Lebensbedrohlicher Zustand

Coronavirus: Test läuft schief, Patientin verliert Hirnflüssigkeit

Coronavirus Test Abstrich
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Bei einem Corona-Test ist bei einer Frau etwas gründlich daneben gegangen.

Eigentlich gilt ein Test auf das Coronavirus als harmloser Abstrich. Für eine Frau hatte die Untersuchung nun aber eine verheerende Folge.

USA - Aktuell ist es obligatorisch, sich vor einer Operation jeder Art auf das Coronavirus testen zu lassen. Für eine Patientin führte der Abstrich allerdings zu unerwünschten Nebenwirkungen.

Test auf das Coronavirus läuft schief: Frau klagt über Kopfschmerzen und Erbrechen

Denn nachdem sie sich auf das Coronavirus hat testen lassen, klagte eine Frau aus den USA über Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Lichtempfindlichkeit, Erbrechen sowie einen „metallischen Geschmack“ im Mund, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

Zusätzlich besorgniserregend: Nach einigen Tests im Krankenhaus stellten Ärzte fest, dass offenbar eine Hirnflüssigkeit, genauer gesagt eine gehirnabschirmende Wirbelsäulenflüssigkeit aus einem schmalen Riss in der Nase der Patientin heraustrat. Der Vorfall wurde nach Berichten des RND in der Fachzeitschrift „JAMA Otolaryngology – Head & Neck Surgery“ veröffentlicht.

Nach Fehler bei Coronavirus-Test: Ärzte finden Riss in der Nase

Schnell vermuteten die behandelnden Ärzte den Test auf das Coronavirus als Ursache für den Riss. Bei den Tests werden nämlich nicht nur Abstriche im Rachenbereich, sondern auch in der Nase gemacht. Der mögliche Grund für die Verletzung der Patientin: Der Nasentupfer, der weit in das Innere der Nase eingeführt wird, könnte den Beutel mit der Flüssigkeit beschädigt haben.

Ist von dieser Problematik jeder gefährdet, der einen Test machen muss? Nicht zwangsläufig, denn weitere Untersuchungen ergaben, dass die Frau offenbar schon vorher an einer sogenannten Enzephalozele, also an einer kleinen Lücke im Schädel, gelitten hatte.

Dadurch können Teile des Hirns und eben auch Hirnflüssigkeit nach außen dringen. Bei einer anschließenden Operation konnten die Ärzte die Lücke im Knochen mit einem Weichteiltransplantat allerdings wieder füllen.

Problemfall bei Coronavirus-Test bisher der einzige dokumentierte

Eine weitere Entwarnung für alle, die sich auf das Coronavirus testen lassen müssen: Laut der Fachzeitschrift und einer darin veröffentlichten Fallstudie ist dieser Fall der einzige dokumentierte dieser Art. Bald sollen auch neue Tests auf das Coronavirus das Prozedere vereinfachen.

Allerdings würde er unterstreichen, wie notwendig ist es, dass das Klinikpersonal über mögliche Probleme beim Tupfen durch die Nase aufgeklärt wird. Um Probleme wie dieses zu vermeiden, werden in der Studie alternative Screening-Verfahren für Patienten genannt, die an Nasennebenhöhlenproblemen oder anderen Erkrankungen im Schädelbereich leiden.