Tipps für eine gesunde Ernährung

Übergewicht durch Coronavirus-Langeweile: Diese Tricks sorgen für mehr Bewegung und helfen beim Abnehmen

Einige Menschen haben in der Coronavirus-Krise Gewicht zugenommen.
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Einige Menschen haben in der Coronavirus-Krise Gewicht zugenommen.

Fast 20 Prozent der Deutschen haben wegen der Coronavirus-Langeweile zugenommen. Mit ein paar Tricks, gelingt das Abnehmen aber ganz einfach.

  • Während der Coronavirus-Krise* haben sich Deutsche weniger bewegt und einige haben an Gewicht zugelegt.
  • Wenig Bewegung und viele Snacks wirken sich negativ auf den Körper aus.
  • Die Verbraucherzentrale hat Tipps, damit die Waage wieder das Wohlfühlgewicht anzeigt. 

Dortmund - Lange waren die Fitnessstudios in ganz Deutschland geschlossen und viele Menschen sitzen teilweise immer noch zuhause im Homeoffice - ganz nah am eigenen gut gefüllten Kühlschrank. Bewegungsmangel und hier und da ein Snack führen ganz schnell zur Gewichtszunahme. Das kann gefährlich werden, wie RUHR24.de* berichtet.

Coronavirus: Deutsche haben in der Krise an Gewicht zugelegt

Mehr Zeit in den eigenen vier Wänden kann ganz schön sein, aber der einhergehende Bewegungsmangel kann aufs Gewicht schlagen. Es fehlt der tägliche Gang zur Arbeit und Einkäufe werden nur gemacht, wenn es wirklich nötig ist.

38 Prozent der Deutschen geben an, sich wegen der Coronavirus-Krise weniger zu bewegen und 19 Prozent haben infolge der geänderten Gewohnheiten an Gewicht zugelegt. Das ergab eine YouGov-Studie im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei wurden 2041 Personen zwischen dem 22. und 24. April befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Corona-Krise: Deutliches Plus im Süßwarenverkauf

Zwar haben Workout-Videos bei YouTube hohe Zugriffszahlen, allerdings geben nur 12 Prozent der Befragten an, während der Coronavirus-Krise mehr in Bewegung zu sein als zuvor. Nur 8 Prozent geben an, abgenommen zu haben.

Und das, obwohl die sozialen Medien derzeit von selbstgebackenen Bananenbroten überschwemmt werden. Das spiegelt sich auch in der Umfrage wider: 12 Prozent meinen, sich in der Krise gesünder zu ernähren. Und kaum einer gab an, mehr als gewöhnlich zu essen. Das allerdings widersprich sich mit den Angaben des Internationalen Süßwarenverbandes. Sie können ein zweistelliges Plus im Verkauf von Süßwaren verzeichnen. 

Verbraucher in Deutschland essen mehr scheinbar mehr Süßigkeiten.

Gewicht: Rund die Hälfte der Deutschen wiegt zu viel - Risiko für Erkrankungen steigt

Weniger Bewegung, mehr Süßkram. Das hat Auswirkungen auf unseren Körper: Wir nehmen an Gewicht zu und es besteht die Gefahr, körperliche Fitness zu verlieren. Wird dann noch der Body-Mass-Index von 25 überschritten wird, steigt laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf- oder Gelenkerkrankungen.

Bereits jetzt gelten 62 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen als übergewichtig. Um dem besonders in der Coronavirus-Krise entgegenzuwirken hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen einige Tipps zusammengestellt damit die Waage bald wieder das Wohlfühlgewicht anzeigt.

Gewicht reduzieren - aber nicht die Mahlzeiten

Regelmäßige Mahlzeiten verhindern zu häufiges Snacken, was oft viel Energie enthält, aber wenig satt macht. Laut Verbraucherzentrale sollte auf keinen Fall einfach eine Mahlzeit weggelassen werden, das würde das Risiko von Heißhungerattacken vergrößern - so können keine Kalorien eingespart werden.

Wichtig ist es für sich zu entscheiden, ob es drei oder fünf Mahlzeiten am Tag sein sollen. Wer eher kleine Mahlzeiten präferiert, sollte zwischen den Hauptmahlzeiten kleine Zwischenmahlzeiten einplanen. Doch sollten die Snacks nicht aus zu viel Zucker und Fett bestehen. Ideal sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de*).

Appetit oder Durst nicht mit Hunger verwechseln - Pausen einhalten

Darüber hinaus sei es wichtig, Phasen von 2 bis 2,5 Stunden komplett ohne Nahrungsaufnahme einzuhalten. Diese Zeit sollte man eigentlich ohne Hungergefühl überstehen, denn oft verwechseln Menschen Appetit oder Durst mit Hunger. Wer sich nicht sicher ist, sollte zunächst ein Glas Wasser trinken und vor dem Gang zum Kühlschrank noch etwas abwarten.

Generell sollte darauf geachtet werden, dass am Tag ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen wird. Es sollten mindestens 1,5 Liter Wasser sein - es darf aber auch gerne mehr sein, besonders an warmen Tagen oder bei viel Bewegung.

Gesunde Ernährung: Viel Obst und Gemüse als Grundlage

Laut Verbraucherzentrale sind Obst und Gemüse die Grundlage für eine gesunde Ernährung - sie liefern wichtige Nährstoffe, sind kalorienarm und machen satt. Ergänzend sollten Getreideprodukte, Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen, Milchprodukte und Nüsse gegessen werden.

Fertigprodukte sollten hingegen weitestgehend vermieden werden. Darin verstecken sich nicht nur Konservierungsstoffe, sondern oft auch viel Zucker

Gewicht mit ausreichen Bewegung reduzieren

Aber gesunde Ernährung ist nur die halbe Miete. Wer Gewicht verlieren möchte und seinem Körper etwas Gutes tun möchte, darf auf ausreichend Bewegung nicht verzichten. Die ist oft ganz einfach in den Alltag zu integrieren.

Statt der Rolltreppe einfach mal die Treppe nehmen oder eine Haltestelle früher aus der U-Bahn aussteigen und den Rest laufen. Einmal am Tag sollte man aber auch außer Puste kommen. "Bewegung nur in der Wohlfühlzone reicht nicht aus, um Gewicht zu reduzieren oder zu halten", schreibt die Verbraucherzentrale, die auch einige Tipps gegen Schnecken im Garten parat hat. 

Video: Dick dank Corona

Mindestens 30 Minuten am Tag solle man sich bewegen. Dabei ist besonders Ausdauersport effektiv. Fürs Radfahren oder Joggen braucht man kein Fitnessstudio, auch, wenn die inzwischen wieder geöffnet haben*. Auch können Bauch, Beine, Po und Rücken zu Hause trainiert werden.

Die gute Nachricht für Bewegungsmuffel: Zum Abnehmen gehören auch Ruhephasen und ausreichend Schlaf. Wer zu wenig schläft, erhöht sein Risiko auf Übergewicht. Und auch tagsüber ist Entspannung wichtig. Es sollte immer ein wenig Zeit eingeplant werden, um etwas zu tun, was einem guttut. mai

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks