Angst vor Krankheit aus China

Coronavirus in NRW: Sechs Infizierte - Erste Verdachtsfälle im Ruhrgebiet +++ News-Ticker

Das Coronavirus breitet sich aus. Inzwischen sind in NRW sechs Personen infiziert, im Ruhrgebiet gibt es erste Verdachtsfälle. Alle Infos im Ticker.

  • Nach den ersten Infizierten mit dem Coronavirus in Bayern, haben sich nun mehrere Personen aus NRW angesteckt.
  • Infiziert ist zudem ein Soldat, der in Köln stationiert ist.
  • Bundesgesundheitsminister Spahn spricht vom Beginn einer Epidemie.

Update, Donnerstag (27. Februar), 16.58 Uhr: NRW - Mittlerweile gibt es auch erste Corona-Verdachtsfälle im Ruhrgebiet. So besteht bei einem Paar aus Duisburg der Verdacht, dass sich die beiden bei einer Italien-Reise angesteckt haben könnten. Sie wurden isoliert und werden nun untersucht.

Coronavirus im Ruhrgebiet? Verdachtsfälle in Witten und Duisburg

Auch in einer Hausarztpraxis in Witten sollen zwei Personen untersucht worden sein, die womöglich mit dem neuen Coronavirus infiziert sein könnten. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Die Ergebnisse der Untersuchungen stehen laut der Zeitung noch aus.

Update, Donnerstag (27. Februar), 15.38 Uhr: Was bedeutet es für Arbeitnehmer, wenn eine Quarantäne verhängt wird? Können Angestellte wegen des Virus von zu Hause aus arbeiten? Alles, was Arbeitnehmern in Bezug auf den Coronavirus wissen müssen, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Update, Donnerstag (27. Februar), 13.33 Uhr: Nachdem im Kreis Heinsberg das Coranavirus nachgewiesen wurde, sind nun Hunderte Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Das schätzt der Kreis Heinsberg. Darunter seien vor allem Besucher einer Karnevalssitzung in Gangelt, die auch das erkrankte Ehapaar besucht hatte. Insgesamt stieg die Zahl der Infizierten in NRW auf sechs.

Coronavirus in NRW: Hunderte Menschen in häuslicher Quarantäne

Auch Mitarbeiter und Kinder eines Kindergartens, in dem die Frau beschäftigt ist, müssen zu Hause bleiben. Für sie und alle weiteren Personen in ihrem Haushalt bedeutet das nun: 14 Tage das Haus nicht verlassen.

Freunde, Verwandte oder Nachbarn können den Betroffenen Lebensmittel vor die Tür stellen. Das Gesundheitsamt halte Kontakt zu den Betroffenen und lässt sie Protokolle über ihren Zustand erstellen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Coronavirus: Deutsche Ärzte fühlen sich schlecht vorbereitet

Update, Donnerstag (27. Februar), 10.06 Uhr: Die Ärzte in Deutschland fühlen sich unzureichend auf das Corona-Virus vorbereitet. In einer Blitzumfrage des Branchendienstes änd.de (Ärztenachrichtendienst, Hamburg) beklagten drei Viertel der über 1000 befragten Haus- und Fachärzte, dass sie nicht genug Info- und Aufklärungsmaterial für Patienten hätten.

Es gäbe außerdem kaum Möglichkeiten Tests, Schutzanzüge oder Atemmasken zu bestellen. Auch Desinfektionsmittel sind rar gesät. Fast jeder zweite Arzt (54 Prozent) hält es daher für wahrscheinlich, dass sich in naher Zukunft auch unter den eigenen Patienten mit dem Corona-Virus Infizierte befinden.

Die Kita in Gangelt bleibt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang geschlossen.

Update, Donnerstag (27. Februar), 08.06 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus Infizierten Personen in NRW ist inzwischen auf fünf angestiegen. Vier davon wohnen im Kreis Heinsberg, wo nun besondere Vorsicht gilt. Die Kontaktpersonen der Infizierten werden derzeit allesamt auf das Virus getestet. Darunter auch 300 Besucher einer Karnevalsveranstaltung.

Coronavirus: Fünf infizierte in NRW - zehn im Bundesgebiet

Deutschlandweit gibt es nun zehn Erkrankte. Neben den fünf infizierten in NRW tragen noch vier Personen aus Baden-Würtemberg und eine Person aus Rheinland-Pfalz den Erreger in sich. 

Update, Mittwoch (26. Februar), 22.50 Uhr: Nach Informationen der WAZ sind gegen Abend drei weitere Verdachtsfälle des Coronavirus bekannt geworden - in Moers, Leverkusen und Köln

Coronavirus in NRW: Ehepaar aus Heinsberg hatte zahlreiche Kontakte

Zudem ist unklar, mit wie vielen anderen Menschen das Ehepaar aus Heinsberg Kontakt hatte. Angeblich haben der erkrankte Mann und dessen Frau sowohl Karneval gefeiert und seien im Kurzurlaub gewesen. 

Update, Mittwoch (26. Februar), 21.11 Uhr: Inzwischen soll sich auch eine vierte Person in NRW mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben. Das will die Rheinische Post aus Behördenkreisen erfahren haben. Laut der Zeitung sei eine Person in Mönchengladbach positiv auf den Erreger getestet worden. Weitere Informationen liegen derzeit nicht vor.

Update, Mittwoch (26. Februar), 20.34 Uhr: In NRW gibt es einen dritten Corona-Fall. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, wurde bei einem in Köln stationierten Soldaten der neuartige Coronavirus festgestellt. Derzeit werde der Mann im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt.

Ausbreitung des Coronavirus: Militräflughafen bei Köln zeitweise gesperrt

Angesteckt haben soll er sich entweder bei dem infizierten Mann aus dem Kreis Heinsberg oder dessen Frau. Um die Sicherheit der Soldaten zu gewährleisten, wurde der Militärflughafen Köln-Wahn, der Arbeitsplatz des infizierten Soldaten, am Mittwoch (26. Februar) für einige Zeit geschlossen. Die Sperrung wurde inzwischen wieder aufgehoben.

Update, Mittwoch (26. Februar), 19.25 Uhr: Die Städte im Ruhrgebiet bereiten sich darauf vor, dass es auch dort zu Corona-Fällen kommen könnte. So heißt es von der Stadt Gelsenkirchen, man stehe in ständigem Austausch mit Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten. Die Krankenhäuser seien zudem entsprechend auf das Auftreten des Coronavirus vorbereitet.

Städte im Ruhrgebiet bereiten sich auf das Coronavirus vor

Die Stadt Bochum schreibt man beobachte die Situation sehr aufmerksam und wolle, wenn erforderlich, die notwendigen Maßnahmen einleiten. Aus dem Landkreis Unna heißt es: "Die Kreis-Gesundheitsbehörde bereitet sich im Zusammenhang mit dem Coronavirus für den Fall des Falles vor.

Update, Mittwoch (26. Februar), 19.02 Uhr: Die großen Probleme mit dem Coronavirus in China könnten auch Auswirkungen auf Nordrhein-Westfalen haben. Bei vielen Produkten, die in China hergestellt werden, könnte es zu Lieferengpässen kommen

Coronavirus: Gesundheitsminister Spahn spricht von einer Epidemie

Update, Mittwoch (26. Februar), 17.47 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland vom Beginn einer Epidemie gesprochen. Die neuen Fälle in Baden-Württemberg und NRW seien weitere Zeichen dafür.

"Die Infektionsketten sind teilweise nicht nachzuvollziehen", sagte Spahn weiter. Das sei der Unterschied zu den ersten Fällen in Bayern. "Wir müssen schauen, ob unsere bisherige Strategie aufgeht. Die Hoffnung, das die Epidemie an uns vorbei geht, wird sich nicht erfüllen."

Coronavirus: Infiziertes Paar aus NRW wird isoliert behandelt

Update, Mittwoch (26. Februar), 16.54 Uhr: Das mit dem Coronavirus infizierte Paar aus dem Kreis Heinsberg wurde ins Uniklinkum Düsseldorf (UKD) verlegt, dort isoliert und nun behandelt. "Der Zustand des Patienten mit der bereits im Vorfeld bestätigten Coronavirus-Infektion ist ernst, aber derzeit stabil. 

Bei dem anderen Patienten zeigen sich aktuell keine schweren Symptome", teilt das UKD mit. Derzeit sei eine Einschätzung von einzelnen Krankheitsverläufen nicht sicher hervorzusagen. "Es gibt sehr häufig milde Verläufe bis hin zu sehr schweren Erkrankungen, die seltener auftreten", so das Uniklinikum Düsseldorf.

Coronavirus: Infiziertes Paar aus NRW hatte Kontakt zu vielen Menschen

Update, Mittwoch (26. Februar), 15.26 Uhr: Inzwischen kommen immer mehr Informationen über das mit dem Coronavirus infizierte Paar aus NRW - das zwei schulpflichtige Kinder hat - ans Tageslicht. Demnach soll der Mann schon während der Karnevalszeit extrem viel Kontakt zu Menschen gehabt haben. Er habe sogar an einer Karnevalssitzung teilgenommen. Das sagte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Auch die Frau des Infizierten, die inzwischen auch positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hatte viel Kontakt zu anderen Menschen. Sie arbeitet als Kindergärtnerin, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. Die Kinder des Paares seien offenbar nicht mit dem Coronavirus angesteckt worden.

Unterdessen heißt es vom Gesundheitsministerium, dass das Paar kürzlich in einem Kurzurlaub in den Niederlanden gewesen sei.

Köln: Soldat der Luftwaffen zeigt Symptome des Coronavirus

Update, Mittwoch (26. Februar), 14.08 Uhr: Ein Soldat der Flugbereitschaft in Köln stand außerhalb des Dienstes mit dem ersten Coronavirus-Patienten in NRW aus dem Kreis Heinsberg in Kontakt, teilt die Deutsche Luftwaffe via Twitter mit. "Er zeigte zunächst keine Symptome, wird heute untersucht. Erste Ergebnisse erwarten wir am Abend. Schutzmaßnahmen wurden vor Ort eingeleitet", heißt es weiter.

Update, Mittwoch (26. Februar), 13.35 Uhr: Ein Sprecher der Düsseldorfer Uniklinik hat dem WDR bestätigt, dass auch die Frau des infizierten Manns aus dem Kreis Heinsberg positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Das Paar kommt aus dem 13.000-Einwohner-Ort Gangelt an der Grenze zu den Niederlanden. Der 47-jährige Mann der nun poisitiv auf das Coronavirus getesteten Frau soll zuletzt nicht verreist sein, dafür aber Kontakt zu einer Person gehabt haben, die geschäftlich in China gewesen war.

Köln: Mitarbeiterin in Krankenhaus spürt Symptome

Update, Mittwoch (26. Februar), 13.27 Uhr:

 Nach einem Kontakt mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen zeigt eine Mitarbeiterin der Uniklinik Köln Krankheitssymptome. Das Ergebnis des Coronavirus-Tests stehe bei ihr aber noch aus, sagte am Mittwoch der Direktor der Virologie der Uniklinik Köln, Florian Klein gegenüber der dpa.

"Es gibt eine Kontaktperson aus dem medizinischen Personal, die leichte Symptome zeigt", sagte er. Sie sei in der Uniklinik isoliert und werde gerade untersucht. Die Frau sei von sich aus in die Klinik gekommen und habe gesagt, sie fühle sich nicht gut. Die Frau sei daraufhin isoliert worden.

Der Patient war am 13. und am 19. Februar zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Uniklinik. Nachdem das Kölner Gesundheitsamt am Dienstagabend darüber informiert worden war, dass bei dem Mann das Coronavirus festgestellt worden war, wurde ermittelt, wer mit dem Patienten in Kontakt gekommen war. Ermittelt worden seien zehn Mitarbeitende der Uniklinik und 31 Patienten, sagte ein Sprecher der Stadt Köln. Von diesen 41 Kontakten sei die Frau aus dem medizinischen Personal die einzige, die Symptome aufweise.

Nach Coronavirus-Fall in NRW: Gesundheitsminister meldet sich zu Wort

Update , Mittwoch (26. Februar), 12.32 Uhr: Inzwischen hat sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. Seit den Coronavirus-Fällen in Bayern, habe man gewusst, dass auch in Nordrhein-Westfalen mit einem Import von Infektionsfällen sowie weiteren Übertragungen und Infektionsketten zu rechnen gewesen sei.

Laumann: "Die zuständigen Behörden gehen den Fällen nun mit Hochdruck nach, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus so gut es geht zu verhindern. Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Fälle im Land geben kann. Aber unser Gesundheitswesen ist für solche Erkrankungen gut vorbereitet und aufgestellt."

NRW: Mit Coronavirus infizierter Mann aus Kreis Heinsberg hatte viele Kontakte

Update, Mittwoch (26. Februar), 12.17 Uhr: Wie es Gangelt (Kreis Heinsberg) heißt, dem Ort, aus dem der erste Infizierte mit dem Coronavirus aus NRW stammt, sei das Leben an der niederländischen Grenze grenzüberschreitend. "Bei uns ist jeder Zweite einmal in der Woche in den Niederlanden. Selbst die belgische Grenze ist nicht weit entfernt", sagte Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU) gegenüber der D eutschen Presse-Agentur. Damit spielt er auf eine mögliche Ausbreitung des Virus in die Nachbarländer an.

Unteredessen macht sich in dem Ort die Angst breit. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Die Familie des Inzizierten sei in dem Ort mit 13.000 Einwohnern bekannt, habe dort viele Kontakte. "Es ist eine Familie hier aus dem Ort, die man kennt, die an Veranstaltungen teilgenommen hat", sagte Tholen.

In Heinsberg wurde die erste Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland nachgewiesen.

Update, Mittwoch (26. Februar), 11.50 Uhr: In Dortmund wurde aufgrund des Coronavirus eine Veranstaltung der Auslandsgesellschaft mit italiensichen Gästen abgesagt, berichten die Ruhr Nachrichten. Aufgrund eines Ausreiseverbotes für Teile von Italien durften die Gäste nicht nach Dortmund reisen. Damit entfällt ein Abend mit Vorträgen über Prosecco.

Landrat in Corona-Gebiet in NRW warnt Bürger via Video

Update, Mittwoch (26. Februar), 10 Uhr: Der Landrat im Kreis Heinsberg, in dem der erste mit dem Coronavirus infizierte Mensch aus NRW lebt, hat sich in einem Video an die Bürger des Kreises gewandt. "Ich denke, diese Situation erfordert von uns allen etwas Disziplin. Aber wir sollten auch nicht in Panik verfallen", sagte der CDU-Politiker am Mittwochmorgen in dem Video auf Facebook.

Dennoch mahnte der Landrat zur Vorsicht. Menschen im Kreis Heinsberg sollten "Massenansammlungen oder Besuche in Gemeinschafteinrichtungen" wenn möglich vermeiden. "Bleiben Sie, wenn es sich nicht vermeiden lässt, bitte zuhause", mahnte er. Auch wer Krankheitssymptome bei sich oder Bekannten feststelle, solle erstmal zuhause blieben und seinen Hausarzt anrufen. "Dieser weiß, wie in einer solchen Situation zu verfahren ist."

Coronavirus in NRW: Infizierter hatte Kontakt zu China-Reisenden

Update, Mittwoch (26. Februar), 9.42 Uhr: Der Mann, der sich in NRW mit dem Coronavirus infiziert hat, soll laut Angaben der Rheinischen Post eine Vorerkrankung gehabt haben. Der 47-Jährige soll dem Bericht zu Folge nicht verreist sein, dafür aber Kontakt zu einer Person gehabt haben, die geschäftlich in China gewesen war. Die Familie des Infizierten hatte laut Verwaltung im Kreis Heinsberg in den letzten 14 Tagen zahlreiche Kontakte und war wohl auch im Karneval unterwegs.

Update, Mittwoch (26. Februar), 6.25 Uhr: Erstmals ist ist ein Mensch in NRW am Coronavirus erkrankt. Der Mann soll Mitte 40 sein, sein Zustand ist kritisch, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwochmorgen.

Coronavirus in NRW: Patient in kritischem Zustand - er hatte Vorerkrankung

Der Mann war demnach am Montag mit Symptomen einer schweren Lugenentzündung in ein Krankenhaus in Erkelenz bei Aachen eingeliefert worden. Derzeit wird er auf einer Intensivstation behandelt. Er soll laut dpa an einer Vorerkrankung gelitten haben. Ob sich seine Frau ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert hat, ist noch unklar. Ihr Zustand sei stabil.

Ein Krisenstab soll nun klären, zu wem der Mann Kontakt hatte. Im Kreis Heinsberg bleiben Schulen und Kindergärten am Mittwoch vorsorglich geschlossen.

Coronavirus: Mann aus NRW erkrankt - Krisenstab tagt

Update, Dienstag (25. Februar), 22.13 Uhr: Nach Baden-Württemberg ist erstmals auch ein Patient in Nordrhein-Westfalen nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Die Person aus Erkelenz solle nun in die Uniklinik Düsseldorf gebracht werden, bestätigte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend. Zuvor hatte die Rheinische Post darüber berichtet.

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch hat den Fall der Coronavirus-Infektion in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Pusch sagte der Rheinischen Post (Mittwoch), am Dienstagabend sei der Krisenstab des Kreises zusammengekommen, um über den Fall zu beraten. Als erstes Ergebnis sollen demnach alle Schulen und Kitas im Kreisgebiet am Aschermittwoch geschlossen bleiben. 

Auch die Kreisverwaltung ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Der Krisenstab des Landes NRW soll am Mittwoch zu dem Fall tagen. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen 47-jährigen aus der Gemeinde Selfkant bei Heinsberg.

Coronavirus zurück in Deutschland: Nach Bayern trifft es Baden-Württemberg

Update, Dienstaag (25. Februar), 21.19 Uhr: Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg am Dienstagabend (25. Februar) mitteilt, gibt es einen ersten Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg. Demnach habe sich ein 25-jähriger Mann aus dem Landkreis Göppingen vermutlich bei einer Italienreise in Mailand infiziert. "Die Person erkrankte nach ihrer Rückkehr mit grippeähnlichen Symptomen und hat daraufhin Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt aufgenommen", heißt es vom Ministerium.

Es erfolgte ein Test auf das Coronavirus. Nach dem positiven Ergebnis sollte der Patient noch am Dienstagabend in eine Klinik eingeliefert und dort isoliert von den übrigen Patientinnen und Patienten untergebracht und behandelt werden.

Unterdessen ermittelt das Gesundheitsamt die Personen, die Kontakt zu dem mit dem Coronavirus infizierten Mann gehabt haben. Das bedeutet, dass enge Kontaktpersonen häuslich abgesondert werden. "Sobald eine Kontaktperson Symptome entwickelt, wird sie ebenfalls in einem Krankenhaus isoliert", teilt das Sozialministerium Baden-Württemberg mit.

Unterdessen bemühen sich die Behörden um Entspanntheit: "Baden-Württemberg hat sich schon früh auf diesen Fall eingestellt. Alle beteiligten Stellen arbeiten eng und intensiv zusammen", wird Gesundheitsminister Manne Lucha in einer Pressemitteilung am Abend zititert. Der Minster bricht seinen aktuellen Urlaub ab und will am Mittwich (25. Februar) mit Expertinnen und Experten die Presse informieren.

