Bis Ende Juli

Mobilfunk-Anbieter stellt Dienste ein – mit Folgen für Millionen Kunden

Ein bekannter Mobilfunk-Anbieter in Deutschland stellt seine Dienste ein. Was das für Kunden bedeutet.

Dortmund – Kunden von einem bekannten Mobilfunk-Anbieter müssen sich noch 2022 auf eine große Änderung einstellen. Denn die Marke „Mobilcom-Debitel“ will bis Ende Juli seine Dienste abstellen. Was bedeutet das für mehrere Millionen Verbraucher genau?

UnternehmenFreenet Group
CEOChristoph Vilanek (1. Mai 2009–)
HauptsitzBüdelsdorf

Mobilfunk-Anbieter verkündet Aus: Was wird aus dem Handy-Vertrag?

Online-Vertrieb, stationärer Handel und Kundenkommunikation von Mobilcom-Debitel soll es am Juli 2022 so nicht mehr geben, wie das Branchenmagazin Teltarfi.de zuerst berichtete. Stehen Kunden des Anbieters im Sommer dann ganz ohne Handyvertrag und Datennetz da?

Nein. Denn die Marke wird so, wie sie bisher bekannt ist, zwar abgeschafft, die Angebote sollen aber auf den Namen der Dachmarke „Freenet“ umgestellt werden. Durch diesen Schritt solle Freenet gestärkt und nach eigenen Angaben „wahrnehmungsstärker“ werden (mehr digitale News bei RUHR24 lesen).

Mobilcom Debital wird eingestellt: Das kommt auf Kunden zu

Vom Ende des Dienstes sind rund 7,2 Millionen Kunden betroffen. Ändern wird sich aller Voraussicht nach aber nicht viel für sie. Die bestehenden Verträge sollen zu denselben Konditionen fortgesetzt werden, zumindest bis zum Juli. Ob anschließend drastischere Änderungen folgen, ist aktuell noch unklar. Das Design auf der Webseite und den Rechnungen dürfte sich aber allemal ändern. Es ist außerdem möglich, dass Kunden eine neue Webadresse erhalten, um sich beim Kundencenter von Freenet anzumelden.

Mit der Übernahme durch Freenet endet eine 30-jährige Firmengeschichte der Mobilcom AG. Im Jahr 1991 wurde sie von Gerhard Schmid gegründet. 2009 wurden die Ketten „Mobilcom“, „Debitel“, „_dug“ und „Talkline“ unter dem Markennamen Mobilcom-Debital zusammengeführt. Zwei Jahre später hat Freenet Debital übernommen.

Derweil sorgt ein großer Konkurrent von Freenet, Telekom, bei seinen Kunden für Verwirrung. Viele Verbraucher erhalten akutell Briefe mit sehr persönlichen Informationen von dem Unternehmen zugeschickt. Bisher ist unklar, wie Telekom überhaupt an diese Daten gelangt ist.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago; Collage: RUHR24

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