Tipps für den Garten

Drainage bei Pflanzen mit Blähton anlegen: Das bewirkt die Methode

Staunässe bei Pflanzen kann durch Drainage verhindert werden. Aber ist das wirklich notwendig?

Deutschland – Was hat die Pflanze nun schon wieder? Wenn die Botanik die Blätter hängen lässt oder gar abwirft, stehen viele Pflanzenbesitzer oft vor einem Rätsel. Ein häufiger Grund fürs Pflanzensterben ist Staunässe. Drainagen helfen dabei, die Pflanze trocken zu halten. Doch wie notwendig sind die nicht ganz unkomplizierten Entwässerungsanlagen wirklich?

PflanzenartZimmerpflanzen
Andere BezeichnungTopfpflanze, Blumenstock
ArtenEfeutute, Gummibaum, Fensterblatt, Weihnachtsstern uvm.

Topfplanze lässt die Blätter hängen und riecht faulig: Staunässe könnte der Grund sein

Wenn das Wasser im Boden einer Pflanze nicht abfließen kann und die Wurzeln permanent in nasser Erde stehen, leidet die Pflanze früher oder später unter Staunässe. Für die meisten Pflanzen ist das ein großes Problem, da sie dann über ihre Wurzeln keinen Sauerstoff und keine Nährstoffe mehr aufnehmen können. Die Konsequenz: Sie lassen ihre Blätter hängen, werfen sie ab, riechen faulig und sterben irgendwann ab.

Staunässe lässt sich jedoch ganz leicht vermeiden, indem überschüssiges Wasser durch eine Drainage aus dem Pflanzentopf abgeleitet wird. Besonders essentiell ist die Drainage für alle Steingarten-Pflanzen und mediterranen Pflanzen – ihr Boden sollte nie zu feucht sein.

Staunässe bei Pflanzen verhindern: Drainage kann bei Topfpflanzen Abhilfe schaffen

Doch wie stellt man eine Drainage überhaupt her? Bei Topfpflanzen geht das ganz einfach: Dazu müssen einfach kleine Löcher in die Blumen- und Pflanzentöpfe gebohrt werden. Einige Hobbygärtner und -gärtnerinnen werden nun große Augen und Ohren bekommen – schließlich kann man viele Ton- und Keramiktöpfe bereits mit einem Loch am Boden kaufen. Ist es dann überhaupt nötig, selbst eine Drainage zu bohren?

Grundsätzlich funktioniert ein Loch am Boden des Pflanzentopfes auch als Drainage, da dadurch das Wasser abfließen kann. Das Haushaltsjournal warnt jedoch davor, sich nur auf das Boden-Loch zu verlassen. Denn: „Mehrere kleine Löcher funktionieren dabei besser als ein einzelnes großes.“ Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich die Bohr-Arbeit machen.

Drainage bei Pflanzen: Kleine Löcher im Topf wirken Wunder

Wer nicht auf einen Übertopf verzichten möchte, sollte die Pflanze darin etwas erhöht aufstellen, etwa auf Ziegelsteine, damit das Wasser abfließen kann. Wer einen Untertopf benutzt, sollte regelmäßig überprüfen, ob sich darin Wasser angesammelt hat (mehr Garten-Themen auf RUHR24 lesen).

Damit das Wasser auch innerhalb des Blumen- oder Pflanzentopfes abfließen kann, sollte sich unterhalb der Erde eine Schicht aus Kieselsteinen, Sand oder Vermiculit befinden. Die Höhe der Schicht sollte etwa 10 Prozent der Topfhöhe betragen. Wer seine Pflanze nicht regelmäßig gießen kann, – zum Beispiel bei Büropflanzen oder wenn man in den Urlaub fliegt – kann auch darüber nachdenken, sie statt in Erde in Tongranulat oder Blähton zu setzen. Das Material speichert die Feuchtigkeit und gibt sie nach und nach zurück an die Pflanze.

Drainage bei Pflanzen im Garten: Auch auf das richtige Gießen kommt es an

Staunässe im Garten zu vermeiden ist nicht ganz so einfach: Zunächst hängt die Staunässegefahr der Pflanzen vor allem von der Bodenbeschaffenheit des Gartens ab, berichtet utopia. Der Boden sollte aus durchlässiger, lockerer und sandiger Erde bestehen – dann sollte der Abfluss keine Probleme bereiten. Problematisch ist hingegen fester und lehmiger Boden.

Wenn Pflanzen unter Staunässe leiden, ist es nur schwer, sie zu retten. Früher oder später sterben sie ab.

Doch auch im Garten kann eine Drainageschicht in die Erde eingebettet werden. Dafür empfiehlt Utopia, um die Pflanze herum ein Loch zu graben und den Boden mit einer dünnen Schicht Kies oder Sand zu bedecken. Die Steine lockern den Boden auf und das Wasser kann besser abfließen. Anschließend wird wieder Erde zurück in das Loch geschüttet.

Die wichtigste Regel gegen Staunässe im Garten ist jedoch unbedingt, darauf zu achten, die Pflanzen nicht zu überwässern und zu stark zu gießen. Vor dem Gießen sollte man deshalb immer erst mit dem Finger testen, ob die obere Schicht der Erde bereits ausgetrocknet ist.

Rubriklistenbild: © Lena Zschirpe/RUHR24

Mehr zum Thema