Pleitewelle

Deutscher Sporthändler vor dem Aus – Insolvenz nach nur 18 Jahren

Ein deutscher Online-Sporthändler muss nach 18 Jahren Insolvenz anmelden. Gründe für die Pleite soll es gleich mehrere geben.

Dortmund – Immer mehr Unternehmen müssen Insolvenz anmelden. Die Pleite betrifft sowohl Möbelkonzerne als auch deutsche Elektrohändler. Nun folgt ein großer Sporthändler aus Süddeutschland, welcher einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt haben soll.

Großer Sporthändler Keller vor dem Aus – Insolvenz nach nur 18 Jahren

Konkret handelt es sich bei dem Sportarthändler um Keller Sports aus München. Das Unternehmen verkauft sowohl Sport- als auch Lifestyleartikel – darunter beispielsweise Produkte von Nike, Adidas und The North Face. Nach 18 Jahren hat das Unternehmen allerdings Insolvenz angemeldet (mehr Service-News bei RUHR24).

Gründe dafür seien vor allem die Folgen der Corona-Pandemie und die verschlechterten Konsumenten- und Marktbedingungen aufgrund des Ukraine-Krieges, wie die Website textilwirtschaft.de berichtet. Das Zusammenspiel dieser Faktoren ist dem Unternehmen zum Verhängnis geworden. Doch was hat das für die Kundschaft zu bedeuten?

Großer Sportarthändler vor dem Aus – das ändert sich für die Kunden

Für Sportliebhaber ändert sich vorerst nichts, denn der Betrieb soll ganz normal weitergeführt werden. Die Keller Group GmbH plant im Rahmen der Eigenverwaltung allerdings eine Sanierung, welche das Unternehmen wieder auf Kurs bringen soll. Ob dies tatsächlich gelingt, bleibt nun jedoch abzuwarten.

Denn auch die bisherigen Schritte, das Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren, sind gescheitert. So haben 2021 beispielsweise externe Kapitalgeber ausgeholfen, „um das starke Wachstum von Keller Sports finanzseitig optimal zu unterstützen“, erklärt ein Pressesprecher gegenüber der Textilwirtschaft.

Ein großer Sportarthändler meldet Insolvenz an (Symbolbild).

Auch der neue Geschäftsführer Ingo Stober, welcher für die Umstrukturierung des Unternehmens zuständig ist, konnte die Insolvenz nicht verhindern.

Rubriklistenbild: © Karina Hessland/Imago

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