Bahncard-Kunden betroffen

Deutsche Bahn beendet beliebten Service und erhöht auch noch die Preise

Zugreisende müssen künftig mehr für ein Ticket hinblättern, denn die Deutsche Bahn zieht die Preise an. Außerdem streicht das Unternehmen einen beliebten Service.

Dortmund – Zugreisende haben es wahrlich nicht immer einfach. Zugverspätungen, Baustellen an Gleisen wie aktuell in Dortmund und jetzt auch noch Preiserhöhungen. Ende des Jahres wird die Deutsche Bahn die Ticketpreise anziehen. Nicht nur das: Außerdem soll nun noch ein viel genutzter Service für Bahncard-Kunden gestrichen werden.

EisenbahnunternehmenDeutsche Bahn
CEORichard Lutz (22. März 2017–)
GründungJanuar 1994, Berlin

Deutsche Bahn hebt die Preise für Fahrkarten und Bahncards an

Anfang Oktober gab die Deutsche Bahn bekannt, die Ticketpreise mit dem neuen Fahrplan ab Dezember anheben zu wollen. Im Schnitt steigen die Preise um 1,9 Prozent. Die Deutsche Bahn betont, dass die Steigerung deutlich unter der Inflationsrate von 4,1 Prozent liege.

Somit erhöhen sich ab dem 12. Dezember unter anderem die Preise für Flex-Fahrkarten, für die Bahncards 25, 50 und 100 um 2,9 Prozent. Dann kostet eine Bahncard 100 nicht mehr 4027 Euro, sondern 4144 Euro in der zweiten Klasse. In der ersten Klasse zahlen Fahrgäste dann 7010 Euro statt 6812 Euro.

Deutsche Bahn: Neuerungen betreffen Bahncard-Kunden

Außerdem hat die Deutsche Bahn eine kleine, aber feine Anpassung in einer Formulierung vorgenommen. Bislang konnten Bahncard-100-Fahrgäste auf eine „integrierte Sitzplatzreservierung“ setzen. Die wurde nun in eine „unentgeltliche Sitzplatzreservierung“ umbenannt.

Die neue Formulierung stellt vor allem eine Absicherung für die Deutsche Bahn dar. Kann eine Reservierung nicht erfolgen, etwa durch Zugausfälle, ist die Bahn nicht zu einer Erstattung verpflichtet, wie die WAZ berichtet. Das ist aber nicht die einzige Änderung, die Bahncard-100-Kunden betrifft (mehr Service-News bei RUHR24).

Deutsch Bahn streicht viel genutzten Service komplett: Jetzt heißt es für viele selber schleppen

Bis 2019 hatten Besitzer einer Bahncard 100 die Möglichkeit, jeden Tag einen Koffer kostenlos an den Zielort oder nach Hause zu schicken. Offenbar wurde dieses Angebot rege genutzt, sodass sich die Deutsche Bahn bereits 2019 dazu entschied, den Service einzuschränken und das Angebot auf zwei Koffer im Monat begrenzte.

Zugfahren wird ab Dezember teurer.

Und erneut muss der Gepäckservice der Deutschen Bahn dran glauben – diesmal endgültig. Denn ab Januar 2022 entfällt der Service für Bahncard-100-Fahrgäste komplett. Dann ist Schluss mit dem Gepäckservice und Fahrgäste müssen ihr Gepäck zukünftig wieder selber transportieren.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa