Kunden aufgepasst!

Drastische Corona-Änderungen bei Filialen von dm geplant

Auch dm ist von der Corona-Krise getroffen. Es könnte bald Änderungen geben, die auch Kunden des Drogeriemarktes betreffen.
+
Auch dm ist von der Corona-Krise getroffen. Es könnte bald Änderungen geben, die auch Kunden des Drogeriemarktes betreffen.

Auch bei dm schlägt die Corona-Krise zu. Kunden müssen sich deswegen auf einige Änderungen beim Drogeriemarkt einstellen.

Deutschland - Kleine Unternehmen, Kultur und Gastronomie trifft die Corona-Krise wirtschaftlich besonders hart. Doch auch große Unternehmen bleiben nicht verschont, wie etwa die Drogeriekette dm.

Drogeriemarktdm
HauptstandortKarlsruhe
GründerGötz Werner

Corona-Krise: dm will sich in Zukunft den Kunden anpassen

So habe der Drogeriemarkt während der Corona-Krise in diesem Jahr ein verändertes Kaufverhalten der eigenen Kunden beobachtet. Wie Geschäftsführer Christoph Werner während der Vorstellung der Jahreszahlen bekannt gab, spüre man durch Corona einen eindeutigen Trend, der sich bereits vorher abgezeichnet hätte.

Die Kunden von dm würden seltener in einer Filiale einkaufen, dafür aber umfangreicher. Auf Hamsterkäufe wegen des Coronavirus reagierte dm allerdings zeitnah. Auch Drogeriemärkte in Innenstädten, Einkaufszentren oder Bahnhöfen wurden wesentlich seltener aufgesucht, wie Merkur* berichtet.

Veränderungen bei dm wegen Corona: Kunden müssen weiter für Drogeriemarkt fahren

„Man muss dort sein, wo die Kunden sind“, so Werner. Will dm also Filialen schließen oder anderweitig platzieren? Und müsste man als Kunde demnach zukünftig weiter zu einem Geschäft fahren?

dm-Chef Christoph Werner: «Man braucht sich nicht zu wundern, wenn die Kundenströme in die Vorstädte gehen oder ins Internet abwandern.». Foto: Uli Deck/dpa

Konkret wurde der Geschäftsführer nicht, sagte aber, dass sich der Kundenbedarf „künftig womöglich grundsätzlich auch mit weniger stationären Filialen decken“ ließe. Es könne demnach tatsächlich „zu Standortverlagerungen kommen“, obwohl dm auch im kommenden Jahr weiter wachsen und sein Netz an Filialen vergrößern wolle.

In Gelsenkirchen ist diese Umstrukturierung bereits Realität. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, würde dort der dm im Bahnhofscenter geschlossen. Corona sei hier offiziell nicht der Grund, sondern vielmehr die Ladenfläche der Filiale. In Duisburg hingegen soll zu den 15 Filialen von dm im Stadtgebiet eine weitere hinzukommen.

Wachstum bei dm vorbei? Drogeriemarkt verliert wegen Corona an Umsatz

Doch die Zeiten des großen Wachstums scheinen auch bei dm vorbei zu sein. Zwar verbuchte der Drogeriemarkt im Jahr 2018/2019 einen neuen Umsatz-Rekord, im Jahr 2019/2020 sollen die Umsätze aber weitestgehend zurückgegangen sein. Laut dem Merkur könnte dm trotzdem noch einige Jahre seinen Posten als „Branchenprimus“ behalten.

Reaktionen auf die veränderte Wirtschaftslage gab es aber bereits in der Vergangenheit. So hat sich dm im vergangenen Jahr von den nationalen Einheitspreisen verabschiedet und seine Preise nach den einzelnen Regionen und der Wettbewerbssituation angepasst.

Corona-Krise: dm bietet Anti-Körper-Tests für seine Kunden an

Seit kurzem bietet dm außerdem Anti-Körper-Tests für seine Kunden an. Allerdings warnen Experten davor, sich darauf allzu sehr zu verlassen. Der Test könne, anders als der in Österreich angebotene PCR-Test, keine akute Corona-Infektion nachweisen. Lediglich eine bereits überstandene Erkrankung kann von dem Test nachgewiesen werden: ist der Test positiv, hatte man bereits eine Covid-Infektion. *Merkur ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Mehr zum Thema