett unbedenklich.

Was steckt hinter den E-Nummern in Lebensmitteln?

Aber auch E1520 ist nicht ohne: Propylenglycol ist der Stoff, der sich hinter der Nummer befindet. In der EU gilt er als Lebensmittelzusatzstoff, da er als Träger für Aromen dient. Also zum Beispiel in Salat-Dressings, Backwaren oder Kaugummis. In der Industrie wird dieser Stoff allerdings auch für die Herstellung von Frostschutzmitteln genutzt, da er zu den Alkanolen gehört.

Die E-Nummern werden in verschiedensten Artikeln genutzt. Hier zum Beispiel in einem Schmelzkäse.

In Schmelzkäse kommen verschiedenste E-Nummern vor. Davon sind nur einige: E338, E339, E340, E341, E343 und E450. Laut ecowoman.de werden sie alle künstlich hergestellt und gehören zur Gruppe der Phosphate. Sie sollen als Konservierungs- und Verdickungsmittel, sowie als Stabilisator dienen. Kurz gesagt – sie verhindern das Verklumpen und sichern die Farben der Lebensmittel. Genau diesen Zweck erfüllen die Zusatzstoffe auch in Schmelzkäse und sichern ihre Konsistenz. Phosphate können für den Körper in großen Mengen jedoch gefährlich sein, da sie komplett vom Körper aufgenommen werden. Phosphate in großen Mengen können Herzinfarkte oder Schlaganfälle begünstigen.

Video: Zusatzstoffe verstehen mit dieser App

E320 und E321 kommen häufig in fettreichen Lebensmitteln vor: Dahinter versteckt sich das künstliche Antioxidationsmittel Butylhydroxytoluol (BHT). Es wird eingesetzt, weil es verhindert, dass Fette ranzig werden. Daher ist es häufig in Brat- und Frittierfett sowie Schmalz zu finden. Der Stoff wird aber auch in Treibstoffen für Flugzeuge eingesetzt.

E-Nummern: Was hinter den Zusätzen in Lebensmitteln steckt – ohne Bedenken einkaufen

Verbraucher sollten immer daran denken, dass Inhaltsstoffe in Deutschland stark kontrolliert werden. Zudem gibt es für die meisten schädlichen Stoffe ein Verbot, weswegen man grundsätzlich alle Produkte verzehren kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen.

Die sicherste Variante ist definitiv: Selber machen. Wer seinen Kartoffelbrei oder Backwaren einfach zu Hause selber macht, kann sicher sein, dass keine ungewollten Inhaltsstoffe in den Produkten stecken.

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