„Machen den Alltag spürbar besser“

Deutsche Bahn-Revolution: Änderung soll Verspätungen verhindern

Die Deutsche Bahn will mit einer Neuerung der Hauptursache für Verspätungen entgegenwirken. Die meisten Fahrgäste müssen sich allerdings noch gedulden.

Dortmund – In 2022 war die Deutsche Bahn im Fernverkehr so unpünktlich wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Lediglich 65,2 Prozent aller ICE- und IC-Züge kamen pünktlich am Zielort an. Wie der Konzern mitteilt, liegt man damit zehn Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau (75,2 Prozent).

Deutsche Bahn führt Neuerung ein: Hauptursache für Verspätungen wird behoben

Verspätungen, überfüllte Züge oder gar komplette Zugausfälle und Streckensperrungen wie in beispielsweise in Dortmund sind insbesondere für Pendler und Reisende ein bekanntes Ärgernis. Dem will die Deutsche Bahn jetzt den Garaus machen.

Mit einer Neuerung will das Unternehmen der Hauptursache für Verspätungen an den Kragen gehen. Das Reisen soll in Zukunft spürbar komfortabler werden.

Deutsche Bahn führt Neuerung für Fahrgäste ein: Keine Verspätungen mehr?

„Die Deutsche Bahn führt Echtzeit-Auslastungsanzeigen auf ersten Strecken im Regionalverkehr ein. Dabei werden Informationen zur Auslastung der Waggons ermittelt und auf dem Bahnsteig, am Fahrzeug und per App direkt an die Fahrgäste weitergegeben“, teilt das Unternehmen in einer offiziellen Pressemitteilung mit.

Doch wie und in welcher Form stellen die zur Verfügung gestellten Daten einen Nutzen für Pendler und Reisende dar? Gibt es bald keine Verspätungen oder überlastete Züge mehr? Auch darüber klärt der Transportkonzern auf.

Deutsche Bahn verspricht Verspätungen dank Neuerung zu reduzieren

Kunden sollen mithilfe der neuen Anzeigen schneller einen Sitzplatz finden. Der Bahnbetrieb soll effizienter werden. Darüber hinaus sollen Züge somit zukünftig pünktlicher abfahren können – Verspätungen reduziert werden.

Die Deutsche Bahn will mit Echtzeit-Auslastungsanzeigen zukünftig Verspätungen reduzieren und den Komfort für Reisende verbessern.

Konkret heißt das für Pendler und Reisende in der Theorie: „Die Auslastungsanzeige am Bahnsteig erfolgt in dreistufiger Ampellogik oder in Personen-Piktogrammen für die jeweiligen Wagen. So sehen Kunden, wo sie sich positionieren können, um besser einen Waggon mit freien Sitzplätzen zu finden.“ In der Praxis müssen sich die meisten Kunden allerdings noch etwas gedulden.

Pendler und Reisende müssen sich gedulden: Dann kommt die Bahn-Neuerung

Das gesamte System sei zwar fertiggestellt und werde in den nächsten Monaten schrittweise live geschaltet, aber greifbar wird die Bahn-Neuerung zunächst auf „Pilotstrecken der S-Bahn-Hamburg und im Stuttgarter S-Bahn-Netz“, teilt der Konzern mit.

Im Februar sei dann der Start „für den Regionalverkehr zwischen Hamburg und Lübeck geplant. Die S-Bahn im Rhein-Main-Gebiet kommt im April und Teile der Berliner S-Bahn ab Mai hinzu. Deutschlandweit werden bis Ende 2024 mehr als 1.500 Wagen von DB Regio, ein Viertel aller DB-Züge im Regionalverkehr, zur Auslastungsanzeige fähig sein“, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Deutschen Bahn.

Deutsche Bahn nennt Hauptgrund für Verspätungen: Neuerung schafft Abhilfe

Zunächst dürfte also überwiegend weiter Geduld gefragt sein. Dennoch verspricht Bahn-Vorständin Dr. Daniela Gerd tom Markotten: „Mit der intelligenten Auslastungsanzeige machen wir den Alltag unserer Fahrgäste spürbar besser.“

Man darf gespannt sein, ob durch die Neuerung eine spürbare Verbesserung für Pendler und Reisende eintritt. Schließlich stellen laut Unternehmen „Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen den Hauptgrund für Haltezeitüberschreitungen und damit für Verspätungen“ dar.

Rubriklistenbild: © Rico Thumser/foto-leipzig.de/Imago

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