Menschen, die von einer Reise zurückkehren und sich nicht sicher sind, ob sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben könnten, rät das Ministerium dazu, die Hinweise des Robert-Koch-Instituts zu befolgen:

  • unnötige Kontakte vermeiden, 
  • nach Möglichkeit zu Hause bleiben, 
  • beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Menschen halten beziehungsweise in die Armbeuge niesen oder husten, 
  • nach Möglichkeit nur ein Taschentuch benutzen, das sofort entsorgt wird, 
  • regelmäßig und gründlich Hände mit Wasser und Seife waschen, 
  • Berührungen von Nase, Augen und Mund vermeiden, 
  • nach telefonischer Anmeldung unter Hinweis auf die Reiseregion einen Arzt aufsuchen.

In Deutschland gab es zuvor 16 bestätigte Coronavirus-Infektionen, die meisten Patienten wurden inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen. 14 der Fälle traten in Bayern auf, von den dortigen Betroffenen ist noch einer in der Klinik. Die anderen beiden Fälle waren China-Rückkehrer, die von der Bundesregierung mit einem Flugzeug aus der Volksrepublik ausgeflogen worden waren. Sie wurden in der Uniklinik in Frankfurt am Main behandelt und Mitte Februar entlassen.

Coronavirus erreicht spanische Insel Teneriffa

Update, Dienstag (25. Februar), 14.27 Uhr: Das Coronavirus hat inzwischen auch die Kanarische Urlaubsinsel Teneriffa erreicht. Dort musste nun sogar ein gesamtes Hotel abgeriegelt werden. Die Hotelgäste sind jetzt in der Vier-Sterne-Unterkunft gefangen. 

Coronavirus erreicht Teneriffa: Hotel steht unter "sanitärer Beobachtung"

Knapp 1000 Gäste sind derzeit im "H10 Adeje Palace Hotel" eingeschlossen. Der Grund: Ein Besucher, ein 69-Jähriger Mann aus der Lombardei (Italien), wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Er stammt aus der Region in Norditalien, die aktuell am stärksten von dem Virus betroffen ist. Zurzeit liegt er isoliert in einem Krankenhaus der Insel. 

Das Hotel steht den Angaben von verschiedenen spanischen Medien zufolge bis auf Weiteres unter "sanitärer Beobachtung". Es handelt sich zwar nicht um eine Quarantäne, denn die Besucher dürfen sich im Hotel frei bewegen, jedoch darf das Gelände vorerst von keinem Besucher verlassen werden. Die Polizei hat das Gebäude abgeriegelt und bewacht es permanent. 

Update, Dienstag (25. Februar), 11.50 Uhr: Die rasante Ausbreitung des Coronavirus hat nun auch direkte Auswirkungen auf den Sport. Die Serie A (erste Fußballliga) in Italien hat diesbezüglich sogenannte "Geisterspiele" veranlasst. Fußballspiele werden demnach teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.

Betroffen von dieser Maßnahme ist in jedem Fall die Europa-League-Partie zwischen Inter Mailand und dem bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad am Donnerstag (27. Februar). Aller Voraussicht nach wird auch das Topspiel zwischen Tabellenführer Juventus Turin und Inter Mailand am Sonntagabend (1. März) zum Geisterspiel. Weitere Ligaspiele könnten Folgen.

Coronavirus: Italien beschließt Geisterspiele im Fußball

Der Trainer von Lazio Rom, Simone Inzaghi (43), begrüßt zwar das Engagement gegen das Coronavirus, sieht aber in Geisterspielen nicht die Lösung, wie der Sport-Informations-Dienst berichtet: "Es ist richtig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen,aber die Antwort ist nicht, Spiele hinter verschlossenen Türen zu spielen, denn die Fans sind das Herz unseres Sports. Es ist richtig, Fußball mit den Fans zu teilen. Wir müssen eine alternative Lösung für dieses Problem finden."

Aber nicht nur der Sport in Italien fällt dem Coronavirus zum Opfer. Die erste japanische Fußballliga hat bis zum 15. März sogar alle Spiele abgesagt. Die Liga reagierte damit auf Einschätzung von Experten, die die kommenden ein bis zwei Wochen für entscheidend halten, "um die weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern", teilte die Liga mit.

Verschiedene Sportveranstaltungen fallen Coronavirus zum Opfer

In Südkorea wurde aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus nun sogar die Tischtennis-Weltmeisterschaft verschoben. Die Veranstaltung war für den 22. bis 29. März in Busan angesetzt. Die ITTF plant, die WM zwischen dem 21. und 28. Juni nachzuholen. Auch andere Sportveranstaltungen stehen nun auf der Kippe. 

Update, Dienstag (25. Februar), 10.40 Uhr: Die italienische Regierung hat die Gesundheitsminister der Nachbarländer zu einem Krisengipfel nach Rom eingeladen. Auch Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn (39) ist vor Ort. Zentrales Thema des Gipfels ist die Eindämmung des Coronavirus in Europa

Update, Dienstag (25. Februar), 08.45 Uhr: In Italien hat sich die Situation rund um das Coronavirus weiter verschärft. Mittlerweile sind dort bereits sieben Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Über 200 Personen sind infiziert. Eine Stadt wurde nun komplett abgeriegelt und zur Sperrzone erklärt. 

Coronavirus: Neue Todesfälle in Italien - Stadt komplett abgeriegelt

Die Stadt Codogno im der Lombardei gilt inzwischen als das Epizentrum des Coronavirus in Italien. Dort sollen sich zahlreiche Menschen am Covid-19 angesteckt haben. Die Stadt wurde nun zur Sperrzone erklärt. Alle Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten und Apotheken sind geschlossen. 

Dennoch verfallen die Verantwortlichen nicht in Panik. Man habe die Situation im Griff und im Sperrgebiet laufe alles nach Plan, heißt es aus Italien

Update, Montag (24. Februar), 16.53 Uhr: Den Ausbruch des Coronavirus in Italien betrachtet die Bundesregierung mit Sorge. Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass sich das Virus auch hierzulande ausbreiten könnte - sieht sich aber gut vorbereitet. In Italien seien Spahn zu Folge die Infektionsketten nicht mehr nachvollziehbar. Damit laufen Versuche, Infizierte zu isolieren, ins Leere. Gleichzeitig versuchte Spahn am Montag die Bevölkerung in Deutschland zu beruihgen. Das deutsche Gesundheitssystem sei eines der besten der Welt und gut auf das Virus vorbereitet.

