Zustellung zu Hause

DHL-Kunden: Großes Ärgernis bei Zustellung hat ein Ende

DHL hat vor Gericht verloren. Für Verbraucher ist das ein Grund zur Freude, denn ein häufiges Ärgernis soll der Vergangenheit angehören.

Dortmund – Die DHL-Lieferanten können die Pakete künftig nicht mehr so ablegen, wie sie es bisher oft gemacht haben. Kunden profitieren von diesem Gerichts-Urteil, wie RUHR24 weiß.

UnternehmenDHL
Gründung1969
SitzBonn

DHL verliert vor Gericht: Das dürfen Paketboten nicht mehr machen

Wer sehnsüchtig ein Paket erwartet und weiß, dass er am Liefertag nicht zu Hause ist, kann bei DHL einen Ablageort bestimmen. Das kann beispielsweise hinter einer großen Pflanze vor der Haustür oder im Carport sein. Der Ablageort kann einmalig oder dauerhaft angegeben werden. Im zweiten Fall kann es allerdings ziemlich ungünstig für den Empfänger werden – zumindest bis jetzt (mehr Digitale-News bei RUHR24).

Bisher hieß es nach Angaben von Focus in den Geschäftsbedingungen der DHL: „Hat der Empfänger eine Abstellgenehmigung erteilt, gilt das Paket als zugestellt, wenn es an der in der Genehmigung bezeichneten Stelle abgestellt worden ist“. Doch genau dagegen hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geklagt – und erhielt Zuspruch. Denn diese entsprechende Klausel dürfe so nicht mehr verwendet werden, urteilten die Richter am Freitag.

Der Grund: Die Kunden seien benachteiligt, denn der Paketdienst war dadurch nicht zur Benachrichtigung verpflichtet. Eine entsprechende Information würde die Kunden des Lieferdienstes in die Lage versetzen, „die Sendung bald an sich zu nehmen“, so der Bundesgerichtshof. Ohne diese Benachrichtigung könnten Paketkunden allerdings tagelang auf ihr Paket warten, während für DHL schon längst alles erledigt ist.

DHL vor Gericht: Keine Benachrichtigung – Kunden kennen das Problem

Deshalb kann die Sendung künftig nicht mehr als zugestellt betrachtet werden, bloß weil sie am Ablageort hinterlegt wurde. Dabei ist es eigentlich auch ohne Pflicht üblich, dass DHL über gelieferte oder anstehende Pakete ankündigt –, doch tatsächlich bleibt diese Nachricht nicht selten aus.

Auf eine SMS, eine E-Mail oder eine Benachrichtigung per App warten Kunden dann vergebens. Denn auch wenn einige Paketboten nach Angaben von merkur.de einen Zettel im Briefkasten hinterlassen, oder über andere Wege über die Zustellung informieren, ist das längst nicht immer der Fall. Doch das ist nicht das einzige Problem von DHL, denn erst kürzlich kamen Pakete gar überhaupt nicht an.

DHL hat vor Gericht verloren.

Doch auch wenn Kunden lediglich nichts von der Zustellung wissen, steigt das Risiko, dass ein Paket beschädigt oder entwendet wird. Zwar soll der gewählte Ablageort laut DHL wettergeschützt und nicht einsehbar auf dem eigenen Grundstück sein, eine Garantie gegen die Beschädigungen oder Diebstahl ist dies allerdings nicht.

Rubriklistenbild: © KJPeters/Imago

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