Neue Gebühren und Plaketten

Autobahn-Gebühren: Autofahrer müssen wichtige Änderung bei Maut kennen

Wer auf der Autobahn etwa in den Urlaub unterwegs ist, muss sich auf neue Mautregeln einstellen.

Deutschland – Über die Autobahn können Pkw-Fahrer viele Ziele zügig erreichen. Allerdings ist das nicht immer kostenlos innerhalb der EU, wie beispielsweise bei den Nachbarländern von Deutschland. An manchen Grenzen werden sogenannte Mautgebühren oder Vignetten fällig. Künftig soll es dabei allerdings eine große Änderung für Autofahrer geben.

StaatenverbundEuropäische Union (EU)
Gründung1. November 1993, Maastricht, Niederlande
Anzahl Mitglieder27 europäische Staaten

Änderung für Autofahrer: Neue Vignetten sollen künftig erhältlich sein

Personen, die beispielsweise nur zwischendurch mit dem Auto Richtung Österreich fahren möchten, sollen nach Angaben von t-online bald die Möglichkeit haben, sogenannte Kurzzeit-Vignetten zu kaufen. Diese gelten dann entweder für einen Tag oder für eine Woche.

Bislang gibt es die Vignetten für eine Fahrt nach Österreich für eine Dauer von zehn Tagen, zwei Monaten oder ein Jahr. Mittlerweile gibt es die Plakette nicht mehr nur zum Aufkleben, sondern auch online. Wie teuer die neuen Versionen der Vignette sein sollen, ist bislang noch nicht bekannt. Der Preis für eine Zehn-Tages-Vignette für Österreich liegt aktuell (Stand: 21. Februar 2022) online bei 9,60 Euro für Auto und Kfz bis 3,5 Tonnen.

Ob ein EU-Mitgliedsstaat sich für ein Mautsystem oder die Vignetten bei Pkw und Kleinbussen entscheidet, bleibt dem jeweiligen Land überlassen. Passionierte Autofahrer, die in anderen EU-Staaten nun neu eingeführte Gebühren befürchten, können aber durchatmen. Denn eine Verpflichtung für Grenzkosten soll es nicht geben.

Neue Regeln für Autofahrer – große Neuerung für Lkw auf der Autobahn

Will ein Mitgliedsstaat allerdings ein solches System künftig einführen, gelten dann die neuen Regeln der EU. Dazu gehört auch, dass umweltfreundliche Autos bis 2026 „bei den Kosten bevorzugt werden“ müssen, informiert t-online.

Eine große Änderung gibt es aber nicht nur für umweltfreundliche Autos, wie elektrische Pkw (E-Autos)*, wie 24auto.de berichtet, sondern auch für Lkw-Fahrer. Denn die Maut soll künftig nicht mehr anhand der Dauer auf der Straße bemessen werden, sondern durch die gefahrenen Kilometer. Dadurch will die EU erreichen, dass mehr emissionsfreie Lkw genutzt werden statt der mit Diesel betriebenen Fahrzeuge, die momentan 98 Prozent ausmachen (mehr News zu Auto und Verkehr bei RUHR24).

Lkw belasten Umwelt: EU reagiert mit großer Änderung – doch es gibt Kritik

Damit sind die aktuellen Lkw ziemliche Luftverschmutzer. Insgesamt 23 Prozent der verkehrsbedingten CO2-Abgase in der kompletten EU seien durch die großen Transporter verursacht.

Allerdings gibt es auch Kritik für die Pläne der EU. Der Branchenverband Common Office befürchtet laut t-online, dass die Lkw für das ausgestoßene CO2 doppelt oder dreifach zahlen müssen durch zusätzliche Gebühren innerhalb des Landes. Denn die Mitgliedsstaaten können beispielsweise auch selber entscheiden, ob sie den Betroffenen zusätzliche CO2-Kosten aufgrund der Verbrenner aufbrummen.

Für Lkw-Fahrer gibt es bald eine Änderung bei den Gebühren auf der Autobahn (Symbolfoto).

Eine Alternative dazu wäre etwa, dass Lkw, die mit Batterie oder Wasserstoff betrieben werden, nur die Hälfte der Strecken-Gebühren zahlen müssen. Bis 2023 haben die Staaten der EU nun Zeit, die neuen Regelungen umzusetzen. Zudem sollen die Lkw-Vignetten, die abhängig vom Zeitraum sind, bis 2030 komplett verboten sein für den Verkauf.

Neues Gesetz für Lkw-Fahrer: Mehr Sicherheit auf den Autobahnen?

Das könnte außerdem auch die Sicherheit für Autofahrer auf den Autobahnen erhöhen. Denn nicht selten sind neben Gaffern unter den Pkw- und Lkw-Fahrern auch Übermüdung und Stress aufgrund von Zeitdruck große Risikofaktoren bei den Lieferfahrzeugen. *24auto.de ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tino Plunert/dpa

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