Dennoch: Spahn verwies am Montag bei einer Pressekonferenz in Berlin darauf, dass die Lage darauf hindeute, dass sich das Virus in Form einer weltweiten Pandemie ausbreite. „Durch die Lage in Italien ändert sich auch unsere Einschätzung der Lage: Corona ist als Epidemie in Europa angekommen."

Die Bundesregierung plant derzeit allerdings keine Grenzschließungen. Entsprechende Überlegungen gebe es im Bundesinnenministerium nicht, sagte ein Ressortsprecher am Montag in Berlin.

Coronavirus: Weiterer Todesfall in Italien

Update, Montag (24. Februar), 09.45 Uhr: In Italien gab es einen weiteren Todesfall aufgrund des Coronavirus. Laut Medienberichten der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera starb ein 84-jähriger Mann aus Norditalien an den Folgen des Virus

Wie das Bundesministerium für Gesundheit außerdem berichtete, kamen die sechs Deutschen, die auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Japan unterwegs waren und dort aufgrund desCoronavirus festsaßen, am Wochenende in Berlin an. Sie befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne

Ebenso wie die 30 deutschen Passagiere, die sich auf dem Schiff "MS Westerdam" in Kambodscha aufgehalten hatten und seit Freitag (21. Februar) wieder in Deutschland sind. 

Coronavirus: Mundschutzmasken in vielen Apotheken ausverkauft

Update, Montag (24. Februar), 09.15 Uhr: Die Zahl derTodesfälle durch das Coronavirus ist in China sprunghaft gestiegen. Die Gesundheitskommission berichtete am Montag von 150 weiteren Opfern durch das neue Covid-19 - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages.

Dahingegen hat sich der Verdacht der zwei Personen, die im Zug von Italien nach Österreich unterwegs waren, nicht bestätigt. Aus Vorsicht hatte die Österreichische Bundesbahn jedoch zeitweise den Zugverkehr nach Italien eingestellt. 

Nachdem der Test auf das Coronavirus negativ ausgefallen sei, wurde der Zugverkehr noch in der Nacht auf Montag (24. Februar) wieder aufgenommen. Die Züge zwischen Deutschland, Österreicht und Italien sollen also wieder nach Plan fahren.

Dennoch breitet sich die Angst vor dem Coronavirus weiter aus - auch in Deutschland. Die Menschen ergreifen jegliche Massnahmen, um sich vor dem neuartigen Erreger zu schützen. Unter anderem kaufen sie aus Vorsicht Mundschutzmasken

Deshalb kommt es hier bereits zu ersten Lieferengpässen, wie Thomas Porstner, Geschäftsführer beim Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels gegenüber dem Focus berichtete. Die Schutzmasken sind in vielen Apotheken bereits ausverkauft. Allerdings bieten diese nur bedingt Schutz vor dem Coronavirus

Covid-19: Wegen des Coronavirus stellt Österreicht Zugverkehr ein

Update, Sonntag (23. Februar), 21.55 Uhr: Nachdem die Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in Italien am Wochenende drastisch gestiegen sind, zieht sein Nachbarland Österreich nun drastische Konsequenzen. Das Land stoppt bis auf weiteres den Zugverkehr mit Italien. 

Bei zwei Personen, die von Italien nach Österreich gereist waren, besteht derzeit ein Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Covid-19.

Update, Sonntag (23. Februar), 20.55 Uhr: In Italien ist nach aktuellem Stand die dritte Person am Coronavirus gestorben. Sie lag in einem Krankenhaus in Crema (Lombardei). Zuvor waren zwei Todesfälle aus Italien bekannt geworden.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Neu-Infektionen mit Covid-19 in Italien weiter an. Bis jetzt sind es 152 Fälle in insgesamt fünf Regionen, die meisten davon in der Lombardei. Gefolgt von Venetien, Piemont, Emilia-Romagna und Latium. Italien ist das Land mit den meisten Infektionen in ganz Europa. zum Vergeich: In Deutschland gibt es derzeit 16 nachgewiesene Fälle. Die Stadt Crema, aus der das dritte Todesopfer stammt, mutiert zur Geisterstadt. Die Bürger machten am Sonntag Hamstereinkäufe, um sich zu Hause zu verbarrikadieren.

Coronavirus breitet sich in Italien aus - Karneval in Venedig in Gefahr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilte am Sonntag mit, dass Personen, die nach einer Reise in die betroffenen Gebiete in Italien innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, mit Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen sollten.

Für sie gelten ähnliche prophylaktische Maßnahmen wie zur Grippewelle. Sofern möglich, sollten sie zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich entweder ein Taschentuch oder ihre Armbeuge vor die Nase halten.

Update, Sonntag (23. Februar), 17.55 Uhr: Das Coronavirus breitet sich derzeit vor allem in Norditalien immer weiter aus. Laut einem Bericht der Zeit sind dort mittlerweile 132 Menschen mit dem neuartigen Covid-19 infiziert. Italien ist damit das Land mit den meisten Infektionen in ganz Europa. Betroffen sind die Regionen Lombardei, Piemont und Venetien. 

Die Behörden reagieren mit drastischen Schritten auf diese Entwicklung und wollen Großveranstaltungen im Raum Norditalien verbieten. Darunter zwei Fußballspiele der ersten Liga, Gottesdienste und den berühmten Karneval von Venedig. 

Neben Italien steigt auch die Zahl der Neuinfektionen in China, Südkorea und dem Iran. Die Türkei schließt jetzt ihre Grenze zum Iran. In dem Land am Persischen Golf gibt es derzeit 43 nachgewiesene Fälle. Es dürfen aktuell keine Flugzeuge von dort mehr in der Türkei landen. 

Coronavirus - Iran

Unterdessen steigen auch die Todesfälle in China weiter an. Mittlerweile seien dem Virus dort mehr als 2400 Menschen unterlegen, die meisten davon in der Provinz Hubei, wo das Virus im Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan zum ersten Mal nachgewiesen wurde. 

Update, Sonntag (23. Februar), 10.16 Uhr: Die Situation in Italien spitzt sich weiter zu. Wie die Tagesschau berichtet, sind dort mindestens 80 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Regierung hat nun Städte in der Lombardei und Venetien abgeriegelt. Zehntausende Menschen sind von dieser Sperrung betroffen.

