Corona-Mutation

Johnson & Johnson gegen Delta: US-Impfstoff glänzt in Mini-Studie

Wie gut schützt der Impfstoff von Johnson & Johnson vor der Delta-Variante des Coronavirus? Der Hersteller hat sich jetzt erstmals dazu geäußert.

Dortmund – Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat die Ständige Impfkommission bereits zu einer Kurskorrektur veranlasst. Wer bei der ersten Impfung den Vektor-Impfstoff von Astrazeneca erhalten hat, soll bei der zweiten Spritze das Vakzin von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten. Das verbessere die Immunantwort, heißt es.

Johnson & Johnson schützt vor der Delta-Variante – trotz einfacher Impfung

Weitgehend unklar war bislang, welchen Schutz der Corona-Impfstoff „Janssen“ des amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson vor der Delta-Variante bietet. Anders als bei den übrigen in der EU zugelassenen Impfstoffen wird bei Johnson & Johnson nur einmal geimpft. Einen „Booster“ gibt es nicht.

Doch das scheint sich nicht negativ auf die Wirksamkeit gegen die Delta-Variante auszuwirken. Das erklärte das Unternehmen zumindest am Donnerstag (Ortszeit) in den USA. Zwei Studien mit 28 Teilnehmern seien durchgeführt worden – eine vergleichsweise niedrige Stichprobe. Das Ergebnis: Der Impfstoff biete „dauerhaften Schutz gegen Covid-19“ und wirke „neutralisierend gegen die Delta-Variante“, so Forschungsvorstand Paul Stoffels.

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson wird nur einmal verabreicht.

Corona: Immunreaktion nach Impfung mit Johnson & Johnson schützt „mindestens acht Monate“

Bisherige Studienergebnisse hätten gezeigt, dass der Impfstoff eine „starke neutralisierende Antikörper-Reaktion generiert, die nicht nachlässt, sondern sich viel mehr im Laufe der Zeit verbessert“, ergänzte Forschungschef Mathai Mammen. Das Unternehmen erklärte zudem, dass die Immunreaktion nach einer Impfung mit Johnson & Johnson für mindestens acht Monate anhält.

Die Impfkampagne gegen das Coronavirus konzentriert sich aktuell auf die Delta-Variante, da diese sich sehr schnell ausbreitet und als besonders ansteckend gilt. Zuerst war die Mutante in Indien aufgetreten, mittlerweile hat sie sich weltweit ausgebreitet. Die EU rechnet in einem Bericht damit, dass die Delta-Variante bis Ende August für 90 Prozent aller Corona-Fälle in der EU verantwortlich sein wird.

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