Energiekrise

Nächster Einzelhändler muss Insolvenz anmelden: „Massiver Umsatzeinbruch“

Einzelhändler haben aktuell wenig zu lachen. Wegen der Energiekrise müssen viele Kunden sparen. Eine Bio-Kette hat deshalb nun Insolvenz angemeldet.

Dortmund – Für viele Händler kommt die Energiekrise einem Todesstoß gleich. Zuerst hatte Corona das Geschäft für viele Konzerne drastisch einbrechen lassen. Nun sorgen gestiegene Preise für Miete, Strom und Gas für höhere Grundkosten. Auch das Kaufverhalten von Kunden hat sich verändert – wie der Händler „Bio-Mammut“ nun schmerzlich zu spüren bekommt.

Deutscher Bio-Händler muss Insolvenz anmelden – Kunden bleiben weg

Der kleine Fachhändler aus Süddeutschland hat Insolvenz angemeldet. Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) berichtet, waren in der letzten Zeit viele Kunden weggeblieben, was zu hohen Umsatzeinbußen geführt habe. Viele Verbraucher setzen in der Energiekrise auf günstigere Eigenmarken der großen Discounter, um Geld zu sparen.

Dem Fachhändler Bio-Mammut fehle die Größe, um diese Umsatzflaute einfach wegzustecken, wie der Insolvenzverwalter bekannt gab. Bio-Mammut besitzt sechs Standorte in Baden-Württemberg mit 50 Mitarbeitern. Deren Gehalt sei bis Ende Januar 2023 gesichert (mehr Supermarkt-News bei RUHR24).

Bio-Mammut rechnet mit guten Chancen, sich zu erholen – „weder verschuldet noch zahlungsunfähig“

Kunden kriegen von dem Insolvenzverfahren wenig mit. Sie können mit einem weiterhin normalen Angebot rechnen. Aktuell zeichnet sich ab, dass sich die kleine Bio-Kette erholt. Das Unternehmen sei nämlich weder „zahlungsunfähig noch bilanziell überschuldet“, wie die LZ schreibt.

Ein Mann füllt einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens aus.

Das Konzept von Bio-Mammut erinnert an das von Märkten wie Alnatura. Angeboten werden ausschließlich Bio-Produkte, hauptsächlich aus der Region – schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage. Angeboten wird ein Supermarkt-Sortiment aus Milchprodukten, Fleisch, aber auch pflanzlichen Alternativen.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

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