Die Konsequenzen dieser Maßnahme betreffen nicht nur die Abriegelung zur Außenwelt: Schulen bleiben geschlossen, niemand soll zur Arbeit gehen, öffentliche Veranstaltungen fallen aus. Lebensmittel und Medikamente sollen in die Orte geliefert werden. Wer die Sperrgebiete unerlaubt verlässt, muss mit Strafen rechnen. 

"Wir haben beschlossen, dass in den am stärksten betroffenen Orten niemand mehr rein oder raus darf", Ministerpräsident Giuseppe Conte gegenüber der Tagesschau. "Mit Ausnahme eventueller spezifischer Sondergenehmigungen, über die von Fall zu Fall entschieden werden soll."

Coronavirus: Zwei Tote in Italien, Infizierungen in Südkorea verdoppelt

Update, Samstag (22. Februar), 15.45 Uhr: Die Gesamtzahl der Personen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hatten, liegt mittlerweile bei knapp 80.000. Über 2300 Menschen sind bisher an den Folgen der Infektionskrankheit gestorben. Jetzt gibt es den zweiten Todesfall in Italien, wie die Tagesschau berichtet. Gesundheitsminister Roberto Speranza hält es jetzt für wichtig, eine Ausbreitung des Coronavirus im Land zu verhindern: "Das Ziel dieser Stunden ist es, die Epidemie zunächst einmal in geografisch begrenzten Gebieten halten."

Das Probelm in Italien sei, dass sich zwei Personen unabhängig voneinander in zwei Regionen infiziert hätten: zum einen in der Lobardei und zum anderen in Venetien. Wie es dazu kommen konnte, sei bisher unklar. Beide Regionen liegen in Norditalien. In dem betroffen Gebiet in der Lombardei sind nach aktuellem Stand bisher 16 Personen infiziert - Schulen und Geschäfte sind geschlossen. Es halten keine Züge mehr.

In Südkorea verdoppeln sich derweil die Neu-Infektionen. Allein in der vergangenen Nacht haben sie sich auf 433 verdoppelt. Zentrum des rasanten Ausbruchs ist eine Kirche in Daegu, der viertgrößten Stadt Südkoreas.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich über die Ausbreitung des Coronavirus besorgt. Vor allem die Neu-Infektionen der Personen, die keinen Kontakt zu China hatten, bereite ihnen Sorgen. WHO-Generaldirektor Ghebreyesus schreibt auf Twitter, dass sich viele Menschen mit Covid-19 angesteckt hätten, die weder nach China gereist waren, noch mit Personen Kontakt gehabt hätten, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde.

In China, wo das Coronavirus zuerst ausgrochen war, gibt es aktuell 400 neue Infektionen. Die meisten Toten, insgesamt 2250 Menschen, stammen von dort.

Update, Mittwoch (19. Februar), 9 Uhr: Desinfektionsmittel? Mundschutz? Was hilft wirklich beim Coronavirus? Menschen wollen sich schützen. Zahlreiche Fragen sind noch offen. Es gibt aut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) einige Dinge, die Menschen beachten sollten. 

Update, Mittwoch (19. Februar), 8.13 Uhr: Heute durften die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" nach der zweiwöchigen Quarantäne in Japan von Bord gehen. Am Wochenende wurde bekannt, dass unter den Infizierten an Bord auch zwei Deutsche seien. 285 infizierten Passagiere des Schiffes sollen in örtlichen Krankenhäusern in Japan behandelt werden. 

Kambodscha: Verbliebene Passagiere der Westerdam negativ getestet

Die rund 3.000 Passagiere werden nach und nach innerhalb der nächsten drei Tage ausgeschifft, denn einige Testergebnisse stehen noch aus.

In Kambodscha warten derweil die restlichen 780 Passagiere des Schiffes "Westerdam" auf ihre Heimreise. Alle verbliebenen Gäste wurden negativ auf das Virus getestet. Laut dem Tracker der John Hopkins University seien weltweit mittlerweile mehr als 75.000 Menschen weltweit an dem Coronavirus erkrankt.

Demnach ist die Zahl der Infizierten erneut um mehr als 4.000 Menschen in den letzten zwei Tagen gewachsen. Bisher sind mehr als 2.000 Menschen an dem Covid-19-Virus gestorben. Außerdem wurden aber auch fast 15.000 Infizierte wieder geheilt.

Coronavirus in Deutschland: Patienten in Quarantäne negativ getestet

Update, Dienstag (18. Februar), 9.20 Uhr: Die rund 120 aus China zurückgekehrten Personen, die in Germersheim unter Quarantäne standen, wurden mittlerweile entlassen. Das teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit. 

Demnach seien nicht nur deren Testergebnisse auf das Coronavirus negativ, sondern auch die Untersuchungen der 22 Helfer. Germersheim zählt neben Berlin-Köpenick zur zentralen Unterbringung von Patienten, bei denen der Verdacht auf das Coronavirus besteht. Dort werden die Patienten bis zum endgültigen Ergebnis der Untersuchung isoliert.

Update, Montag (17. Februar), 7.45 Uhr: Der Live-Tracker der John Hopkins University meldet, dass sich mittlerweile 71.355 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. 70.552 Infizierungen hat es bislang in China gegeben. 1.775 Menschen sind bisher gestorben. Insgesamt wurden aber auch 11.135 Infizierte wieder geheilt. 

Coronavirus: Zahl der Infizierten steigt auf über 70.000 - viele konnten schon geheilt werden 

Update, Sonntag (16. Februar), 19.01 Uhr: Derzeit gehen Experten davon aus, dass es in Deutschland noch weitere Fälle von Corona-Infektionen geben wird. Ein Virologe aus Essen glaubt allerdings nicht, dass es schon in der nächsten Woche soweit sein soll - dennoch rät er zu Vorsichtsmaßnahmen.

Der Virologe Ulf Dittmer glaubt nicht, dass es zu Beginn des Karnevals zu neuen Infektions-Fällen kommen wird. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte der Experte, dass es allerdings nicht auszuschließen sei, dass "wir das in dieser Wintersaison in Deutschland noch größer sehen werden".

Weiter sagt der Virologe gegenüber der dpa, dass Weltgesundheitsorganisation und auch das Robert-Koch-Institut inzwischen davon ausgingen, "dass das Virus hier in Deutschland in größerem Maße auftreten wird". Das Problem: Derzeit gebe es eine Rückreisewelle aus China. Auf diese Weise findet das Coronavirus den Weg nach Deutschland.

Den Karnevalisten rät der Virologe: Häufig Hände waschen und "nicht alles zu teilen an Gläsern und Flaschen". 

