30 Deos im Test

Deo im Test: Öko-Test macht günstige Marke zum Testsieger

Deos gibt es in allen möglichen Ausführungen. Jetzt, wo der Sommer vor der Türe steht, wollte Öko-Test wissen, wie gut die Produkte wirklich sind.

NRW – Kunden, die Deo in Creme-Form kaufen, erhoffen sich davon meist, der Natur und dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun. Und tatsächlich gelten diese Deos als nachhaltiger, weil sie weniger Müll produzieren und ergiebiger sind. Der Trend hat mittlerweile die breite Masse erreicht. Die Fachzeitschrift Öko-Test hat jetzt 30 Deos in Cremeform getestet. Das Ergebnis macht Verbraucher nachdenklich.

VerlagÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Deo im Öko-Test: Nur drei konventionelle Marken zu empfehlen

Die Untersuchung von Öko-Test fällt durchmischt aus. Nur drei Deo-Produkte von konventionellen Marken haben die Note „Sehr gut“ erreicht. Ganze sieben Produkte leuchten Feuer-Rot und sind so „ungenügend“. Auffällt dabei, dass besonders Naturmarken überzeugen – konventionelle Deo-Anbieter häufig problematische Inhaltsstoffe nutzen.

Drei Nicht-Natur-Kosmetika haben es trotzdem auf die Sehr-Gut-Liste geschafft: Die Marke „CD“ überzeugt mit ihrer Creme das Öko-Test-Team, genauso wie das Rossmann-Produkt: „Isana Deo Creme mit Natron“. Auch die „Share Deo Creme Zitronengras & Grüner Tee“ landet bei „sehr gut“ (mehr Testberichte bei RUHR24 lesen).

Die Art Deo, die insgesamt am meisten überzeugt hat, ist auf Natron-Basis. Dieser nützliche Alltagshelfer reduziert Gerüche, indem er mit Bestandteilen vom Schweiß reagiert. Oft ist diese Art Deo in Verbindung mit Zinkoxid oder Talkum zu finden. Bei den unbefriedigenden Produkten handelt es sich um sogenannte Antitranspirants.

Das enthaltene Aluminium verengt die Schweißdrüsen. Das Gefährliche: Es kann sich zum Beispiel an Organen ablagern und so den Körper schädigen. Allerdings geht das Bundesinstitut für Risikobewertung davon aus, dass Aluminium dem Körper nicht so schnell schadet, wie bisher angenommen. Grundsätzlich gilt es den Zusatzstoff zu vermeiden, wann immer es geht, schreibt die Apotheken Umschau.

Öko-Test prüft Deo und findet gefährliche Stoffe, die Körper und Umwelt belasten

Nicht nur die Aluminiumbestandteile haben laut Öko-Test nichts im Deo zu suchen, auch andere problematische Stoffe haben dafür gesorgt, dass viele Produkte im Test durchfallen. Formaldehyd und Silberoxid wurden zum Beispiel nachgewiesen, so wie umweltbelastende Silikonöle.

Auch viele Sonnencremes beinhalten bedenkliche Inhaltsstoffe. Hier hat Öko-Test ebenfalls einen aktuellen Report rausgebracht.

Deo-Cremes ersetzen für viele den Verpackungsmüll von Sprüh-Deos.

Deo von DM und Dove im Test – so testet Öko-Test die Produkte

Für die Analyse hat Öko-Test 30 Sorten von Deo gekauft. Es waren große Marken dabei, wie Dove, Nivea oder Rexona – aber auch günstige Produkte, zu denen Eigenmarken von DM oder Rossmann gehören.

Für die Analyse wurden die Inhaltsstoffe auf Grundlage der Angaben untersucht. In einem weiteren Schritt haben Labore die Produkte auf zum Beispiel umweltbelastendes Mikroplastik und Hormone getestet. Alle Verlierer und Gewinner im Test gibt es bei Öko-Test (Bezahlartikel).

Rubriklistenbild: © Andriy Popov/Imago

Mehr zum Thema