E-Learning im Home-Office

Digitales Semester gestartet: Fünf Tipps für das Studium zu Hause

Wegen des Coronavirus startet das Sommersemester digital. Unis und Hochschulen bieten Angebote fürs Studium zu Hause. Damit das klappt, kommen hier fünf Tipps.

  • Wegen des Coronavirus starten die Unis und Hochschulen das Sommersemester digital.
  • Dabei stehen viele Studenten vor Problemen beim Studium zu Hause.
  • Fünf Tipps können helfen, das digitale Semester im Home-Office durchzuziehen.

Dortmund - Am vergangenen Montag (20. April) ist in NRW das Sommersemester an Hochschulen und Universitäten gestartet. Wegen des Coronavirus in diesem Jahr zwei Wochen verspätet und vorerst völlig digital. Präsenzveranstaltungen gibt es keine.

Digitales Semester: Unis und Hochschulen starten Studium ohne Präsenz

Für viele Studenten ist die Situation neu und ungewohnt.Seminare und Vorlesungen finden per Videokonferenzen im virtuellen Klassenraum statt. Der Kontakt zu Dozenten und Professoren läuft ausschließlich per Mail ab - in seltenen Fällen per Telefon.

Vor allem für Uni-Frischlinge, die zum Sommersemester 2020 ihr Studium neu begonnen haben, kann das sogenannte "digitale Semester" zur wahren Zerreißprobe werden. Aber auch Studenten, die schon in höheren Semestern sind, dürften so ihre Probleme haben, das E-Learning in den eigenen vier Wänden durchzuziehen.

Damit der Einstieg schneller klappt und der Überblick zwischen Videokonferenzen, E-Mails und täglicher Aufgaben nicht verloren geht, kommen hier fünf Tipps fürs digitale Semester.

Digitales Semester: Die Technik muss klappen - Internet und Ausstattung

Das Wichtigste überhaupt sind die technischen Voraussetzungen. Dazu gehört vor allen Dingen eine stabile Internetverbindung. Ohne WLAN mit entsprechender Leitung wird es schwierig, Video-Konferenzen oder Online-Vorlesungen mit mehr als zehn Teilnehmern aufrechtzuerhalten. Im schlimmsten Fall können euch andere nicht mehr sehen oder hören, oder ihr werdet ganz aus der Konferenz geschmissen.

Das Gleiche gilt für die Ausstattung. Für digitale Lehrangebote empfiehlt es sich, einen Laptop mit vorinstallierter Webcam zu nutzen. Dadurch könnt ihr neben den Video-Konferenzen noch einfacher mitschreiben und Sachen besser lesen als zum Beispiel am Handy.

Digitales Semester: Plattformen und Programme fürs Studium zu Hause

Nichts ist unangenehmer als vor vollendeten Tatsachen zu stehen. Wegen der aktuellen Situation nutzen viele Dozenten für ihre Video-Konferenzen Plattformen wie "Zoom" oder "Webex". Damit es nicht zu Problemen bei der Nutzung solcher Dienste kommt, solltet ihr sie euch im Bestfall schon vorab installieren und euch ein Profil anlegen.

Weil es keine einheitliche Regelung der Hochschulen und Unis gibt, welche Plattformen und Programme für das digitale Semester genutzt werden, empfiehlt es sich zusätzlich, eine Übersicht mit allen Kursen und den dazugehörigen Plattformen zu erstellen. Auf diese Weise verhindert ihr, dass ihr jedes Mal nachgucken müsst oder sogar zu spät kommt, weil ihr euch nicht merken könnt, wo welcher Kurs stattfindet.

Wegen der Coronavirus-Pandemie bleiben die Hörsäle in diesem Sommersemester vorerst leer. Die Unis und Hochschulen starten mit digitalen Vorlesungen und Seminaren. 

Digitales Semester: E-Mails der Uni/Hochschule sortieren und gründlich lesen

Wegen fehlender Präsenzveranstaltungen kann es in diesem Sommersemester passieren, dass ihr eure Dozenten und Professoren erst mal nicht persönlich kennenlernt. Die Kommunikation läuft stattdessen meist über den Mail-Verteiler der jeweiligen Uni oder Hochschule ab. Vor allem zu Beginn des Semesters können das viele Informationen auf einmal sein.

Damit ihr dabei nicht den Überblick verliert, solltet ihr eure Mails regelmäßig checken und gründlich lesen. Nur so verhindert ihr, dass wichtige Information zu Seminaren oder Prüfungsleistungen nicht verloren gehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, markiert wichtige E-Mails und speichert sie in entsprechenden Ordnern ab.

Digitales Semester: Notizen zum Studium machen und Termine eintragen

Gerade beim Studium zu Hause ist es schwierig, sich an Fristen und Termine zu erinnern. Dazu kommt, dass man wegen der bestehenden Kontaktsperre (alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker) kaum persönlichen Kontakt zu Kommilitonen hat, die einen an Vorlesungen oder Prüfungen erinnern. 

Damit man nicht durcheinander kommt oder Termine vergisst, ist ein Kalender nicht schlecht. Da könnt ihr passend zum jeweiligen Datum alles eintragen, was bei euch ansteht.

Solltet ihr auf die Schnelle keinen Kalender auftreiben können, reichen auch Notizzettel. Doch Vorsicht: Damit es übersichtlich bleibt, solltet ihr die Blätter besser abheften und immer mit einem Datum versehen.

Digitales Semester: Kontakt zu Kommilitonen aus der Uni/Hochschule 

Neben der Bildung ist die Uni/Hochschule auch ein Ort, um Leute kennenzulernen oder Freunde zu finden. In Zeiten des Coronavirus und fehlender Präsenzveranstaltungen ist das aber so gut wie unmöglich.

Vor allem für Erstsemester kann das schwierig werden, weil ihnen der Anschluss fehlt und Veranstaltungen wie Orientierungswochen oder Studenten-Partys nicht stattfinden können.

Eine Möglichkeit, trotz digitalem Semester Leute kennenzulernen, sind Video-Konferenzen. Meist kann man auf den Plattformen die Teilnehmerlisten einsehen. Außerdem planen Dozenten meist trotz digitaler Lehre gemeinsame Lehr-Aktivitäten wie Gruppenarbeiten. 

Eine andere Option sind entsprechende Uni-Gruppen bei Facebook, die je nach Fakultät und Semester aufgeteilt sind. Einfach oben in die Suche dein Fach und Jahr eingeben und loslegen. Doch aufgepasst - normalerweise dauert es ein paar Stunden oder Tage, bis man der Gruppe beitreten und Beiträge verfassen darf. Ein Beispiel für eine solche Gruppe ist die Fachschaft der Fakultät Anglistik und Amerikanistik der TU Dortmund.

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