Update, Samstag (15. Februar), 12.36 Uhr: Der Mann wurde laut der Zeitung Le Figaro seit Ende Januar zusammen mit seiner Tochter in einem Krankenhaus in Paris behandelt. Das berichtet T-Online. Sein Zustand sei demnach seit Tagen kritisch gewesen. Seiner Tochter sei ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Ihr gehe es gut, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnés Buzyn.

Coronavirus: Tourist aus China in Europa an Virus gestorben

Update, Samstag (15. Februar), 12.05 Uhr: Das Coronavirus hat den ersten Toten in Europa gefordert. Das bestätigte das französische Gesundheitsministerium am Samstagmittag. Demnach handelt es sich um einen 80-jährigen Touristen aus China. Er stammt aus der Provinz Hubei, dem Zentrum des Virus-Ausbruchs.

Update, Samstag, 9.45 Uhr: Künftig können Flugreisende vor der Landung in EU-Ländern befragt werden, ob sie Kontakt zu Personen hatten, die mit dem Coronavirus (Covid-19) infiziert sind oder in Infektionsgebieten waren. Das hat der außerordentliche Gesundheitsministerrat der EU beschlossen.

Coronavirus: Fluggäste werden befragt - Zahl der Toten steigt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass der Höhepunkt der Ausbreitung des Coronavirus noch nicht erreicht sei. "Stand jetzt haben wir 16 infizierte Patienten in Deutschland", sagte er am Freitag. Sie seien alle in Behandlung und isoliert. Es sei nicht absehbar, ob aus dem Ausbruch des Virus eine sogenannte Pandemie, ein weltweiter Ausbruch werde. "Es könnte schlechter werden, bevor es besser wird", sagte Spahn.

Weltweit sind derzeit 64.460 Fälle von mit dem Coronavirus infizierten Menschen gemeldet worden (Stand: 14. Februar). Die Zahl der Toten stieg auf zuletzt 1384. Der Schwerpunkt der Erkrankung liegt jedoch weiterhin in China. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland weiter als gering ein.

Coronavirus: Virus erreicht Afrika - DHL reagiert

Update, Freitag (14. Februar), 21 Uhr: Wie die Tagesschau berichtet, nimmt das deutsche Logistik-Unternehmen DHL keine Pakete und Päckchen nach China, Hongkong und Macao mehr an. Für die Wirtschaft bedeutet das einen drastischen Einschnitt.

Grund für den Paket-Stopp seien die durch den Coronavirus-Ausbruch ausgelösten Probleme beim Transport, der Verzollung und der Zustellung, sagte eine DHL-Sprecherin der Tagesschau. Briefsendungen seien von dem Stopp nicht betroffen, heißt es. Allerdings muss dabei mit Einschränkungen und Verzögerungen bei der Zustellung gerechnet werden.

Update, Freitag (14. Februar), 20.30 Uhr: Jetzt ist das Coronavirus in Afrika angekommen. Die ägyptische Regierung meldete am Abend den ersten Fall in ihrem Land. Bei dem Infizierten handele es sich um eine Person aus dem Ausland, teilt das Gesundheitsministerium in Kairo mit. 

Bisher hat das Ministerium keine Angaben darüber veröffentlicht, woher die Person kommt und aus welchem Land sie nach Ägypten gereist war. Krankheitssymptome bestehen bei der Person aktuell keine - sie wird trotzdem auf einer Isolierstation behandelt. 

Coronavirus: Lufthansa streicht bis März Flüge nach China

Update, Freitag (14. Februar), 16.15 Uhr: Über Nacht ist die Zahl der am Coronavirus infizierten Menschen erneut gestiegen. Mittlerweile liegt die Zahl der Infizierten bei 64.458 - das sind fast 5000 Menschen mehr als gestern. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa reagiert mit einer drastischen Maßnahme auf die vielen Neu-Ansteckungen und streicht ihre Flüge nach China bis Ende März. Zuvor waren die Flüge nur bis zum 29. Februar gestrichen worden.

Update, Donnerstag (13. Februar), 16.30 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus infizierten Menschen ist mittlerweile auf über 60.000 Personen angestiegen. Die Zahl der Toten liegt bei 1.370 Menschen - am Mittwoch (12. Februar) waren es noch 1.117 Menschen. 

Coronavirus: Drastischer Anstieg der Neu-Ansteckungen

Update, Donnerstag (13. Februar), 8.26 Uhr: Hubei - Die Zahl der Corona-Infizierten in Hubei ist um 14.840 Personen angestiegen - und das an einem Tag. Damit haben sich die nachgewiesenen Corona-Infektionen fast verzehnfacht. 

Wie der Spiegel berichtet, hatten die Behörden der Provinzregierung am Vortag nur 1638 Neuinfektionen gemeldet und eigentlich war noch die Rede von einer Verlangsamung. Somit ist die Gesamtzahl der Krankheitsfälle laut Spiegel in Festland-China auf mehr als 59.000 angestiegen.

Grund für den Anstieg, könnte sein, dass die Mediziner die Verfahren zur Diagnose von Covid-19 ausgeweitet haben. Details seien laut Spiegel noch nicht bekannt.

Wegen Coronavirus: United Airlines streichen weiterhin Flüge nach China

Eigentlich hatte die Fluglinie United Airlines geplant, die Strecke nach China Ende Februar wieder zu bedienen, allerdings werden die Verbindungen aufgrund der Entwicklungen bis Ende April weiterhin ausgesetzt. Außerdem erklärte die Regierung in Hongkong, dass die Schulen noch bis zum 16. März geschlossen bleiben werden.

Update, Mittwoch (12. Februar), 16.10 Uhr: Die Zahl der Infizierten und Toten ist seit Dienstag (11. Februar) abermals gestiegen. Mittlerweile sind 45.204 Menschen mit dem neuartigen Virus, das aus China stammt, infiziert. Die meisten von ihnen stammen aus Festland-China. 1.117 sind bisher am Coronavirus und den Folgen gestorben. 

Zahl der Toten aufgrund von Coronavirus deutlich gestiegen

Update, Dienstag (11. Februar), 7 Uhr: Die Zahl der Menschen, die an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung gestorben sind, ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Stand heute (11. Februar) sind laut der Live-Karte der amerikanischen John-Hopkins-University bereits 1.018 Menschen weltweit an dem Virus gestorben. Über 43.000 Menschen sind aktuell mit dem Virus infiziert. Positiv hervorzuheben ist, dass immerhin auch 4.061 Menschen weltweit erfolgreich behandelt und geheilt werden konnten.

