Gewerkschaft Verdi

Deutsche Post: Streik in allen Brief- und Paketzentren angekündigt

Bereits am Donnerstag werden die ersten Brief- und Paketzentren bestreikt. Am Freitag geht der bundesweite Streik bei der Deutschen Post weiter.

Dortmund – Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik aufgerufen. Wie die Organisation mitteilt, ist man sich im Tarifstreit mit der Deutschen Post nicht einig geworden. Beschäftigte in allen Brief- und Paketzentren seien ab Donnerstag (19. Januar) um 17 Uhr sowie den gesamten Freitag (20. Januar) zum Streik aufgerufen. Doch damit nicht genug.

Deutsche Post: Bundesweiter Streik in allen Brief- und Paketzentren

Wie Verdi mitteilt, seien weitere Streiks in den folgenden Tagen nicht ausgeschlossen. Grund für die bundesweite Arbeitsniederlegung sei die zweite Verhandlungsrunde für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten. Dabei gab es laut Verdi keine Fortschritte. Somit werden die Briefkästen in Deutschland vorerst leer bleiben und Päckchen werden nicht ausgeliefert.

„Die Arbeitgeber haben sich sehr deutlich geäußert, dass sie nicht bereit sind, den Reallohnverlust und die Inflation auszugleichen“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Verdi halte die Forderungen jedoch für „notwendig, gerecht und machbar“.

Deutsche Post wird bestreikt – Tarifverhandlungen zuvor gescheitert

Die Gewerkschaft verlangt 15 Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Der überwiegende Teil der Verdi-Mitglieder bei der Post habe ein niedriges Einkommen und könne Reallohnverluste nicht verkraften, betonte Kocsis.

Angesichts der „Milliardengewinne des Konzerns“ sei das eine „Provokation“. Die Deutsche Post DHL ist hochprofitabel. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt allerdings im Ausland. Mit DPA-Material.

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