Einfache Abholung in den Filialen

DM-Filialen führt Abholstationen ein – aber Kostenfalle droht

Der Drogeriemarkt DM führt Abholstationen ein. RUHR24 erklärt, wie der neue Service funktioniert und welche Kostenfalle lauert.

Dortmund – Seit der Corona-Pandemie setzen viele Geschäfte auf das Click & Collect-System: Bequem kann das Zusammenstellen des Warenkorbes auf dem Sofa oder in der Bahn erledigt und die Produkte dann in der nächsten Filiale abgeholt werden. Auch der Drogeriemarkt DM steigt nun mit ein und bietet seinen Kunden einen Service, den es bislang dort in der Form noch nicht gab.

DrogeriemarktketteDM
GründerGötz Werner
Gründung28. August 1973
CEOChristoph Werner (Aug. 2019–)

DM beschließt neuen Service – Abholstationen für einfaches Click & Collect nutzen

In bis zu 700 Filialen soll es künftig möglich sein, sich die gewünschten Produkte über den Online-Shop oder die App des Unternehmens auszusuchen und vor Ort dann mitzunehmen.

Und der Drogeriemarkt DM macht sogar noch ein weiteres Versprechen: Während Verbraucher bei manchen Geschäften einige Tage auf die Abholung warten müssen, soll es bei den Geschäften des Rossmann-Konkurrenten teilweise deutlich schneller gehen.

Einige Produkte aus dem Sortiment des Drogeriemarktes sollen über die Option der Express-Abholung schon nach drei Stunden bereit sein, um vom Käufer mitgenommen zu werden. Dies soll innerhalb der regulären Öffnungszeiten und mit bis zu 50 Artikeln pro Einkauf möglich sein. Ab 51 Artikeln kann sich die Wartezeit auf sechs Stunden verlängern. Ansonsten gelten für das Einsammeln des Paketes an der Abholstation die regulären Lieferzeiten.

Online-Shop von DM mit Filialen verbunden: Neue Abholstationen machen es möglich

Für Kunden soll der neue Service von DM kostenlos sein – unter einer Voraussetzung. Um die neue Funktion ohne zusätzliche Gebühren nutzen zu können, benötigen Verbraucher ein Kundenkonto für die entsprechende App oder den Online-Shop.

Wer darauf verzichten möchte, zahlt nach Angaben von DM als Gastbesteller unabhängig von der Höhe der Bestellung 2,95 Euro als Servicepauschale.

Abholstationen bei DM: So funktioniert der neue Service beim Drogeriemarkt

Damit das Online-Shopping gelingt, müssen Kunden drei Schritte befolgen: Zunächst gilt es, im Filialfinder den gewünschten Drogeriemarkt in der Nähe auszuwählen. Dadurch bekommen Verbraucher die Auswahl aus dem Sortiment angezeigt, die im gewählten Geschäft aktuell verfügbar ist.

Anschließend muss man die gesuchten Produkte in den digitalen Warenkorb legen und erneut prüfen, ob die Artikel weiterhin verfügbar sind. Ist dies der Fall, steht den Kunden bei den Versandarten die Expressabholung zur Verfügung (weitere News zu Supermärkten und Discountern bei RUHR24).

Wie schon bei Kleidung und Co. können Kunden nun auch bei DM per Click & Collect einkaufen.

Das Bezahlen klappt für die Kunden von DM direkt über Paypal oder Sofort-Überweisung, per Kreditkarte, Giropay oder auch nach Erhalt der Ware über die Option „Kauf auf Rechnung“ mit dem Portal Klarna. Ein Anstehen in den langen Warteschlangen vor der Kasse wird dadurch für die Kunden überflüssig. Möchte man nicht die komplette Bestellung behalten, kann die unerwünschte Ware direkt im Geschäft zurückgegeben werden.

Produkte bei DM an der Abholstation abholen – Vorsicht vor möglicher Preisfalle

Für die Abholung an dem neuen Service-Point erhalten Kundinnen und Kunden in der „Mein DM-App“ oder per E-Mail einen Abholcode, den sie dann an der Station einscannen oder eintippen. Für insgesamt 26 Bestellungen ist Platz in dem Gerät.

Die Abholstation soll es in bis zu 700 DM-Märkten geben.

Aber aufgepasst: Schnäppchenjäger sollten die Produkte vor dem Online-Einkauf genau überprüfen. Denn der Drogeriemarkt DM weist darauf hin, dass sich die Preise der Artikel in den Geschäften von denen im digitalen Sortiment unterscheiden können. Wer also nicht nur unkompliziert, sondern auch günstig mithilfe der Abholstationen einkaufen möchte, der sollte daher die womöglich unterschiedlichen Preise und Angebote im Blick behalten.

Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/Imago

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