Update, Mittwoch (5. Februar), 20.30 Uhr: 24.631 Menschen sind laut dem Tracker der John-Hopkins-University mit dem Coronavirus infiziert. 24.405 Menschen davon leben in China. Insgesamt gibt es bis heute 494 Tote zu beklagen. Die gute Nachricht aber: 1.029 Menschen wurden auch geheilt. 

Coronavirus: 1.029 Erkrankte wurden bisher geheilt

Update, Sonntag (2. Februar), 12.40 Uhr: Die Anzahl der an dem Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland ist mittlerweile auf zehn Personen gestiegen. Mehr als 100 deutsche Rückkehrer aus Wuhan in China stehen seit Samstagabend (1. Februar) in einer Germersheimer Kaserne (Südpfalz) unter Quarantäne.

In einer Erklärung des Landkreises Germersheim heißt es: „Am Morgen des 2. Februars 2020 erhielt die örtliche Einsatzleitung in Germersheim die Information, dass zwei Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Es ist der Fall eingetreten, wofür die Einrichtung dieser Schutzzone erfolgt ist. Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert.“

Coronavirus: immer mehr infizierte Fälle und Verschwörungstheorien

Update, Samstag (1. Februar), 9.30 Uhr: Baltimore - Die Anzahl der Infizierten ist auf 11.374 gestiegen. Insgesamt meldet das CSSE unter Berufung ihrer Quellen 259 verstorbene Personen. Positiv zu vermelden ist, dass auch 252 Menschen geheilt worden sind. 11.221 Infizierte kommen aus China.

Mittlerweile gibt es auch die ersten bestätigten Fälle in Großbritannien, Spanien und Schweden. Mittlerweile kursieren die kuriosesten Verschwörungstheorien über den Coronavirus im Netz. Teils ist es zum Lachen, teils aber auch zum Schaudern. 

Erstmeldung, Donnerstag (30. Januar): Bis zum heutigen Tag (30. Januar) haben sich auf der ganzen Welt 7.783 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Zentrum ist mit 7.678 Infizierten in China. Doch auch in anderen Ländern in Asien, Europa und Nordamerika gibt es die ersten bestätigten Fälle.

Coronavirus: John Hopkins University veröffentlicht interaktive Live-Karte 

Um Ausbreitung und Ausmaß zu dokumentieren und live aufzuzeigen, hat das Center for Systems Science and Engineering (CSSE) der John Hopkins University mit Sitz in Baltimore (Maryland, USA) eine Live-Karte veröffentlicht.

Auf dieser Weltkarte können User die Ausbreitung des Coronavirus verfolgen. Das CSSE veröffentlicht aber auch Live-Zahlen, Diagramme und Statistiken und weitere Informationen zum Virus. So gibt es auf der ganzen Welt derzeit insgesamt 7.783 Infizierte (Stand: 30. Januar). Darunter auch vier Menschen aus Deutschland. Zwei Verdachtsfälle des Corona-Virus gibt es sogar in NRW.

Coronavirus: Rote Punkte auf Live-Karte zeigen Fälle an 

Die Zentren des Coronaviru s auf der Weltkarte sind mit roten Punkten markiert. User können die Karte vergrößern und verkleinern. Rechts oben in einer Leiste steht die Zahl der verstorbenen sowie der geheilten Personen. 

Insgesamt sind bis heute (30. Januar) 170 Menschen gestorben, 133 wurden allerdings auch geheilt. Darunter sind chinesische Provinzen aufgelistet mit Infizierungen und der Zahl der Verstorbenen.

In Wuhan ist das Coronavirus ausgebrochen 

Das Coronavirus ist zuerst in der Provinz Hubei, in der Stadt Wuhan, aufgetaucht. Dort gibt es Stand heute (30. Januar) 4.586 Infizierte und 162 Verstorbene. In Peking (111 Infizierte) und Shanghai (101 Infizierte) gibt es jeweils einen Toten.

Auf der linken Seite der Live-Karte können User die bestätigten Infizierten in anderen Nationen aufgelistet sehen. Zudem gibt es ein Diagramm mit dem Vergleich China und "andere Nationen". Neben 7.878 Infizierten in China gibt es in folgenden Ländern bestätigte Fälle (Stand: Donnerstag, 30. Januar):

  • 14 Thailand
  • 11 Japan
  • 10 Hongkong, Singapur
  • 8 Taiwan
  • 7 Australien, Macau, Malaysia
  • 5 Frankreich, USA
  • 4 Deutschland, Südkorea, Vereinigte Arabische Emirate
  • 3 Kanada
  • 2 Vietnam
  • 1 Kambodscha, Finnland, Nepal, Sri Lanka 

Das Virus ist noch nicht auf dem afrikanischen und südamerikanischen Kontinent angekommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Coronavirus "2019-nCoV" genannt und auch schon über Übertragung, Impfung, Behandlung, Symptome und Verlauf informiert.

Übrigens gruselig: Die beliebte TV-Serie "The Simpsons" hat den Coronavirus vorausgesagt. In einer Folge erkranken Homer und Co. an einem Virus, der in dem Fall aber aus Japan und nicht aus China kommt. 

Video: Mundschutz bei Coronavirus: So hilfreich ist die Maske wirklich

Die Live-Karte über Ausmaß und Ausbreitung des Coronavirus ist kostenfrei im Internet verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert. Das CSSE der John Hopkins University beschäftigt sich interdisziplinär mit Themen lokaler, nationaler und internationaler Relevanz. 

Coronavirus Live-Karte: Wissenschaftler berufen sich auf offizielle Quellen

Lauren Gardner, Wissenschaftlerin am CSSE und Expertin in den Themen (u.a.) öffentliche Gesundheit und Infektionskrankheiten, schrieb am 23. Januar in einem Blog über die interaktive Live-Karte zum Coronavirus: "Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus haben wir die Live-Karte entwickelt, um die von den Behörden bestätigten Fälle täglich zu tracken und zu visualisieren."

Man würde verschiedene Quellen konsultieren - darunter die WHO, das amerikanische, europäische und chinesische CDC (Center for Disease Control and Prevention) sowie zwei lokale Gesundheitsorganisationen aus China. "Die Live-Karte soll der Öffentlichkeit den Ausbruch des Coronavirus verständlich und mit transparenten Daten darstellen", so Lauren Gardner im Blog des CSSE. Denn bis ein Impfstoff gegen das Virus verfügbar sein wird, wird es wohl noch dauern. Experten vermuten, dass er erst dann auf den Markt kommen wird, wenn die größte Welle schon wieder vorbei ist. mit dpa-Material

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