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E-Autos: ADAC deckt Mängel auf – Tesla fällt im Test krachend durch

Wie schneiden die vier beliebtesten E-Autos beim TÜV ab? Der ADAC klärt auf.

Dortmund – Wie schneiden die vier beliebtesten E-Autos bei ihrer ersten Hauptuntersuchung (HU) beim TÜV ab? Wie RUHR24* weiß, hat der ADAC das untersucht und ausgewertet.

VereinAllgemeiner Deutscher Automobil-Club (ADAC)
Was?TÜV-Bericht 2022
ThemaMängel bei E-Autos

E-Autos beim TÜV: Wie gut schneiden Tesla, BMW, Smart und Renault ab?

Mittlerweile liegen Werte vor, wie die aktuell vier beliebtesten E-Autos in Deutschland* bei ihrer ersten TÜV-Untersuchung abschneiden. Es handelt sich um die Modelle BMW i3, Renault Zoé, Smart Fortwo Electric Drive und Tesla Model S.

Der ADAC, der sich auch mit Themen wie Winterkleidung im Auto* beschäftigt, hat das Resultat auf der eigenen Homepage veröffentlicht. Das Ergebnis: Durchwachsen! Doch wo liegen die größten Probleme? Genau genommen bei defekten Bremsscheiben, Mängeln bei den Achsenaufhängungen, Querlenkern und dem Licht.

Der ADAC in dem Bericht weist darauf hin, dass der Anteil der Verbrenner-Autos mit „erheblichen Mängeln“ bei ihrer ersten TÜV-Untersuchung nach zwei bis drei Jahren im Durchschnitt bei 4,7 Prozent liegt. Autos mit „erheblichen Mängeln“ fallen bei der HU durch.

E-Autos beim TÜV: Getestet wurden Smart Fortwo, Renault Zoé, BMW i3 und Tesla Model S

Der Smart Fortwo schneidet dabei am besten ab. Nur 3,5 Prozent der Fahrzeuge zeigen die genannten „erheblichen Mängel“ (siehe Grafik). Beim BMW i3 fallen 4,7 Prozent der Autos bei der HU durch – genau so viele, wie beim durchschnittlichen Verbrenner. Dabei zeigt das E-Auto typische Mängel: Neben den schon genannten defekten Bremsscheiben, plagt das E-Auto von BMW auch noch ein defektes Abblendlicht.

Das Problem mit den Bremsen bei E-Autos erklärt sich übrigens laut ADAC durch die Frequenz der Nutzung. Wenn ein E-Auto-Fahrer den Fuß vom Gas nimmt, bremst der Wagen automatisch – das ist die sogenannte Rückgewinnung der Bremsenergie, die beim Verbrenner nicht vergleichbar vorhanden ist. Fahrer von Verbrenner-Pkw* nutzen die Bremsen also schlicht und einfach häufiger.

Schlechter schneidet hingegen der Renault Zoé ab. Neben Problemen bei Scheinwerfern gibt es häufig Mängel mit Achsenaufhängungen. 5,7 Prozent dieser Fahrzeuge weisen „erhebliche Mängel“ auf.

Während die Tesla-Aktie von Höhepunkt zu Höhepunkt rast, schneidet das Tesla Model S laut ADAC immens schlecht ab. Bei der ersten Hauptuntersuchung beim TÜV weisen diese Modelle eine Mängelquote von 10,7 Prozent auf. Jeder zehnte Tesla Model S fällt demnach beim ersten Mal durch den TÜV. Probleme gibt es vor allen Dingen beim Nebel- und Abendlicht sowie bei den Querlenkern.

E-Autos beim TÜV: Tesla Model S fällt krachend durch

Der ADAC weist darauf hin, dass die vier E-Autos aktuell noch nicht im TÜV-Report 2022* aufgeführt werden. Die Fahrzeuge werden erst seit einigen Jahren in nennenswerter Stückzahl verkauft. Grundlage der Ergebnisse sind insgesamt 1.142 Hauptuntersuchungen beim BMW i3, 1.939 beim Renault Zoé, 1.645 beim Smart Fortwo und 812 beim Tesla Model S.

Der ADAC hat die erste Hauptuntersuchung (TÜV) von E-Autos untersucht.

Eine vorläufige Bewertung der technischen Sicherheit der Fahrzeuge ist somit erstmals möglich, wie es der ADAC im Bericht schreibt. Im Vergleich mit den insgesamt 128 getesteten Verbrenner-Modellen würde der Smart im ersten Drittel, der BMW im zweiten Drittel und Renault sowie Tesla im letzten Drittel des TÜV-Berichts auflaufen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa, TÜV-Süd; Collage: RUHR24